Petra Gansert-Dahms
Petra Gansert-Dahms, Mitarbeiterin Fallsteuerung Miteinander zum Ziel

„Mein Team ist geprägt von Jung und Alt, gegenseitigem Respekt und Wertschätzung.“

Interview mit Petra Gansert-Dahms

Petra Gansert-Dahms hat die Barmer in 36 Berufsjahren als verlässlichen Arbeitgeber erlebt, der ihr Stabilität bietet. Sie berät Versicherte, die wegen Krankheit Hilfe und finanzielle Unterstützung benötigen. Die ausgebildete Sozialarbeiterin kümmert sich jeden Tag um unterschiedliche Menschen und individuelle Schicksale. Wenn Menschen erfahren, dass ihr Leben durch eine Erkrankung auf den Kopf gestellt wird, erlebt sie das häufig hautnah mit und kann ihnen zur Seite stehen.

Sie haben gern mit Menschen zu tun. Was ist Ihr Job bei der Barmer?

Petra Gansert-Dahm: Aktuell bin ich im Krankengeld-Zentrum in Berlin beschäftigt. Hier kümmere ich mich um Versicherte, die krankgeschrieben sind, um sie auf dem Weg zurück in die Arbeit zu unterstützen. Das finde ich sehr spannend. Meine Aufgabe ist es, initiativ unsere Versicherten anzurufen. Das heißt, wenn wir eine Krankmeldung bekommen, muss ich im telefonischen Kontakt klären, wie ist die aktuelle berufliche Situation und wie steht es mit der Gesundheit? Gibt es etwas, womit wir den Genesungsprozess unterstützen können und so weiter.

Immer ein offenes Ohr haben. Kommt das im Alltag nicht zu kurz?

Petra Gansert-DahmDas Spannende ist, dass ich Tag für Tag mit unterschiedlichen Menschen zu tun habe und sehen kann, wie sie sich mit unserer Hilfe und Unterstützung entwickeln können. Ich bin oft verblüfft, wie dankbar und auskunftsbereit unsere Kundinnen und Kunden sind. Im Krankheitsfall erlebe ich, sind alle Menschen gleich. Viele durchlaufen erst mal eine Phase der Orientierungslosigkeit und fragen sich, warum hat mich diese Erkrankung jetzt getroffen? Menschen in schwierigen Lebenssituationen zur Seite zu stehen, ist einfach zu 100 Prozent das, was ich mir beruflich vorgestellt habe.

Wird das auch im Job von Ihnen erwartet, offen für Veränderung zu sein?

Petra Gansert-DahmIch habe kein Problem, mich auf neue Dinge einzustellen. Ich bin sehr neugierig und vielseitig interessiert und weiß zum Beispiel am Montag noch nicht, was ich am Mittwoch mache. Klar muss man erst mal einen kurzen Moment innehalten, neu ausrichten und neu sortieren. Was ist jetzt gefragt? Im Ergebnis finde ich es aber spannend, sich einfach mal auf neue Bereiche einzulassen.

Macht es einen Unterschied, wie lange man schon im Unternehmen ist?

Petra Gansert-DahmHeute, mit 61, merke ich ja natürlich, dass meine technischen Fähigkeiten ausbaufähig sind. Ich bin meinen jungen Kolleginnen und Kollegen aber dankbar, die mir jeden Tag helfen. Jemand, der älter ist, bringt dafür viel Erfahrung, auch Lebenserfahrung mit. Es ist ein fruchtbares Miteinander und sehr schön finde ich, dass wir uns zu speziellen Fallkonstellationen auch kollegial treffen und gemeinsam austauschen. Wir haben dieselbe Sichtweise und suchen dann einfach die beste Lösung. Das erlebe ich Tag für Tag als sehr angenehm und wirklich gegenseitig bereichernd.

Technisches Verständnis mitzubringen, wird aber immer wichtiger?

Petra Gansert-Dahm: Anträge und Prozesse zu digitalisieren und zum Wohl der Versicherten zu verschlanken, finde ich prima. So können zum Beispiel unnötige Untersuchungen vermieden werden. Damit geht ja häufig auch eine gewisse Aufregung der Versicherten einher. Für mich ist aber der Inhalt meiner Arbeit sehr wichtig, das ist ein großer Teil meiner Persönlichkeit und ich bin einfach froh, dass ich diese spannende Tätigkeit jeden Tag ausüben darf.

Interview mit Petra Gansert

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