Küken auf einer Wiese

Kleines Eier-Einmaleins zu Ostern: Was Sie wissen sollten

Osterzeit ist Eierzeit – Wir erklären, worauf Sie beim Eierkauf achten sollten, wie lange Ihre Ostereier haltbar sind und welche Eierfarben unbedenklich sind?

Bedeutung des Ostereis

Ostereier gehören für viele zum Osterfest dazu, doch woher stammt dieser Brauch, welche Bedeutung haben Ostereier? Ostern ist im christlichen Glauben das Fest der Auferstehung Jesu Christi. Dabei wurde das Ei zum Symbol für die Auferstehung – zum Symbol für das neue Leben.

Das steckt hinter dem Zifferncode auf dem Ei

Woher Eier stammen, wie frisch sie sind und wie die Hühner gehalten werden, wird in der Europäischen Union mit einem Zifferncode wie 0-DE-XXXXXXX angegeben. Die erste Ziffer beschreibt die Haltungsform der Hühner:

  • 0 steht für „ökologische Erzeugung“,
  • 1 für „Freilandhaltung“,
  • 2 für „Bodenhaltung“ und
  • 3 für „Käfighaltung“.

Das Herkunftsland ist an zweiter Stelle angegeben, wobei „DE“ für Deutschland und „NL“ für die Niederlande bei uns am geläufigsten sind. Aufschluss auf die Frische gibt das auf der Verpackung angegebene Mindesthaltbarkeitsdatum. Beim Einkauf von unverpackten Eiern sollte auf der Schale der gestempelte Erzeugercode zu finden sein – das gilt auch für den Wochenmarkt. Die Qualität der Eier unterscheidet sich in der Frische, der Schalen- und Dotterqualität sowie der Luftkammergröße. Im Handel angebotene Eier haben immer die Kennzeichnung „Güteklasse A“ (6 mm Luftkammerhöhe) oder „Güteklasse A-Extra“ (4 mm Luftkammerhöhe).

Eier sind gesund – aber bitte nur in Maßen

Eier sind wertvoll für unsere Ernährung, denn sie enthalten hochwertiges Eiweiß, das von unserem Körper selbst nicht aufgebaut werden kann. Sie sind reich an den Vitaminen A, E, K, B1, B2 und enthalten den Mineralstoff Kalzium sowie das Spurenelement Eisen. Mit sechs Gramm Fett sind Eier relativ fettig. Daher rät die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), nicht mehr als zwei bis drei Eier in der Woche zu verzehren – inklusive der in Nudeln oder Fertiggerichten verarbeiteten Eier. Grundsätzlich ist dies ein Richtwert: Der Verzehr von Eiern ist weniger bedenklich, wenn keine Herz- oder Gefäßerkrankungen vorliegen. Wer an Ostern entsprechend mehr Eier verspeist und sich danach wieder zurückhält, führt seinem Körper keinen unmittelbaren Schaden zu.

Wie lange sind gekochte Eier haltbar?

Es sollte darauf geachtet werden, dass die Ostereier gut durchgekocht sind und die Schale unbeschädigt bleibt. Sonst können Keime eindringen, wodurch die Eier schneller verderben. Auch auf das Abschrecken sollten Sie verzichten, wenn Sie die Eier nicht sofort verzehren. Grundsätzlich gilt: Je höher die Lagertemperatur, desto eher verderben die Eier. Gekochte Ostereier sollten nach Möglichkeit im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb von vier Wochen verbraucht werden.

Frische rohe Eier erkennen

Und wenn sich doch mal ein Ei im Kühlschrank versteckt hat? Wie finden Sie heraus, dass es noch genießbar ist? Frische rohe Eier erkennen Sie mit dem Schwimmtest. Füllen Sie ein Glas mit Wasser und legen Sie das Ei hinein. Ältere Eier stellen sich langsam auf, verdorbene schwimmen oben. Ein erstes Anzeichen für ein altes Ei ist ein glucksendes Geräusch beim Schütteln. Spätestens, wenn das Ei aufgeschlagen ist, können sie ein altes von einem frischen unterscheiden: Sind Dotter und Eiklar hochgewölbt, ist das Ei frisch.

Bunter Ostereier-Spaß – Welche Farben sind gesund?

Das Färben der Eier hat eine lange Tradition mit regionalen Unterschieden. In der orthodoxen Ostkirche wies man mit der Farbe Rot auf das von Christus vergossene Blut hin. Heute dominiert Rot als Ostereierfarbe nur noch in Teilen Osteuropas.

Hierzulande toben wir uns gemeinsam mit dem kreativen Nachwuchs an den schönsten Mustern und Farben aus. Dabei wird oft zu synthetischen Flüssigfarben gegriffen. Stiftung Warentest hat zehn Produkte getestet und diese für gesundheitlich unbedenklich befunden.

Wer es lieber natürlich mag, färbt die Ostereier mit der bunten Palette des Pflanzenreiches. Dazu eignen sich Zwiebelschalen (rot/gelb), Rote-Bete-Saft (rot), Schwarzer Tee (braun), Heidelbeersaft (dunkelblau), Spinat, Mate-Tee (lindgrün), Rotkohl (violett) sowie Brennnesselblätter (grün) und Kamillenblüten (gelb).
Die Barmer unterstützt Sie bei der gesunden Ernährung. Lesen Sie in unserem Ratgeber Ernährung mehr über Lebensmittel und ihre Eigenschaften und informieren Sie sich über abwechslungsreiche Ernährung im Alltag.

Qualitätssicherung:

  • Micaela Schmidt, Dipl. Oecotrophologin

Quelle:

Webcode dieser Seite: a001097 Autor: Barmer Erstellt am: 16.03.2016 Letzte Aktualisierung am: 07.12.2016
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