Aktion Mütze - Kopfschmerzprävention

"Aktion Mütze – Kindheit ohne Kopfzerbrechen" ist ein bundesweites Projekt zur Kopfschmerzprävention an Schulen.


Kopfschmerzen stellen eine zunehmende gesundheitliche Belastung für Kinder und Jugendliche dar. Durch gesundheitsbezogene Aufklärung und eine gesundheitsförderliche Gestaltung des Alltags sollten Kopfschmerzen bei Heranwachsenden vermieden werden.

Kopfschmerzen zählen zu den häufigsten Schmerzsymptomen bei Kindern und Jugendlichen. Der Kopfschmerzprävention kommt daher eine besondere Bedeutung zu. Das Projekt zielt darauf, den Alltag von Kindern so zu gestalten, dass Kopfschmerzen möglichst wenig auftreten oder ganz vermieden werden. Schulen, Eltern und Kinder werden für das Thema sensibilisiert und die individuellen Gesundheitskompetenzen zur Prävention von Kopfschmerzen werden gefördert.

Das Projekt richtet sich an:

  • Schülerinnen und Schüler der 7. Jahrgangsstufe
  • Schulleitungen, Lehrkräfte und Eltern

In einer Unterrichtseinheit von drei Doppelstunden wird den Schülerinnen und Schülern der 7. Jahrgangsstufe vermittelt, was Kopfschmerzen auslösen kann, wie man Kopfschmerzen vorbeugen kann und welches Verhalten bei akuten Kopfschmerzen am Besten ist. Dazu gehört auch die gemeinsame Suche nach Lösungen sowie die Sensibilisierung für die Risiken eines unreflektierten Medikamentengebrauchs.

Die Kinder füllen einen Fragebogen aus, der ihnen dabei hilft, eigene Beschwerden genauer einzuschätzen und so gezielt dagegen vorzugehen.

Um die Umsetzung des Gelernten im Alltag zu erleichtern und den Alltag so zu gestalten, dass Kopfschmerzen die Ausnahme bleiben, erhalten Lehrkräfte und Eltern vielfältige Anregungen, wie Sie die Kinder unterstützen können.

Interessierte Schulen können für die Klassen der 7. Jahrgangsstufe geeignetes Unterrichtsmaterial kostenfrei anfordern.

Das Unterrichtsmaterial kann von Lehrkräften aller Fachrichtungen selbstständig im Unterricht umgesetzt werden. Regionale Workshops für Lehrkräfte sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren werden auf Anfrage angeboten.

Die Nachhaltigkeit von "Aktion Mütze – Kindheit ohne Kopfzerbrechen" wird wissenschaftlich untersucht. Klassen der 7. Jahrgangsstufe können an der Befragung teilnehmen. Erhoben wird z.B., ob und wie häufig Kopfschmerzen auftreten, welche Medikamente eingenommen werden und welche Faktoren das Auftreten von Kopfschmerz beeinflussen könnten.

"Aktion Mütze – Kindheit ohne Kopfzerbrechen" ist ein Projekt der ZIES GmbH (Zentrum für Forschung und Diagnostik bei Implantaten, Entzündungen und Schmerzen).

Die wissenschaftliche Verantwortung für die begleitende Untersuchung liegt bei Professor Dr. med. Hartmut Göbel (Schmerzklinik Kiel und Christian-Albrechts-Universität Kiel).

Die Barmer fördert das Projekt gemeinsam mit weiteren Krankenkassen.

  • Zentrum für Forschung und Diagnostik bei Implantaten, Entzündungen und Schmerzen (ZIES) gemeinnützige Gesellschaft mbH
  • Ansprechpartnerin: Karin Frisch
  • Telefon 069-175542270
  • E-Mail: info@zies-frankfurt.de
  • Aktion Mütze – Kindheit ohne Kopfzerbrechen

Textnachweis

  • Autor: Internetredaktion Barmer
  • Endredaktion und Qualitätssicherung: Sabine Barkowsky, Barmer Prävention

Literatur

  • Hartmut Göbel (2014): Erfolgreich gegen Kopfschmerzen und Migräne. Ursachen beseitigen, gezielt vorbeugen, Strategien zur Selbsthilfe. Springer Verlag, Heidelberg, Berlin, New York.
  • P. Anttila, L. Metsähonkala, M. Sillanpää (2006): Long-term trends in the incidence of headache in Finnish schoolchildren; in: Pediatrics 2006;117: S. 1197-1201.
  • U. Ellert, H. Neuhauser, A. Roth-Isigkeit (2007): Schmerzen bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland: Prävalenz und Inanspruchnahme medizinischer Leistungen. Ergebnisse des Kinder- und Jugendgesundheitssurveys (KiGGS); in: Bundesgesundheitsblatt – Gesundheitsforschung – Gesundheitsschutz 2007;50: S. 711–717.
  • K. Fendrich, M. Vennemann et al. (2007): Headache Prevalence Among Adolescents − The German DMKG Headache Study; in: Cephalalgia 2007;27: S. 347–354.
  • J. Gaßmann (2009): Kopfschmerzen bei Kindern und Jugendlichen: Verlauf und Risikofaktoren (Dissertation; Kopfschmerzstudie KiJuKo: letzter Abruf 1.7.2015).
  • W. Stewart, R. Lipton et al. (2001): Development and testing of the Migraine Disability Assessment (MIDAS) Questionnaire to assess headache-related disability; in: Neurology 2001;56: S. 20–28.

Weiterführende Informationen

 

Webcode dieser Seite: g100178 Autor: Barmer Erstellt am: 21.07.2015 Letzte Aktualisierung am: 29.06.2017
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