Was hilft gegen Sodbrennen?

Es brennt und sticht vom Magen bis in den Hals hinauf: Unter Sodbrennen leidet etwa jeder Dritte Deutsche regelmäßig oder zumindest gelegentlich. Schnelle Hilfe gibt es zwar rezeptfrei in der Apotheke. Doch was kann man sonst gegen das Feuer in der Speiseröhre tun?

Sodbrennen

Die Ursachen von Sodbrennen

Die gute Nachricht: Man kann dem Sodbrennen vorbeugen. Denn die Ursachen sind oft harmlos und in den persönlichen Lebensgewohnheiten zu finden. So spielt zum Beispiel Ernährung eine große Rolle. Denn bestimmte Lebensmittel wie Schokolade, Kaffee, Scharfes, Fettes und Frittiertes regen die Magensäureproduktion an. Wer hierauf mit Sodbrennen reagiert, sollte die Lebensmittel einfach vom Speiseplan streichen. Gleiches gilt für Genussmittel wie Nikotin, Alkohol oder Koffein. Zu Vorbeugung kann man zudem über den Tag verteilt kleine Mahlzeiten und vor dem Schlafengehen nur leichte Kost zu sich zu nehmen. Da auch Stress ein typischer Auslöser für Sodbrennen ist, hilft ein aktiver Lebensstil mit Sport und Entspannung. Tritt das Sodbrennen jedoch ein oder zwei Mal pro Woche auf, ist es besser, einen Arzt aufzusuchen, um die Ursachen zu klären.

Medikamente gegen Sodbrennen

Es gibt zwei Gruppen von Medikamenten, die gegen Sodbrennen helfen: Die Gruppe der Magensäurebinder neutralisiert die Säure im Magen. Die H2-Blocker und Protonenpumpenhemmer verhindern hingegen, dass Magensäure gebildet wird. Wenn die Ursachen für Sodbrennen eher harmlos sind, beispielsweise eine scharfe, fettige Mahlzeit, können magensäurebindende Medikamente helfen. Grundsätzlich sollte man Präparate aber nur kurzfristig einnehmen. Denn Betroffene können in einen Teufelskreis geraten: Werden die Medikamente abgesetzt und wieder die gewohnte Menge an Magensäure produziert, empfindet man dies als unangenehm und greift erneut zu Medikamenten.

Tipps gegen Sodbrennen

  • Ein großes Glas Wasser trinken.
  • Lebensmittel wie Kartoffeln und Getreide enthalten viel Stärke und können überschüssige Magensäure gut binden.
  • Fettarme Milch kann das brennende Gefühl in der Speiseröhre lindern.
  • Alkohol vermeiden.
  • Nachts den Oberkörper mit einem Keilkissen hoch lagern.
  • Sich nach dem Essen bewegen, zum Beispiel Spazierengehen.

Textnachweis

  • Autor: Barmer Internetredaktion
  • Qualitätssicherung: Dr. Utta Petzold, Ärztin

Quellen

Webcode dieser Seite: a002431 Autor: Barmer Erstellt am: 08.12.2017 Letzte Aktualisierung am: 14.12.2017
Nach oben