Digitale Vision der Barmer

Die Digitalisierung verändert das Gesundheitswesen, und zwar zum Guten. Die Barmer möchte aus dem Guten noch Besseres machen - Mit einer durchdachten und vielseitigen Digitalstrategie.

Stillstand ist Rückschritt. Das gilt heutzutage mehr denn je. Denn die Digitalisierung hat in alle Lebenswelten Einzug erhalten. Sie verändert unseren Alltag rasend schnell und somit auch die Ansprüche und Bedürfnisse der Menschen. Daher folgen wir bei der Barmer einer digitalen Vision mit konkreten Maßnahmen. Denn wir begreifen uns als Antreiber des digitalen Fortschritts. "Wir stellen uns den digitalen Herausforderungen und entwickeln Lösungen, die schon heute greifen und auch übermorgen noch effektiv sind." So beschreibt Dr. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der Barmer, die digitale Vision.

Das beweisen wir auch mit unserem Projekt "Aufbruch", mit dem wir uns als Unternehmen grundlegend und zukunftsfähig neu organisiert haben. Wir haben kräftig in unsere Online-Services investiert, so dass sich viele Anliegen und Anträge schnell und jederzeit online erledigen lassen. Zudem haben wir unsere Services auf vielen Kanälen erweitert und ausgebaut. Mit einer zentralen Servicenummer, die rund um die Uhr und ohne Warteschleife erreichbar ist, können wir Anfragen schneller und individueller bearbeiten. Zudem bieten wir sowohl Videotelefonie, als auch einen persönlichen Chat für Beratungsgespräche ohne Anreise und Wartezeit und das optimiert für alle mobilen Geräte, ob Smartphone oder Tablet. Versicherte können bei uns flexibel und individuell entscheiden, ob sie sich telefonisch oder online beraten lassen wollen. Und natürlich gibt es auch weiterhin die Möglichkeit, persönlich und vor Ort, eine unserer Geschäftsstellen zu besuchen.

Gesundheit weiter gedacht

Unsere Leitidee "Gesundheit weiter gedacht" bedeutet kontinuierliches Weiterdenken, Neudenken und Vorausschauen. Es trägt Pioniergeist und Innovationskraft in sich. So wollen wir nicht nur den deutschen Gesundheitsmarkt der Zukunft führen, sondern vor allem den Menschen die bestmögliche Gesundheitsversorgung bieten. Deshalb setzen wir uns frühzeitig und kritisch mit neuen Entwicklungen auseinander und verfolgen nur diejenigen, die technologisch, medizinisch und wirtschaftlich Sinn machen. Wir glauben, dass Qualität vor allem durch Kollaboration und Austausch mit Experten entsteht. Deshalb verstehen wir uns als ein großes Gesundheitsnetzwerk, das Orientierung bietet, Gesundheitswissen zugänglich macht, mit neuen Sichtweisen überrascht und die Versicherten dabei sowohl entlastet, als auch befähigt. Dazu setzen wir neue Impulse im Markt und fördern die Wissensbildung. Als Vernetzer der Akteure im Gesundheitswesen, z.B. Krankenhäuser, Pharma-Unternehmen sowie Ärztinnen und Ärzte, tragen wir zur Steigerung der Effektivität und der Effizienz zum Vorteil der Versicherten und der Patienten bei.

Die Digitalisierung hat längst begonnen

Im Rahmen der Digitalstrategie ist es unser Ziel, gesellschaftliche Entwicklungen zu erkennen, aufzugreifen und praxisnahe Maßnahmen abzuleiten. Konkret bedeutet das: Wir wollen die Zukunft des Gesundheitswesens mitgestalten. Bereits jetzt bieten wir zahlreiche digitale Services. In unserer Online-Geschäftsstelle können Versicherte viele Dinge zeit- und ortsunabhängig beantragen und erledigen. Daran gekoppelt ist die Barmer Service-App, die einen mobilen Zugang zu den Services der Online-Geschäftsstelle bietet und es den Versicherten beispielsweise ermöglicht, ihre Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung einfach und bequem online an die Barmer zu schicken. Die FIT2GO-App motiviert unsere Versicherten zu mehr Bewegung im Alltag und die Arztnavi-App erleichtert ihnen die Suche nach dem für sie passenden niedergelassenen Mediziner. Nicht zu vergessen: der Gesundheitscampus. Das interaktive Angebot zeigt viele neue Wege auf, gesund zu leben. Es werden unter anderem Kurse zur Rückengesundheit, für eine gesunde Ernährung und zur Stressbewältigung angeboten. All das ist jedoch erst ein digitaler Anfang.

Gesundheitsversorgung der Zukunft

Unser nächstes Etappenziel ist die Digitalisierung weiterer Prozesse und Services, vor allem in den Bereichen Prävention und Versorgung. Zu diesem Zweck entwickeln wir künftig verstärkt digitale Leistungen und Kommunikationsmittel für die bestmögliche Gesundheitsversorgung der Zukunft: Ein digitales Gesundheitsökosystem, mit einfachen, schnellen und jederzeit verfügbaren Online-Services. Versicherte erhalten damit eine Plattform, in der alle Aspekte der digitalen Gesundheit gebündelt sind und als Service zur Verfügung stehen. Sie agieren wie in einem Versichertencockpit und können selbstständig steuern, welche Angebote und Services sie in Anspruch nehmen wollen. Darin enthalten sind erstklassige Präventions- und Gesundheitsangebote, ganz gleich in welcher Lebenssituation sich die Versicherten befinden und wie alt sie sind. Für diese unterschiedlichen Zielgruppen, können laufend neue digitale Produkte, Leistungen und Services mit hoher Relevanz entwickelt werden.

Innovationen im richtigen Maß für alle

Wir setzen Innovationen mit viel Verantwortungsgefühl und Empathie für all unsere Mitglieder um und achten dabei sowohl auf einen konkreten Nutzen, als auch auf die Wirtschaftlichkeit. Dahinter steht nicht das Prinzip, Innovationen möglichst schnell und pauschal für alle zu entwickeln. Innovationskraft zu beweisen bedeutet, nur ausgereifte und massentaugliche Neuerungen anzubieten und eben nicht jeden Trend sofort mitzugehen. Wir überlegen und prüfen genau, was unsere Versicherten wirklich weiter bringt.

Wir begleiten und fördern zum Beispiel die Entwicklung medizintechnischer Innovationen, sowohl im eigenen Unternehmen, als auch auf dem gesamten Gesundheitsmarkt. "Dabei ist es uns wichtig, dass mehr als nur Fitness-Apps entstehen. Es gilt, die digitale Vision in digitale Innovationen umzuwandeln, die die Patientenversorgung sichern und nachhaltig optimieren, insbesondere chronisch Kranker oder älterer Patienten.", sagt Dr. Christoph Straub. Diese Innovationen müssen sich an der Lebenswirklichkeit der Patienten orientieren und praxisnah sein. Das Vorhaben setzen wir um, indem wir neue Entwicklungen auf dem Gesundheitsmarkt frühzeitig mit unserer Expertise begleiten.

Neuerungen, Angebote und Methoden zum Thema digitale Vision, wollen wir unseren Versicherten schnell und unbürokratisch zugänglich machen, damit sie frühzeitig vom jeweiligen medizinischen Fortschritt profitieren können. Daher gründen wir derzeit die Organisationseinheit BARMER-I, die sich intensiv mit digitalen Innovationen auseinandersetzt. Zudem kooperieren wir künftig verstärkt mit Forschungsnetzwerken und evaluieren medizin-technische Innovationen in einem frühen Stadium. Ebenso unterstützen wir den Aufbau einer bundesweiten Telematik-Infrastruktur. So werden wir zum Beispiel dabei helfen, dass IT-Systeme, Arztpraxen, Krankenhäuser und -kassen besser miteinander vernetzt sind.

Nachhaltig und praxisnah

Digitale Anwendungen auf unterschiedlichen Devices haben das Gesundheitswesen längst verändert, etwa durch "Mobile Health" und "Quantified Self". Technische Produkte übernehmen Körperfunktionen und implantierte Chips überwachen den Gesundheitszustand. Die Gesundheit ist digitaler geworden. Viele Menschen sind mittlerweile der Überzeugung: Je mehr man über seinen Körper weiß, desto besser. Wir begreifen das als Chance, um unseren Versicherten eine noch bessere, effizientere und digitalere medizinische Versorgung zu bieten.

Wichtig ist, das nachhaltige Lösungen entwickelt, nützliche Services etabliert und der Datenschutz gewahrt werden. Weiterhin gilt es, die richtigen Lösungen zu entwickeln, die Versicherten wertvolle Krankheits- und Behandlungsinformationen liefern und die Behandlung dokumentieren. Entscheidend ist dabei, eine schnelle, kompetente und unkomplizierte Beratung über sämtliche digitale Kanäle. Zum Beispiel, um eine gute Orientierung bei der Auswahl von digitalen Medizin-Angeboten zu garantieren. Wir werden auch künftig neue, sichere und erfolgreiche medizinische Methoden, Verfahren und Technologien in die Regelversorgung aufnehmen.

Webcode dieser Seite: g100261 Autor: BarmerErstellt am: 21.08.2019 Letzte Aktualisierung am: 21.08.2019
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