Laufen Sie los!

Der Frühling ist endlich da und verlockt zum Sport im Freien. Joggen oder Walken ist jetzt genau richtig, um wieder fit zu werden – und überflüssige Kilos abzunehmen. Doch bei den ersten Runden nach der Winterpause ist einiges zu beachten. Hier ein paar Tipps zum Loslegen und Durchhalten.

Junge Leute beim Laufen

Mit dem Frühling erwacht nicht nur die Natur. Wärmere Temperaturen und Sonne wecken auch bei den Menschen den Wunsch nach Bewegung im Freien, nach Licht und frischer Luft. Was eignet sich da besser als Walken oder Joggen. Beenden Sie daher die sportliche Winterpause und beginnen wieder mit dem Laufen. Oder starten Sie jetzt ganz neu damit. Ohne schmerzhaftes Frühlingserwachen – und ohne dass die Motivation nach den ersten Lauf-Ausflügen auf der Strecke bleibt.

Im Frühling laufen

Wer sich nach dem Winter noch nicht fit genug für Sport fühlt, fängt am besten erst einmal mit ausgiebigen Spaziergängen oder leichtem Walken an. Gerade zu Beginn sollte man die sportliche Aktivität nicht übertreiben. Mangelnde Kondition führt nämlich häufig zu Überlastung, Schmerzen und Beschwerden. Besser ist ein sanfter Einstieg – vor allem beim Joggen. Sie sollten sich immer nur so schnell bewegen, dass Sie noch in der Lage sind, ruhig und gleichmäßig zu atmen. Auch eine Unterhaltung sollte dabei jederzeit möglich sein. Hier zeigt sich der Vorteil beider Sportarten: Sie können immer Ihr eigenes Tempo bestimmen.

Was ist Walken?

Walken bedeutet gehen – jedoch in sportlicher und zügiger Form. Am besten bewegen Sie dabei auch immer die in 90 Grad angewinkelten Arme mit. Eine Variante ist das Nordic Walking mit zwei speziellen Laufstöcken. Diese sorgen bei korrekter Handhabung dafür, dass man eine aufrechte Körperhaltung behält und die Arme mitschwingt. Genau wie Joggen trainiert Walken vor allem die Muskulatur des Rumpfes und der Beine, ist aber gelenkschonender. Der Rücken und die Knie werden weitgehend entlastet. Zudem ist Walken durch das geringere Tempo weniger anstrengend und daher auch für übergewichtige Menschen oder zur Rehabilitation bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen geeignet.

Gesunde Bewegung

Joggen und Walken bringen den Körper in Schwung: Denn regelmäßiges Laufen stärkt das Herz-Kreislauf-System, sorgt für Muskelaufbau, baut Stress ab und hilft durch erhöhte Fettverbrennung beim Abnehmen. Dabei senkt es den Blutzucker und kann somit Diabetes vorbeugen. Gesund ist Laufen aber nur im richtigen Herzfrequenz- bzw. Pulsrahmen. Für Laufanfänger und Wiedereinsteiger liegt der optimale Pulswert zwischen 110 und 130 Schlägen pro Minute. Eventuell ist hier auch ein kurzer Check beim Hausarzt sinnvoll. Wenn Sie nach dem Sport völlig erschöpft sind, haben Sie es übertrieben und sollten Ihr Tempo und/oder die Streckenlänge beim nächsten Mal reduzieren. Wer sich zu sehr verausgabt, riskiert zudem Verletzungen – und verliert schnell die Lust am Laufen. Untrainierte können mit lockerem Joggen beginnen und Gehpausen einlegen, die nach und nach verkürzt werden. Zwischen den Trainingseinheiten tut ein Tag Pause gut, damit sich die Muskeln regenerieren und Gelenke an die Belastung gewöhnen können. Und natürlich viel trinken, am besten schon vor dem Sport.

Nach etwa einem Monat kann bereits eine Verbesserung der Fitness bemerkbar sein. Vorausgesetzt, Sie laufen mindestens zweimal pro Woche 30 bis 45 Minuten. Wichtig ist, dass man Routine entwickelt und auch dann weitermacht, wenn sich der innere Schweinehund mal zu Wort meldet. Gute Motivationshilfen: Das Training als festen Termin in den Kalender eintragen, sich mit anderen verabreden oder einen Saunabesuch als Belohnung nach dem Sport einplanen.

Trotz Heuschnupfen joggen oder walken

Viele Pollen-Allergiker bangen im Frühling um ihre Sporteinheit im Freien. Denn der Aufenthalt in Wald oder Park kann Allergieschübe auslösen. Mit ein paar kleinen Regeln können Sie aber auch in der Heuschnupfensaison ohne größere Einschränkung Sport treiben: Nehmen Sie vor dem Laufen oder Walken ein Antihistaminikum ein. Wechseln Sie nach dem Laufen direkt die Kleidung und duschen Sie sich gründlich Haut und Haare. Wenn diese Vorkehrungen jedoch versagen und es trotzdem zu Reizhusten, Schnupfen, geschwollenen Augen oder Atemnot kommt, sollten Sie auf die Sporteinheit vorerst verzichten und ggf. einen Arzt aufsuchen.

Textnachweis

  • Autor: Barmer Internetredaktion
  • Qualitätssicherung: Klaus Möhlendick, Diplom-Sportwissenschaftler

Quellen



 

Webcode dieser Seite: a001817 Autor: Barmer Erstellt am: 13.04.2017 Letzte Aktualisierung am: 20.04.2017
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