Ein Mann beißt in einen salzigen Hamburger

Wie ungesund ist zuviel Salz?

Salz ist für unseren Körper lebensnotwendig. Wir nehmen aber mit der Nahrung Tag für Tag zu viel davon auf. Wieviel Salz ist noch gesund? Und wann kann Salz zu Bluthochdruck führen oder gravierende Folgen für Herz und Nieren haben?

Einst war das „weiße Gold“ eine Rarität und galt als wertvolle Handelsware. Heute ist Salz im Übermaß in fast allen verarbeiteten Nahrungsmitteln zu finden: Brot, Nudeln, Wurstwaren, Milchprodukte. Die meisten Menschen ernähren sich daher viel zu salzhaltig.

Salzbedarf pro Tag

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt die Aufnahme von maximal sechs Gramm Salz pro Tag. Die Weltgesundheitsorganisation sogar nur fünf Gramm. Die Realität sieht anders aus: In Deutschland nehmen Männer mit zehn Gramm täglich die doppelte Menge zu sich. Frauen kommen immerhin auf acht Gramm. Bei normaler Ernährung ist ein Salzmangel hierzulande nahezu unmöglich – die Untergrenze liegt bei 1,4 Gramm pro Tag. Lediglich bei starkem Durchfall, Erbrechen oder extremer körperlicher Aktivität kann es vorübergehend zu einem Mangel an Natrium und Chlorid im Körper kommen. Diese beiden Bestandteile von Kochsalz sind lebensnotwendige Mineralstoffe: Der Körper kann sie nicht selbst bilden, so dass sie immer über die Nahrung aufgenommen werden müssen. Natrium reguliert den Flüssigkeits- und Mineralstoffhaushalt eines Menschen – die Grundlage für einen funktionierenden Stoffwechsel – und regelt die Erregbarkeit von Nerven und Muskeln. Chlorid ist dagegen ein wichtiger Bestandteil der Magensäure und für den Verdauungsprozess notwendig.

Wann wird Salz gesundheitsschädlich?

Für gesunde Menschen ist zu viel Salz nicht unbedingt schädlich, da es über die Nieren wieder ausgespült wird. Je mehr Salz im Körper ist, desto mehr Flüssigkeit wird hierfür jedoch benötigt. Wird zu wenig getrunken, kann der Wassermangel auf Dauer zu einer Belastung der Nieren führen – vor allem aber zu Gefäßverengungen, die den Blutdruck steigen lassen. Langzeitstudien zeigen daher ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch zu viel Salz. Denn Bluthochdruck schädigt im Laufe der Zeit wichtige Organe wie Herz, Gehirn und Nieren. Herzinfarkt oder Schlaganfall kann die Folge sein. Da viele Menschen nichts von ihrem Bluthochdruck wissen, empfiehlt die Deutsche Hochdruckliga generell, den Salzkonsum einzuschränken. Groß angelegte Studien zeigen eindeutig: Je weniger Salz eine Gesellschaft zu sich nimmt, umso niedriger sind die Blutdruckwerte und desto weniger Infarkt- und Schlaganfallopfer gibt es.

Tipps für weniger Salz

Ein Viertel des täglich aufgenommenen Salzes stammt aus unserem Grundnahrungsmittel Brot, gefolgt von Fleisch- und Wurstwaren (ca. 18 Prozent) sowie Käse und Milchprodukten (ca. 10 Prozent). Wer weniger Salz zu sich nehmen möchte, sollte nur selten gepökelte, gesalzene oder geräucherte Fisch- und Fleischwaren essen, da diese besonders salzreich sind. Auch Fertiggerichte, Konserven und natürlich Salzgebäck (Laugenbrezeln, Salzstangen etc.) sollten nicht täglich auf der Speisekarte stehen. Gut geeignet sind selbst hergestellte Mahlzeiten aus frischen Zutaten, die mit Kräutern und nur wenig Salz gewürzt werden. Grundsätzlich gilt: Ausreichend trinken! Besonders geeignet sind natriumarme Getränke, die den Nieren helfen zu viel Salz auszuscheiden. Natriumarmes Mineralwasser enthält zum Beispiel maximal 20 mg Natrium pro Liter.


 

Webcode dieser Seite: a001496 Autor: Barmer Erstellt am: 14.11.2016 Letzte Aktualisierung am: 07.12.2016
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