Gesunde Gartenarbeit

Blutdruck senken, Stress abbauen und Schmerzen lindern: Gartenarbeit macht nicht nur Spaß, sondern wirkt äußerst positiv auf die Gesundheit. Bei Depression oder Burn-Out wird der Garten sogar als Therapie eingesetzt.

Frau  im Garten

Blumen pflanzen, Unkraut zupfen, Beete harken: Wer einen Garten besitzt, hat viel Arbeit – kann aber auch viel für seine Gesundheit tun. Denn Gartenarbeit wirkt sich optimal auf Körper, Geist und Seele aus. Hobbygärtner profitieren hierbei von einem wohltuenden Mix aus frischer Luft, Licht, den Umgang mit Pflanzen und körperlicher Betätigung. Damit wird Gartenarbeit zu einer natürlichen Medizin.

Der Garten als Naturarznei

  • Gartenarbeit stabilisiert das Herz-Kreislauf-System: Der Puls wird ruhiger, die Herzfrequenz gleichmäßiger, der Blutdruck sinkt.
  • Der gesamte Stoffwechsel wird angekurbelt. Der Körper produziert Hormone, die sogar Schmerzen lindern können. Zudem werden Schmerzen beim Gärtnern weniger wahrgenommen.
  • Der Cholesterinspiegel sinkt.
  • Die geistige Aufmerksamkeit nimmt zu: Das Gehirn funktioniert effizienter, Störungen werden ausgeschaltet, die Konzentrationsfähigkeit steigt.
  • Stress wird abgebaut, da erhöhte Werte des Stresshormons Kortisol durch Gartenarbeit nachweislich sinken. Die allgemeine Stimmung steigt und Muskelverspannungen lösen sich.
  • Frische Luft verbessert die Atmung, das Atemvolumen erhöht sich. Dadurch kommen viele Regenerationsprozesse des Organismus in Schwung.
  • Gartenarbeit hält wie Sport fit und bietet eine gute Gelegenheit, die wöchentliche Gesamtaktivität zu steigern.

Gartenarbeit macht glücklich

Die Beschäftigung in und mit der Natur hat einen großen Einfluss auf unser Wohlbefinden. Stresspegel sinken und Glückgefühle steigen durch das kreative Werkeln im Grünen. Durch Licht und Bewegung blüht auch der Mensch beim Gärtnern auf. Daher wirkt Gartenarbeit besonders positiv bei emotionellen Belastungen, Depressionen und Ängsten – sowohl vorbeugend als auch therapierend. Die Gartentherapie wird daher verstärkt in psychiatrischen Einrichtungen, bei Kindern mit Entwicklungsverzögerungen, bei Suchterkrankungen oder in Seniorenheimen eingesetzt.

Kräuter auf dem Balkon

Es muss nicht immer der eigene Garten oder Schrebergarten sein. Gärtnern geht auch auf Terrasse und Balkon. In manchen Städten gibt es sogar kleine Stadtgärten, die von allen Anwohnern genutzt und mitgestaltet werden können. Solche grünen Inseln tragen wesentlich zur Lebensqualität und Gesundheit bei. Selbstgezogene Kräuter und Gemüsepflanzen liegen auch bei Jüngeren voll im Trend.

Gesundheit schützen bei der Gartenarbeit

Um als Hobbygärtner nicht nur Blumen, Kräuter und Gemüse zu ernten, sondern auch Gesundheit und Wohlbefinden, sollten Sie auf einiges achten.

  • Denken Sie an Ihren Rücken. Tragen Sie schwere Gegenstände wie Pflanzkübel besser nicht allein. Und arbeiten Sie nicht zu lange in gebückter Haltung. Besser sind ergonomische Gartengeräte. Harken und Hacken mit einem langen Stil ermöglichen aufrechtes Gärtnern.
  • Schonen Sie Ihre Kniegelenke und verwenden Sie bei der Gartenarbeit am Boden spezielle Kniepolster.
  • Schützen Sie Ihre Hände mit Gartenhandschuhen, um Verletzungen und Infektionen vorzubeugen.
  • Sorgen Sie – besonders im Frühling und Sommer – immer für ausreichenden Sonnenschutz. Verwenden Sie gegebenenfalls Sonnencreme und tragen Sie einen Hut, wenn Sie längere Zeit im Garten oder auf dem Balkon sind. Informationen über die Intensität der UV-Strahlung gibt es unter www.uv-index.de.

Textnachweis

  • Autor: Barmer Internetredaktion
  • Qualitätssicherung: Dr. med. Utta Petzold, Ärztin

Quellen

Webcode dieser Seite: a001816 Autor: Barmer Erstellt am: 13.04.2017 Letzte Aktualisierung am: 06.03.2018
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