Beipackzettel von Medikamenten

Zusammensetzung, Anwendungsgebiet, Gegenanzeigen und Co. – der Beipackzettel von Arzneimitteln ist umfangreich und für Laien in der Regel schwer zu verstehen. Die wichtigsten Oberbegriffe erklären wir hier.

Arzneimittel-Beipackzettel

Das erste deutsche Arzneimittelgesetz trat im Jahr 1961 in Kraft und sah zunächst nur eine Registrierung des Medikaments vor. Erst nach der Contergan-Katastrophe und aufgrund neuer EU-Richtlinien entstand das seit 1978 und bis heute gültige Arzneimittelgesetz. Die Packungsbeilage mit Angaben zu Zusammensetzung, Dosierung, Anwendung, Wirkung und Nebenwirkungen ist seitdem Pflicht – und hinterlässt den Laien nicht selten ratlos.

Arzneimittel – die Zusammensetzung

In der Zusammensetzung eines Arzneimittels geht es um die für die Wirksamkeit verantwortlichen Inhaltsstoffe, aber auch um die "sonstigen Bestandteile" (Hilfsstoffe). Diese Angaben sind bei Unverträglichkeiten wichtig.

Darreichungsform eines Arzneimittels

Arzneimittel gibt es in unterschiedlichen Formen wie z. B. Tabletten, Dragees, Saft, Tropfen oder Zäpfchen. Auch wenn die Wirkung gleich ist, hängt die Darreichungsform oftmals mit der Verträglichkeit zusammen. Ihr Arzt oder Apotheker berät Sie in diesem Zusammenhang.

Anwendungsgebiet und Dosierung von Arzneimitteln

Unter den Angaben zum Anwendungsgebiet werden die Krankheiten aufgezählt, die das Arzneimittel therapieren kann. Bitte beachten Sie, dass manchmal nicht alle Krankheiten aufgezählt werden. Daher ist das Gespräch mit Ihrem Arzt oder Apotheker in diesem Zusammenhang ebenso wichtig wie bei der Dosierung des Arzneimittels.

Arzneimittel mit Gegenanzeigen, Warnhinweisen und Wechselwirkungen

Wenn ein Arzneimittel bei bestimmten Krankheiten bzw. Lebensumständen oder zusammen mit bestimmten Lebensmitteln nicht eingenommen werden darf, finden Sie die Informationen an dieser Stelle im Beipackzettel – wie etwa, wenn Sie schwanger sind oder stillen. Ein wichtiger Warnhinweis ist zum Beispiel, dass das Arzneimittel die Verkehrstüchtigkeit beeinflusst. Verträgt sich ein Medikament nicht mit einem anderen oder könnte die Wirkung aufgehoben oder verstärkt werden, bezeichnet man dies als Wechselwirkung.

Im Beipackzettel angezeigt: die Nebenwirkung vom Medikament

Die Nebenwirkungen sind Wirkungen des Arzneimittels, die nicht erwünscht sind, aber auftreten können. Hier sind alle bisher beobachteten Nebenwirkungen gelistet, die von sehr häufig bis sehr selten festgestellt wurden.

Barmer Teledoktor: Fragen an das Ärzteteam

Haben Sie Fragen zum Arzneimittel, zum Beipackzettel oder zu den Wirkungen? Unsere medizinischen Fachteams mit Fach- und Allgemeinärzten beantworten schnell und kompetent Ihre Gesundheitsfragen – entweder telefonisch, per E-Mail und auf Wunsch gerne per Post. Den Barmer Teledoktor erreichen Sie rund um die Uhr.

Qualitätssicherung:

  • Nadja Dörr, Apothekerin bei der Barmer

Quelle:

Weiterführende Informationen:

Webcode dieser Seite: a001011 Autor: Barmer Erstellt am: 16.12.2015 Letzte Aktualisierung am: 07.12.2016
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