Barmer Arzneimittel-Rabattverträge

Für zahlreiche Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen gelten Rabattverträge. Wenn infolgedessen die Versicherten der Barmer in den Apotheken nicht das gewohnte Medikament ausgehändigt bekommen, dann wird es sicher eine Reihe von Fragen geben. Die häufigsten greifen wir an dieser Stelle auf.

Was ist ein Arzneimittel-Rabattvertrag?

Die Barmer verfolgt das Ziel, Ihnen eine hochwertige Arzneimittelversorgung zu bezahlbaren Preisen zu bieten. Hierfür nutzen wir seit vielen Jahren die Möglichkeit, Verträge mit Arzneimittelherstellern zu schließen. Die Vereinbarungen laufen normalerweise zwei Jahre. Bei der Auswahl der Partner legen wir neben dem Preis besonderen Wert auf eine gute Verträglichkeit und einfache Handhabung Ihrer Produkte.

Vorteile

Ihre Barmer nutzt alle Möglichkeiten, die besten Konditionen für die Arzneimittelversorgung der Versicherten der Barmer zu erzielen. Für uns steht stets Ihre qualitativ hochwertige Versorgung an erster Stelle. Die Pharmahersteller wiederum profitieren von den Arzneimittel-Rabattverträgen, da sie mehr Planungssicherheit erhalten und der Umsatz zumindest teilweise gesichert ist. Im Gegenzug können sie den Krankenkassen Preisnachlässe gewähren. Doch am meisten profitieren Sie: Durch günstigere Arzneimittelpreise steht mehr Geld an anderer Stelle – zum Beispiel bei der sonstigen medizinischen Versorgung – zur Verfügung.

Nutzen für den Patienten

  • Sie profitieren von einer guten Arzneimittelversorgung, denn die Arzneimittel erfüllen alle gesetzlichen Qualitätsstandards.
  • Bei den sogenannten Exklusivverträgen mit einem einzigen Pharmahersteller erhalten Sie Ihr Arzneimittel über die gesamte Vertragslaufzeit (bis zu 24 Monate) immer vom selben Pharmahersteller.
  • Beim sogenannten Mehrpartnermodell hat die Barmer bis zu drei Pharmahersteller als Vertragspartner und Sie können unter den zur Auswahl stehenden Vertrags-Arzneimitteln frei wählen.
  • Die Einsparungen aus den Rabattverträgen tragen dazu bei, die Gesundheitskosten zu stabilisieren und die medizinische Versorgung auf hohem Standard zu halten.

Zusätzliche Informationen zu Arzneimittel-Rabattverträge:

Mittlerweile schließen alle Krankenkassen Arzneimittel-Rabattverträge. Jede Krankenkasse schließt dabei eigene Verträge mit unterschiedlichen Arzneimittelherstellern. So variieren die Vereinbarungen und auch die Vertragspartner von Krankenkasse zu Krankenkasse. Ihre Gesundheit ist für uns das Wichtigste, deshalb hat die Qualität der Arzneimittel mindestens den gleichen Stellenwert wie die Wirtschaftlichkeit.

Die Barmer legt einen hohen Wert auf qualitativ hochwertige Arzneimittelversorgung. Wichtig ist auch, dass durch die Art der Verträge eine kontinuierliche Arzneimittelversorgung und Verfügbarkeit in der Apotheke gewährleistet ist. Daneben spielt natürlich der Preis eine wichtige Rolle. Viele Arzneimittel sind sogar von der Zuzahlung befreit, so dass für den Versicherten keine weiteren Kosten anfallen.

Weitere Informationen für Sie zum Umgang mit Generika

Kundenfrage an Barmer: Ich möchte kein Billigprodukt aus dem Ausland bekommen. Wie ist sichergestellt, dass ich nur Präparate erhalte, die auch in Deutschland hergestellt wurden?

Aufgrund der Globalisierung werden heute Medikamente vielfach nicht mehr komplett in Deutschland hergestellt und durchlaufen weltweit verschiedene Produktionsschritte. Einige (Lohn-)Hersteller produzieren dabei häufig Arzneimittel mit dem gleichen Wirkstoff für verschiedene pharmazeutische Unternehmen und verschiedene Länder. Wichtig für Sie ist, dass für die Produktion immer mindestens unsere hohen deutschen bzw. europäischen Qualitätsstandards gelten und diese auch streng kontrolliert werden.

Kundenfrage an Barmer: Wieso bestimmt die Krankenkasse, welches Arzneimittel in der Apotheke an die Versicherten abgegeben wird? Gibt es eine Möglichkeit, dass ich auch weiterhin mein gewohntes Arzneimittel bekomme?

Ihr Arzt entscheidet im Rahmen seiner Therapiehoheit, ob Sie das verordnete Arzneimittel von einem bestimmten Hersteller erhalten. Durch Weglassen des Aut-idem-Kreuzes auf dem Rezept macht Ihr Arzt deutlich, dass es für Ihre Therapie nicht relevant ist von welchem Hersteller Sie das Arzneimittel erhalten. In der Regel erhalten Sie dann in der Apotheke das Vertrags-Arzneimittel. Dies gilt auch, wenn Ihr Arzt nur den Wirkstoff, die Wirkstärke und die Packungsgröße verschrieben hat. Sprechen im Einzelfall medizinische Gründe dafür, dass Sie das Arzneimittel von einem bestimmten Hersteller erhalten müssen, kann Ihr Arzt dies durch Setzen des Aut-idem-Kreuzes auf dem Rezept kenntlich machen.

Liegen bei Ihnen keine besonderen medizinischen Gründe vor und Sie möchten dennoch Ihr Arzneimittel stets vom selben Hersteller erhalten, können Sie auch Ihr Wunscharzneimittel erhalten. Dies bedeutet für Sie, dass Sie zunächst das Arzneimittel in der Apotheke (voll) selbst bezahlen und dann eine Kopie des Rezeptes und Ihre Quittung zur Erstattung einreichen. Ein Teil der Kosten wird Ihnen erstattet. Pauschalen für gesetzliche Zuzahlungen, entgangene Rabatte aus Rabattverträgen und Verwaltungskosten werden dabei abgezogen. Diese Erstattung ist meistens, abhängig vom Arzneimittel, mit hohen Eigenanteilen verbunden.

Grundsätzliche Voraussetzungen für die Abgabe eines Arzneimittels von einem anderen Hersteller sind, dass beide Arzneimittel den gleichen Wirkstoff in gleicher Wirkstärke enthalten. Des Weiteren müssen (Norm-) Packungsgröße und Darreichungsform vergleichbar sein und mindestens ein Anwendungsgebiet muss übereinstimmen.

Kundenfrage an Barmer: Der Arzt fordert eine schriftliche Bestätigung der Krankenkasse, dass die Kosten für ein von ihm verordnetes Arzneimittel, für das kein Vertrag besteht, übernommen werden.

Ihr Arzt entscheidet im Rahmen seiner Therapiehoheit - unter Beachtung des Wirtschaftlichkeitsgebotes - welches Arzneimittel für Sie aus medizinischer Sicht das geeignete ist. Die Verordnung von Arzneimitteln liegt allein in der Verantwortung des Arztes. Die Genehmigung von Arzneimittelverordnungen durch die Krankenkassen, ist nach dem Bundesmantelvertrag Ärzte (BMV-Ä) unzulässig. Sofern bei Ihnen tatsächlich medizinisch begründete Besonderheiten vorliegen, kann Ihr Arzt ein Arzneimittel eines bestimmten Herstellers verordnen und den Austausch durch Ankreuzen des Aut-idem-Kästchens auf dem Rezept untersagen. Die Krankenkasse hat hierbei kein Mitspracherecht.

Webcode dieser Seite: a000124 Autor: Barmer Erstellt am: 27.02.2014 Letzte Aktualisierung am: 29.03.2017
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