Prävention erklärt

Prävention richtet sich insgesamt an alle Menschen in der Lebenswelt, egal ob Gesund oder Betroffen und unabhängig davon, wo sie versichert sind.


Was ist Prävention?

Prävention (vor allem primäre Prävention) bezeichnet zielgerichtete Maßnahmen, um Krankheiten oder gesundheitliche Probleme zu vermeiden, die Gefahr der Erkrankung, wie Volkskrankheiten, zu verringern oder ihr Auftreten zu verzögern. Sie richtet sich insgesamt an alle Menschen, unabhängig von dem Gesundheitszustand und der Versicherungszugehörigkeit.

Prävention ist der allgemeine Oberbegriff für alle Interventionen, die zur Vermeidung oder Verringerung des Auftretens, der Ausbreitung und der negativen Auswirkungen von Krankheiten oder Gesundheitsstörungen beitragen. 

Dieser Wettbewerb bezieht sich auf die primäre Prävention und umfasst die Verhütung von Krankheit durch:

  • Beseitigung eines oder mehrerer Faktoren
  • Verhinderung bzw. Verminderung verhaltensbedingter Risikofaktoren
  • Veränderung von Umweltfaktoren



Verhaltens- und Verhältnisprävention

Menschliches Handeln und ihre Lebensbedingungen hängen eng zusammen und beeinflussen einander. Gesundheit entsteht durch persönliches Verhalten und eine die Gesundheit fördernde Lebenswelt. Um nach dem Präventionsgesetz förderungswürdig zu sein, muss eine Maßnahme sowohl am individuellen Verhalten als auch an den Lebensverhältnissen ansetzen.

Die Verhaltensprävention bezieht sich unmittelbar auf das Handeln einzelner Menschen und deren individuelles Gesundheitsverhalten. Hierunter fallen beispielsweise Maßnahmen, die die eigene Gesundheitskompetenz stärken. Das Ziel dabei ist, Risikofaktoren durch Fehl- oder Mangelernährung, Bewegungsmangel, Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum zu reduzieren. Die Verhältnisprävention berücksichtigt unter anderem die Lebens- und Arbeitsverhältnisse. Dazu zählen beispielsweise in der Schule die Faktoren, die die Gesundheit beeinflussen können, so etwa das Sensibilisieren von Lehrern und Erziehern für gesunde Ernährung, die Integration von Gesundheitsthemen in die Unterrichtsgestaltung oder die Taktung der Unterrichtsstunden, um Raum für Bewegung zu ermöglichen.


Lebenswelten und Partizipation

Erfolgreiche Prävention muss Menschen da erreichen, wo sie leben und sich aufhalten. Lebenswelten sind nach dem Gesetzgeber für die Gesundheit bedeutsame, abgrenzbare soziale Systeme. Jede Präventionsidee muss klar definieren, in welcher Lebenswelt (Schule, Hochschule, Kommune, Sport & Freizeit, Pflege usw.) sie umgesetzt werden soll. Die jeweiligen Zielgruppen und Stakeholder schon in der Entwicklung der Programme miteinzubeziehen, ist Grundlage für die Akzeptanz gesundheitsfördernder Angebote. Gerne können Sie uns schon in der Bewerbung konkrete Partner benennen!


Präventionsförderung der Barmer

Als Barmer sind wir aktiver Präventionspartner von qualifizierten und nachhaltigen Ideen und Projekten. Beispielsweise mit unserem Programm "Ich kann kochen", bei dem wir gemeinsam mit der Sarah Wiener Stiftung Erzieherinnen und Pädagogen praxisorientiert zu gesunder Ernährung schulen. Da Prävention ein gesamtgesellschaftlicher Auftrag ist, kommen die Maßnahmen mit aktiver Einbeziehung der spezifischen Lebenswelt allen Zielgruppen zu Gute. Unser Leitsatz "Gesundheit weiter gedacht" heißt für uns in diesem Fall, die gesundheitsförderlichen Potenziale der digitalen Welt zu nutzen und neue Wege der Prävention und Gesundheitsförderung zu gehen.


Zusätzliche Informationen: Leitfaden Prävention des GKV-Spitzenverbandes

Webcode dieser Seite: g100716 Autor: Barmer Erstellt am: 14.11.2017 Letzte Aktualisierung am: 14.11.2017
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