Älteres Paar beim Walking im Wald

Altersflecken

Fast jeder bekommt im Laufe der Jahre bräunliche Pigmentstörungen an Händen, Gesicht und Dekolleté – also an den Stellen, die bei Aktivitäten im Freien oft ungeschützt der Sonne ausgesetzt sind. Diese Altersflecken, die bei Frauen übrigens häufiger als bei Männern auftreten, sind völlig harmlos. Jede dritte Frau über 40 Jahren empfindet sie optisch jedoch als störend. Wie kann man Altersflecken also vorbeugen oder sie entfernen?

Eigentlich könnte man Altersflecken auch als "Lichtschaden-Flecken" bezeichnen. Denn die Haut sammelt die Sonnenbelastungen des UV-Lichts über viele Jahre, so dass sie sich oft erst nach Jahrzehnten zeigen. Altersflecken sind zwar ungefährlich, aber ein Anzeichen für ein anderes Gesundheitsrisiko: Viel und oft genossene Sonne führt nicht nur zu mehr Altersflecken, sondern auch zu einem erhöhten Hautkrebsrisiko. Da es eine Hautkrebs-Art gibt, die deutliche Ähnlichkeiten mit den Pigmentflecken aufweist, ist ein regelmäßiger Hautcheck beim Arzt empfehlenswert.

Sonne lässt die Haut altern

Die Hautzellen erneuern sich in der Regel alle vier bis sechs Wochen. Mit dem Alter lässt die Zell-Reparatur jedoch nach und die Haut kann alte Zellen nicht mehr so schnell ersetzen. Dadurch regeneriert sich die Haut weniger gut, Wunden verheilen langsamer. Hinzu kommt, dass die Haut insgesamt dünner wird und trockener, da die Talgdrüsen nicht mehr so leistungsfähig sind. Eine übermäßige Sonneneinstrahlung kann diese natürlichen Veränderungen stark beschleunigen. Zudem produziert die Haut bei jedem Sonnenkontakt das Farbpigment Melanin, das die Zellen vor dem schädlichem UV-Licht der Sonne schützen soll. Daher entstehen Altersflecken auch meist an Körperstellen, die besonders häufig der Sonne ausgesetzt sind und nicht immer durch Sonnencreme geschützt werden, wie beispielsweise Gesicht oder Hände. 

Altersflecken vorbeugen

Altersflecken lassen sich nur durch einen konsequenten Sonnenschutz vermeiden. Bei hoher UV-Intensität oder längerem Aufenthalt in der Sonne sollte man sich daher stets mit Sonnencreme schützen – selbst wenn die Haut schon an die Sonne gewöhnt ist und kein Sonnenbrand mehr droht. Denn werden zu viele Farbpigmente in der Haut eingelagert, können diese vom Körper nicht mehr abgebaut werden und bleiben irgendwann als Flecken zurück. Treten die Altersflecken vermehrt auf, empfinden Betroffenen sie optisch häufig als störend, besonders im Gesicht.

Natürliche Mittel gegen Altersflecken

Haut, Haare und Nägel profitieren ganz erheblich von einer gesunden Ernährung. Jede Form von Mangel- oder Fehlernährung belastet die Haut, seien es einseitige Essgewohnheiten, extreme Diäten oder eine gestörte Verdauung. Denn die Haut ist auf die Zufuhr von Vitaminen, Mineralstoffen, Eiweiß und Fett angewiesen. Ein ausgewogener Speiseplan kann Schäden der Haut sogar vorbeugen. Besonders Vitamine gelten als die wichtigsten Nährstoffe für eine gesunde Haut:

  • Vitamin E verbessert die Hautfeuchtigkeit, schützt vor Altersflecken und Falten, verringert die Bildung von Narben, beschleunigt die Wundheilung und stärkt das Bindegewebe. Es ist in Getreide, Pflanzenölen, Eiern, Nüssen und Fisch enthalten.
  • Vitamin A belebt die Haut und bewahrt die Schleimhäute vor Schäden. Es fördert das Wachstum und die Erneuerung der Oberhaut und zögert Alterungsprozesse hinaus. Es kommt in Milchprodukten, Karotten, Spinat, Eigelb, Leber und Fisch vor.
  • Beta-Carotin (Vorstufe von Vitamin A) verbessert die Sonnenverträglichkeit und dient als Zellschutz. Es ist in alle gelb-roten bzw. grünen Gemüsesorten und Früchte enthalten, wie Möhren, Broccoli, Paprika und Aprikosen.
  • Lycopin hat eine ähnliche Wirkung. Der sekundäre Pflanzenstoff findet sich in Tomaten, Wassermelonen und Aprikosen. 

Entfernung von Altersflecken

Es gibt verschiedene Methoden, Altersflecken entfernen zu lassen. Welche im Einzelfall zum Einsatz kommt, hängt auch von der Tiefe der Pigmentierung ab. Diese kann der Hautarzt mithilfe von speziellem Schwarzlicht bestimmen. Es bietet sich jedoch auch ein einfacher Kneiftest an: Je weniger die Pigmentierung beim Zusammenkneifen noch zu sehen ist, desto tiefer liegt sie. Bei den meisten Verfahren kommt es zwangsläufig erst einmal zu einer starken Reizung der Haut, es können zudem helle Stellen oder Narben zurückbleiben. Daher ist zu empfehlen, sich vor einer Behandlung immer gut über mögliche Risiken und Nebenwirkungen beraten zu lassen.

Bleichcremes

Zur Entfernung oberflächlicher Pigmentflecken kann man kosmetische Aufheller verwenden. Diese Cremes bewirken ein Ausbleichen der Haut und können das Pigmentwachstum hemmen. Wichtig ist, dass nur die pigmentierte Hautstelle mit der Bleichcreme behandelt wird, um ein Aufhellen der Haut ringsherum zu vermeiden.

Lasertherapie

Ebenfalls geeignet ist die medizinische Lasertherapie. Die Strahlen zertrümmern die Farbpigmente in kleine Bruchstücke, die dann von Fresszellen abtransportiert werden.

Kältebehandlung (Kryotherapie)

Bei der Kältebehandlung (Kryotherapie) vereist der Arzt die Hautoberfläche mit flüssigem Stickstoff, so dass die oberen Hautzellen absterben und sich innerhalb einiger Wochen ohne Altersflecken erneuern.

Dermabrasion

Bei einer Dermabrasion werden mit feinen Fräsen die oberen Hautschichten abgeschliffen. Dadurch werden auch in der Haut liegende Pigmentablagerungen mit entfernt. In der anschließenden Abheilungsphase erneuert sich die Haut ohne Pigmentflecken.

Fruchtsäure-Peelings

Auch Fruchtsäure-Peelings können die obersten Hautschichten abschälen, so dass sich die Haut neu bildet – idealerweise ohne die Altersflecken. Liegt die Pigmentierung jedoch nicht oberflächlich, sondern tiefer in der Haut, ist eine höhere Fruchtsäure-Konzentration nötig.

Wichtig zu wissen: Die BARMER kann die Kosten für die Entfernung von Altersflecken nicht übernehmen. Alle Therapien, die aus rein ästhetischen Gründen erfolgen, sind keine Leistung der Gesetzlichen Krankenversicherung.

Textnachweis

  • Autor: Internetredaktion der BARMER
  • Qualitätssicherung: Dr. Utta Petzold, Ärztin

Literatur

Webcode dieser Seite: a002793 Autor: Barmer Erstellt am: 17.09.2018 Letzte Aktualisierung am: 17.09.2018
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