Lebensrezepte-Studie

Wir haben untersucht, welche Lebensrezepte es gibt.

Was bedeutet heute eigentlich „gesund leben“, und wie ticken die Deutschen, wenn es um das Thema Gesundheit geht?

Für die große BARMER „Lebensrezepte“-Studie wurden 1.000 Personen im gesamten Bundesgebiet befragt, was sie für ihre Gesundheit tun. Die Antworten waren vielfältig und erstaunlich – denn neben Sport, gesunder Ernährung, ausreichend Schlaf, Meditation oder Wellness hat jeder Mensch sein ganz eigenes, individuelles Gesundheitsrezept.

Manchmal sogar, ohne dass es ihm richtig bewusst ist.

Wir lieben unsere Gesundheit – aber denken ungern darüber nach.

Manchmal machen wir uns für unsere Gesundheit verrückt, dabei sollten wir stolz auf das sein, was wir schon tun!

Hauptsache gesund, sagt man so schön. Doch nicht jeder verbindet mit dem Thema Gesundheit etwas Positives, nur 22 Prozent der Menschen beschäftigen sich wirklich gerne damit.

Woran das liegt? Wir haben heute so unglaublich viele Möglichkeiten, etwas für unsere Gesundheit zu tun, dass wir schnell ein schlechtes Gewissen bekommen, wenn wir uns mal „ungesund“ verhalten. Wir setzen uns selbst unter Druck, aber vor allem lasten auf mehr als einem Drittel der Menschen die äußeren Erwartungen: Ständig soll man gesundheitsbewusst leben, sich möglichst viel bewegen, ausreichend schlafen, gesund essen – wie soll man das bitte alles im Alltag schaffen?

Egal was man tut, es scheint nie genug zu sein und man ist früher oder später gefrustet. Dabei ist es höchste Zeit, stolz darauf zu sein, was man schon alles für seine Gesundheit macht!

Viele Wege führen zur eigenen Gesundheit, nicht alle gehen wir bewusst.

Bereits kleinste Tätigkeiten können einen positiven Einfluss auf unser Wohlbefinden haben.

Jeder von uns tut ganz bewusst etwas für seine Gesundheit: Sport machen, Kochen mit frischen Zutaten, zu Vorsorgeuntersuchungen gehen oder sich einfach mit einem guten Buch aufs Sofa kuscheln. Gleichzeitig hat jeder von uns eine ganze Menge an unbewussten Strategien und Methoden auf Lager, um seine Gesundheit im Gleichgewicht zu halten.

Manchmal sind es gerade die kleinen, unspektakulären Dinge oder Angewohnheiten, die Großes bewirken: Die Mini-Auszeiten, die wir uns zwischendrin gönnen, wie der kurze Blick aufs Facebook-Profil oder ein kleiner Spaziergang. Dinge, die wir einfach tun, weil sie uns guttun.

Mehr als die Hälfte der Befragten würde darauf nie verzichten – ganz egal, wie voll ihr Tag ist. Und ohne dass wir es merken, sammeln wir damit kräftig Punkte auf unserem „Gesundheitskonto“.

Eine Runde Bügeln kann auch Sorgenfalten glätten.

Scheinbar banale Alltagstätigkeiten haben oft einen größeren positiven Einfluss auf unsere Gesundheit, als wir denken.

Bügeln, Staub wischen, Rasenmähen – scheinbar banale Alltagstätigkeiten haben oft einen größeren positiven Einfluss auf unsere Gesundheit, als wir denken. 44 Prozent der Deutschen sehen in Putzen und Co. nicht unbedingt einen lästigen Zwang, sondern finden monotone Hausarbeiten sogar richtig erholsam. Sie werden zur kleinen Auszeit, um den Akku wieder aufzuladen.

Tatsächlich entspannt es manchmal mehr, einfach so in der Wohnung vor sich hinzuputzen oder zu räumen, als bloß die Beine hochzulegen. Wer am Wochenende seinen Garten umgräbt, jätet gleichzeitig auch sein emotionales Unkraut; wer seinen Parkettboden poliert, fühlt sich danach meist ebenso glänzend.

Viele von uns bemerken irgendwann diesen therapeutischen Effekt. Weil wir etwas gerne machen und es uns ein gutes Gefühl gibt. So werden Wocheneinkauf, Bügeln oder Renovieren zu ganz bewusst eingesetzten Gesundheits-Boostern.

Zu gesund kann sogar krank machen.

Wer allen Gesundheitstipps und Trends folgen will, fördert damit nicht unbedingt das Gesundsein.

Viele von uns versuchen, möglichst gesund zu leben. In den allermeisten Fällen funktioniert das auch sehr gut. Aber wer allen Gesundheitstipps und Health-Trends folgen will, der hechelt bald nur noch hohen Idealen hinterher, die kein Mensch erfüllen kann und die eines garantiert nicht fördern: das Gesundsein.

Gerade junge, aktive Menschen zwischen 18 und 45 fühlen sich dadurch einem deutlich höheren Alltagsstress ausgesetzt als die Älteren. Die eigentlich guten Vorsätze, seiner Gesundheit etwas Gutes tun zu wollen und Stress abzubauen, arten dann früher oder später in noch mehr Stress aus. „Entspann dich, aber dalli!“ funktioniert eben nicht.

Also lieber mal eine Runde Durchatmen und Runterkommen. Denn manchmal ist weniger tatsächlich mehr. 

Auch, wer bewusst gar nichts macht, macht manchmal alles richtig.

Gesundheit kommt nicht von Verzicht und Disziplin alleine.

Gestern das große Stück Sahnetorte statt den Obstsalat verspeist und anschließend lieber mit Freunden getroffen als zum Yoga zu gehen? Keine Sorge, das ist völlig okay! Denn Gesundheit kommt nicht von Verzicht und Disziplin alleine. Im Gegenteil – manchmal ist es einfach das Beste, auf sein Innerstes zu hören und genau das zu tun, worauf man gerade Lust hat.

Erst wenn wir auch mal loslassen und genussvoll „eintauchen“ können, tanken wir körperlich und seelisch wieder richtig auf. Zwei Drittel der Menschen können das am besten, wenn sie Musik hören, Freunde treffen oder einen guten Film schauen. Und ja, sich ab und zu ein dickes Stück Sahnetorte oder den extra großen Eisbecher zu gönnen ist genauso wichtig, wenn man gesund bleiben will.

Bei der Gesundheit gilt: Fun statt Fanatismus.

Alles was man gerne macht, tut Körper und Seele gut und hält gesund.

„Statt Fitnessstudio, mache ich lieber schöne Sachen wie Stand-up-Paddeln.“ So denken mittlerweile 61 Prozent der 18- bis 35-Jährigen in Deutschland. Sie schippern lieber genüsslich über das Wasser, als auf dem Laufband zu schwitzen oder machen eher eine Fahrradtour mit der Familie, als sich im Spinning-Raum abzurackern. Hauptsache es macht Spaß!

Recht haben sie, denn alles was man gerne macht, tut Körper und Seele gut. Und das hält gesund. Je älter man wird, umso weniger Druck macht man sich übrigens selbst. Mit steigendem Alter sinkt das schlechte Gewissen, wenn man sich mal nicht so ganz gesundheitskonform verhält. Gut zu wissen, dass man gelassener im Umgang mit den Konventionen wird – und werden darf – und auch mal ganz cool genau das machen kann, was einfach nur Spaß macht. 

Was dem einen gut tut, muss für den anderen nicht richtig sein.

Jeder Mensch hat seine ganz eigene Strategie und sein ganz persönliches Lebensrezept.

Jeder Mensch weiß intuitiv selbst am besten, was gut für ihn ist. Wir alle verfolgen unsere ganz eigene Strategie, haben unser ganz persönliches Lebensrezept. Denn jeder von uns kann sich bis zu einem gewissen Grad selbst behandeln.

58 Prozent der Menschen tut Sport besonders gut, sie fühlen sich einfach besser, wenn sie sich bewegen. Für 56 Prozent steht der sinnliche Genuss an erster Stelle: Sie verwöhnen sich mit einem guten Essen aus hochwertigen Zutaten oder einem duftenden Schaumbad.

Andere meditieren, um runterzukommen oder verbringen viel Zeit mit Familie und Hobbies. Die Möglichkeiten sind unzählig und von Mensch zu Mensch verschieden. Das eine Generalrezept, mit dem alle Menschen glücklich werden, gibt es nicht. Jeder hat seinen ganz eigenen, unnachahmlichen Weg, sich und seiner Gesundheit etwas Gutes zu tun.

Webcode dieser Seite: k000120
Nach oben