Tipps rund ums Wandern

Wandern ist wieder im Trend – und eine der beliebtesten, sportlichen Freizeitaktivitäten in Deutschland. Aus gutem Grund: Sie können dabei die Natur genießen, vom Alltag abschalten und Ihre Fitness trainieren. Körper und Seele profitieren also gleichermaßen von den vielen positiven Effekten. Mit unseren Tipps gelingt Ihnen sicheres und gesundes Wandern.

Eine Wanderin setzt Steine aufeinander

Die Wirkung des Wanderns

Der Deutsche Wanderverband untersuchte 2012 erstmals, welche körperlichen Effekte Wandern hat. Das Ergebnis der Studie: Bereits kürzere Distanzen und moderate Strecken wirken sich positiv auf die Gesundheit aus. Besonders gut ist Wandern für das Herz-Kreislaufsystem. Es kann gegen Bluthochdruck, Übergewicht und Diabetes helfen, da es den Fett- und Zuckerstoffwechsel beeinflusst. Wandern stärkt aber nicht nur das körperliche, sondern auch das seelische Wohlbefinden.

Durch Wandern Stress abbauen

Wer schon einmal länger durch Wald und Wiesen gelaufen ist, der weiß, dass man beim Wandern wunderbar abschalten kann. Denn durch die natürliche Bewegung in freier Natur werden Stresshormone wie Adrenalin abgebaut und zugleich Glückshormone ausgeschüttet. Somit kann Wandern auch gegen Depression wirken. Für einen langfristigen Entspannungseffekt ist übrigens wichtig, dass regelmäßig gewandert wird. Dann bauen sich Stresshormone nicht nur währenddessen ab, sondern auch schneller in den Zeiten, in denen keine Bewegung stattfindet. Man wird also insgesamt ausgeglichener.

Wanderungen langsam angehen

Damit Wandern auch wirklich entspannend ist, darf die Strecke nicht zu anspruchsvoll sein. Wer richtig fit ist, kann natürlich auch ausgedehnte Bergwanderungen in Angriff nehmen. Vielwanderer wissen in der Regel, was und wie viel sie sich zumuten können. Untrainierte Wanderer sollten anfangs kürzere Touren in einem ebenen oder nur leicht hügeligen Gebiet wählen. Und nicht einfach ins Blaue laufen: Eine gute Vorbereitung ist das A und O für gesundes Wandern. Wanderkarten – oder mittlerweile auch GPS-Tracks fürs Handy – zeigen vorab die wichtigsten Informationen wie Streckenlänge, Höhenmeter und Besonderheiten des Weges. Denn man sollte auch Zeit für die schönen Dinge abseits des Weges einplanen. Sehenswürdigkeiten oder Freizeitmöglichkeiten machen eine Wanderung noch erlebnisreicher. Erweitern Sie zudem Ihren Wanderhorizont und erkunden Sie neue Regionen. Immer das gleiche Gebiet kann irgendwann langweilig werden. Neue Wege und Eindrücke machen das Wandern interessanter.

BARMER-Tipps für gesundes Wandern

  • Beim Tempo gilt grundsätzlich: Sie dürfen ruhig etwas ins Schwitzen, aber nicht dauerhaft ins Schnaufen kommen.
  • Zu Beginn empfiehlt sich eine Wanderung von drei bis vier Stunden. Wählen Sie am besten eine Strecke, bei der Sie verschiedene Möglichkeiten zum Abkürzen haben.
  • Machen Sie nach jeder Wanderstunde eine kurze Pause, um Ihren Körper nicht zu überlasten.
  • Auf langen und schwierigeren Strecken können Trecking-Stöcke mehr Sicherheit geben und die Knie entlasten. Zudem kommen beim Stockeinsatz auch Ihre Arme in Bewegung.
  • Wichtig ist, dass Sie beim Wandern ausreichend trinken – am besten bereits bevor Sie großen Durst verspüren.
  • Vergessen Sie nicht die Wanderapotheke mit Blasenpflaster, Sonnencreme und ggf. Mückenabwehrspray.
  • Auch die richtige Bekleidung erhöht Ihren Wandergenuss: Wählen Sie bequeme Funktionswäsche, eine wind- und regendichte Jacke, unbedingt eine Kopfbedeckung und natürlich bequeme, trittsichere Wanderschuhe.
  • Probieren Sie auch Gesundheitswandern. Diese Wanderungen leitet ein zertifizierter Wanderführer. Und es gibt an schönen Plätzen in der Natur gemeinsame Übungen, um Kraft, Koordination, Ausdauer und Entspannung zu fördern. Übrigens belohnt die BARMER Sie mit Punkten im Bonusprogramm, wenn Sie Ihr deutsches Wanderabzeichen machen. Viel Erfolg!

Mit Kindern wandern

Wer mit Kindern wandern möchte, sollte keine allzu schwere Strecke wählen und für Pausen und kleine Entdeckungen unterwegs ungefähr doppelt so viel Zeit einplanen: Also für vier Kilometer statt einer Stunde lieber zwei. Für die Weglänge gilt als Faustregel: Kinder schaffen als Tagesstrecke maximal das 1,5-fache Ihres Lebensalters in Kilometern. Wichtig ist, dass die Wanderung abwechslungsreich ist und ein attraktives Ziel hat.

Textnachweis

  • Autor: Barmer Internetredaktion
  • Qualitätssicherung: Klaus Möhlendick, Diplom-Sportwissenschaftler

Quellen

Webcode dieser Seite: a001837 Autor: Barmer Erstellt am: 11.05.2017 Letzte Aktualisierung am: 18.05.2017
Nach oben