Stottertherapie

Stottern ist vor allem bei Kindern eine verbreitete Störung. Im Kindesalter kommt das Stottern mit einer Häufigkeit von bis zu 5 Prozent vor, im Erwachsenenalter liegt die Quote bei einem Prozent. Es gibt im Kindesalter eine hohe Spontanremission – also eine Besserung des Stotterns ohne spezifische Behandlung – gleichzeitig sind auch die Heilungschancen durch eine Therapie im Kindesalter am höchsten. Die Barmer bietet gemeinsam mit dem Institut der Kasseler Stottertherapie eine Therapie für stotternde Kinder an.

Je früher Stottern erkannt und effektiv therapiert wird, umso größer sind die Chancen, die Redeflussstörungen zu beheben. Das Therapieprojekt "FranKa" richtet sich an stotternde Kinder zwischen sechs und neun Jahren. Diese sollen in einem sechstägigen Intensivkurs flüssiges Sprechen so erlernen, dass sie es anschließend beibehalten. Parallel wird ein Elternteil als Co-Therapeut ausgebildet.

Viel ist über Ursachen geforscht und diskutiert worden. Aktuelle Bilder aus dem Kernspintomographen belegen, dass Stotterer beim Sprechen andere Hirnregionen aktivieren als normal Sprechende, sagt Dr. med. Alexander Wolff von Gudenberg, Leiter des Instituts der Kasseler Stottertherapie und selbst Betroffener. Forschungen am Universitätsklinikum Frankfurt haben aber auch gezeigt, dass durch sprechmotorisches Training die beim Stottern nachgewiesenen Störungen in der linken Hirnhälfte kompensiert werden können.

Ihre Barmer-Vorteile für die Stottertherapie

  • Kindgerechtes Therapieangebot: Bei der Stottertherapie handelt es sich um ein auf die Altersgruppe abgestimmtes Konzept unter intensiver Einbeziehung der Eltern.
  • Unsere Leistung: Die Barmer übernimmt die Therapiekosten beim Vorliegen der Voraussetzungen.

Unsere Leistung Stottertherapie in Anspruch nehmen

  • Anmeldung zur Stottertherapie: Familien, die ihr Kind am FranKa-Projekt im Institut der Kasseler Stottertherapie teilnehmen lassen möchten, wenden sich bitte zunächst direkt per E-Mail an: info@kasseler-stottertherapie.de.
  • Technische Voraussetzung: Es können ausschließlich Patienten und Patientinnen behandelt werden, die zuhause über einen Computer verfügen, der die Voraussetzungen für den Betrieb der Software erfüllt.
  • Diagnostische Voraussetzung: Da zunächst die Therapieeignung geprüft wird, ist beim Erstkontakt keine ärztliche Verordnung für die Teilnahme an der Stottertherapie erforderlich.
Webcode dieser Seite: a000097 Autor: Barmer Erstellt am: 27.03.2014 Letzte Aktualisierung am: 07.12.2016
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