Was ist dran am Kokoswasser?

Gesund essen und trinken – und damit möglichst schlank und fit bleiben. Mit diesem Ziel wählen viele ihre Lebensmittel aus. Neuerdings geht der Griff ins Getränkeregal deshalb häufig zu Kokoswasser – erhältlich in Flaschen oder Tetra-Paks, in normaler oder Bio-Qualität. Doch was steckt wirklich in dem neuen Drink, von dem viele Promis und Stars aktuell gerade nicht genug bekommen können?

Eine Frau trinkt ein Glas Kokoswasser

Kokoswasser – was ist das?

Beim Kokoswasser handelt es sich um die durchsichtige und leicht trübe Flüssigkeit aus der noch unreifen, grünen Kokosnuss. Bis zur Ernte reifen die Nüsse ungefähr ein halbes Jahr an der Palme.

In den tropischen Herkunftsgebieten wie Brasilien oder Thailand wird es als Ersatz für Trinkwasser genutzt, da die Flüssigkeit steril in der Kokosnuss eingelagert ist. Sie ist deshalb auch geeignet für Schwangere und Kranke. Außerdem kann sie als Flüssigkeit zum Organtransport oder intravenös bei starkem Blutverlust verwendet werden. 

Kokoswasser besteht vorwiegend aus Wasser und Zucker, enthält dabei aber auch Kalium, Natrium, Magnesium, Eiweiß und Spurenelemente. Mit wenigen Kohlenhydraten gilt es als fett- und kalorienarm. 100 Milliliter enthalten 1,05 Gramm Fett sowie bis zu 20 Kalorien.

Der Geschmack wird als leicht süßlich bis nussig beschrieben. Die Konsistenz ist etwas dickflüssiger als Wasser.

Kann man mit Kokoswasser schlank werden?

Kokoswasser hat in etwa so viel Energie wie Apfelschorle. Es ist also definitiv kein Diätgetränk. Wird es mit Mango- oder Ananassaft aufgefüllt, wird es noch gehaltvoller.

Macht Kokoswasser wirklich fit?

Viele Hersteller bewerben Kokoswasser als isotonisches Sportlergetränk. Das würde bedeuten, dass die Gesamt¬konzentration der gelösten Stoffe im Drink derjenigen im menschlichen Blut entspricht. Dies gilt nachweislich für Apfelschorle oder alkoholfreies Weizenbier. Für Kokoswasser gibt es jedoch noch keinen Beweis für diese Wirkung.

Aber Kokoswasser macht dann wieder fit, wenn z.B. zuviel Alkohol konsumiert wurde. Aufgrund einer ähnlichen Zusammensetzung wie physiologische Kochsalzlösung lässt das Wasser einen Kater und das damit verbundene Unwohlsein in kurzer Zeit verschwinden.

Worin besteht der Unterschied zur Kokosmilch?

Kokosmilch ist ein Produkt aus der reifen Kokosnuss. Sie ist weißlich und wird nach einem Jahr Wachstum aus dem fetten Fruchtfleisch gewonnen und mit Wasser gemischt. Zudem enthält sie viel mehr Kalorien als Kokoswasser.

Tipps:

  • Achten Sie beim Kauf von Kokoswasser darauf, dass es sich um reines Kokoswasser handelt und der Hersteller auf Zucker- und Geschmacksverstärker verzichtet.
  • Besonders nach dem Sport bietet es sich an, das Kokoswasser zur Hälfte mit Leitungs- oder Mineralwasser zu mischen.

 

Webcode dieser Seite: a001460 Autor: Barmer Erstellt am: 07.10.2016 Letzte Aktualisierung am: 20.02.2017
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