Eine Frau Lacht

Hilfe bei Mundgeruch

Betroffene selbst können ihn meist gar nicht wahrnehmen: Doch jeder Vierte hat Mundgeruch. Trotz unterschiedlicher Ursachen hilft in den meisten Fällen eine gute Mundhygiene. Wir verraten Ihnen, was Sie gegen einen schlechten Atem tun können.

Wie entsteht Mundgeruch?

Die Ursachen für Mundgeruch sind zu 95 Prozent direkt im Mund- oder Rachenraum zu finden. Denn hier leben über 300 verschiedene Arten von Bakterien. Wenn sie Nahrungsreste zersetzen oder abgestorbene Schleimhautzellen beseitigen, entstehen dabei Schwefelverbindungen. Normalerweise ist dieser Geruch kaum wahrnehmbar. Haben die Bakterien jedoch ein Überangebot an Nahrung, vermehren sie sich explosionsartig: Unangenehme Schwefelgerüche entstehen – vor allem beim Abbau von Eiweiß. Daher begünstigen eiweißreiche Speisen wie Milchprodukte oder Fisch einen schlechten Atem. Auch entzündetes Zahnfleisch (Parodontitis) oder eine Pilzinfektion können Mundgeruch verursachen. Und natürlich führen Rauchen, Alkohol oder der Verzehr von Zwiebeln und Knoblauch kurzzeitig zu einem unangenehmen Geruch.

Mundgeruch am Morgen

Ebenfalls für schlechten Atem verantwortlich ist eine trockene Mundschleimhaut. So entsteht der weit verbreitete morgendliche Mundgeruch meist durch eine zu geringe Speichelproduktion während der Nacht – zum Beispiel durch Schnarchen oder beim Schlafen mit offenem Mund. Nur selten wird Mundgeruch vom Magen oder durch Krankheiten hervorgerufen. Diabetes kann beispielsweise zu einem Geruch nach Obst führen. Angeblich sollen Betroffene ihren Mundgeruch selbst prüfen können, wenn sie in die Hand atmen oder mit einem Löffel über die Zunge streichen. Das stimmt nicht. Wenn Sie bei sich Mundgeruch vermuten, sollten Sie jemand Vertrautes danach fragen – und können dies bei einem Zahnarzt oder Mundhygieniker auch überprüfen lassen.

Was hilft bei Mundgeruch?

Um zu viele Bakterien und ihre unangenehmen Schwefelgerüche im Mund zu vermeiden, ist eine gute Mundhygiene nötig. Hierfür sollten die Zähne mindestens zweimal täglich geputzt werden, am besten morgens und abends. Auch Zahnseide und Zahnzwischenraumbürsten bieten neben der gründlichen Reinigung einen zusätzlichen Effekt gegen Mundgeruch, da sich Bakterien besonders in den Zahnzwischenräumen ansiedeln. Gegen festsitzende Zahnbeläge hilft zudem eine professionelle Zahnreinigung. Besonders wichtig: Die tägliche Reinigung der Zungenoberfläche mit speziellen Zungenbürsten oder einer dafür reservierten Zahnbürste. Denn in den Furchen der Zunge bilden sich leicht Beläge, die Bakterien einen idealen Lebensraum bieten. Immerhin sind rund zwei Drittel aller Fälle von Mundgeruch auf Zungenbelag zurückzuführen. Wenn dies alles langfristig nicht gegen den schlechten Atem hilft, empfiehlt sich ein Besuch beim Arzt und Zahnarzt, um Erkrankungen auszuschließen.


 

Webcode dieser Seite: a001494 Autor: Barmer Erstellt am: 14.11.2016 Letzte Aktualisierung am: 28.12.2016
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