Werdende Eltern sitzen auch einer Couch
Checkliste für
die Schwangerschaft

1. Schwangerschaftsdrittel (1. bis 12. SSW)

Berufstätige Frauen sind hiervon nicht betroffen, aber wenn Sie Arbeitslosengeld 1 (Hartz IV) oder Grundsicherung beziehen, haben Sie ab der 13. Schwangerschaftswoche (SSW) bis zum Geburtstermin Anspruch auf einen Mehrbedarf. Dieser Mehrbedarf beträgt 17% der maßgeblichen Regelleistung. Dafür müssen Sie nur Ihrem Jobcenter Bescheid geben. Das kann persönlich, am Telefon oder schriftlich erfolgen. Einen formellen Antrag gibt es dafür nicht. Wir haben Ihnen ein schriftliches Muster bereitgestellt. Das Entscheidende ist, eine Bescheinigung über den voraussichtlichen Geburtstermin einzureichen.

Geschätzter Aufwand: gering

Das ist zu tun:

  • Bescheinigung über voraussichtlichen Geburtstermin ans JobCenter schicken
  • Formlosen Antrag ausfüllen und ans JobCenter schicken

Das brauchen Sie dafür:

  • Bescheinigung über voraussichtlichen Geburtstermin (diese stellt die Hebamme oder der Frauenarzt/ die Frauenärztin aus)

Mit dem Familien-Plus-Paket gehen Sie auf Nummer Sicher, während der Schwangerschaft und in der Zeit danach bestens abgesichert und informiert zu sein. Neben  zusätzlichen Leistungen für Familien rund um die Schwangerschaft profitieren Sie von weiteren Services wie z. B. dem Familientelefon. Mit den Elterninfos informieren wir Sie nach der Geburt über wichtige Entwicklungsschritte Ihres Kindes und erinnern an die U-Untersuchungen.

Geschätzter Aufwand: gering

Das ist zu tun: 

Das brauchen Sie dafür:

  •  Barmer-Krankenversichertenkarte

Im Rahmen der zusätzlichen Leistungen für Familien stellen wir Ihnen 200 Euro je Schwangerschaft zur Verfügung. Das Budget kann individuell für mehrere Leistungen, die nicht bereits Bestandteil der vertraglichen Hebammenhilfe oder der Mutterschafts-Richtlinien sind, eingesetzt werden. Bisher mussten diese Leistungen privat bezahlt werden. Dazu zählen unter anderem die Hebammenrufbereitschaft, Screening auf B-Streptokokken und Toxoplasmose, sowie osteopathische Leistungen für Neugeborene (bis zur Vollendung des 1. Lebensjahres mit ärztlicher Verordnung) und vieles mehr.

Geschätzter Aufwand: gering/mittel

Das ist zu tun: 

  • Originalrechnungen und ggf. notwendige Verordnung (in Kopie) bis spätestens zum 31.03. des Folgejahres bei Ihrer persönlichen Geschäftsstelle einreichen.
  • Bei osteopathischen Leistungen darf die schriftliche ärztliche Verordnung (in Kopie) nicht später als drei Monate nach dem Ausstellungsdatum der jeweiligen Rechnung eingereicht werden.

Das brauchen Sie dafür:

  • Originalrechnung der in Anspruch genommenen Zusatzleistung
  • Kopie der ärztlichen Verordnung bei osteopathischen Leistungen sowie apothekenpflichtigen Medikamenten

In der Schwangerschaft und in der Zeit nach der Geburt haben Sie Anspruch auf die Unterstützung durch eine Hebamme. Diese muss selbstständig organisiert werden. Fangen Sie am besten schon frühzeitig an, Ihre Hebamme zu suchen. Nicht alle der bundesweit ca. 18.000 freiberuflich tätigen Hebammen sind in Online-Suchmaschinen oder regionalen Verzeichnissen gelistet. Nehmen Sie dazu am besten direkten Kontakt mit Ihrer Barmer auf. Wir haben eine vollständige Übersicht und nennen Ihnen Ihre Ansprechpartnerinnen vor Ort.
Die Hebammenkosten, die vertraglich vereinbart sind, werden von der Krankenkasse bezahlt. Kosten für außervertragliche Leistungen können nicht übernommen werden. Auch hierzu berät Ihre Barmer Sie gerne.

Geschätzter Aufwand: hoch

Das ist zu tun: 

  • Bevorzugtes Leistungsprofil der Hebamme heraussuchen
  • Über die Barmer Namen, Adressen und Telefonnummern von Hebammen in Ihrer Nähe herausfinden
  • Hebammen nach Verfügbarkeit anfragen
  • Termin für Erstgespräch machen

Das brauchen Sie dafür:

  • Barmer-Krankenversichertenkarte
 

2. Schwangerschaftsdrittel (13. bis 24. SSW)

Unser telefonisches Beratungsangebot richtet sich an werdende Mütter und berücksichtigt dabei deren ganz persönlichen Informationsbedarf genauso wie ihre aktuelle Schwangerschaftswoche. Mit dem Programm "Ich werde Mama" kann jede Schwangere ihren eigenen Fragenkatalog zusammenstellen und Schwerpunktthemen, wie richtige Ernährung, Umgang mit Stress, Rückenbeschwerden und Geburtsmöglichkeiten, auswählen.
Weitere Informationen finden Sie in unserem Beratungsangebot oder kontaktieren Sie unsere kompetenten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Montag bis Donnerstag zwischen 08:00 und 18:30 und am Freitag von 08:00 bis 16:00 unter 0800 333 004 327-331 (kostenfrei aus allen Fest- und Mobilfunknetzen)

Geschätzter Aufwand: gering-mittel

Das ist zu tun: 

  • Teilnahme- und Einverständniserklärung  ausdrucken, aufmerksam lesen, unterschreiben und an unseren qualifizierten externen Dienstleister almeda senden.

Das brauchen Sie dafür:

  • Zur Nutzung des Beratungsangebots sollten Sie telefonisch erreichbar sein.

Der Arbeitgeber muss von Ihrer Schwangerschaft wissen, um den Mutterschutz einhalten zu können. Am besten informieren Sie Ihren Arbeitgeber so früh wie möglich. Denn neben der Mitteilung an das zuständige Aufsichtsamt muss der Arbeitgeber gegenüber Schwangeren auch bestimmte Rahmenbedingungen wie die tägliche Höchstarbeitszeit von 8,56 Stunden einhalten. Außerdem genießen Sie Kündigungsschutz vom Zeitpunkt der Mitteilung über die Schwangerschaft bis 4 Wochen nach der Geburt.

Geschätzter Aufwand: gering

Das ist zu tun: 

  • Arbeitgeber in Kenntnis setzen
  • Wenn vorhanden: Bescheinigung über voraussichtlichen Geburtstermin beim Arbeitgeber einreichen

Das brauchen Sie dafür:

  • Bescheinigung über voraussichtlichen Geburtstermin. Diese stellt die Hebamme oder der Frauenarzt/ die Frauenärztin aus.

An dieser Stelle macht es Sinn, über eine Familienzusammenführung nachzudenken. Das bedeutet eigentlich nur, dass beide Elternteile beispielsweise Barmer-versichert werden. Barmer-versicherte Familien profitieren doppelt. So kann beispielsweise der kommende Geburtsvorbereitungskurs nämlich auch für den Partner von der Barmer gezahlt werden. Nach der Geburt können Sie dann auch Ihre jeweils 10 Kinderkrankengeldtage problemlos und schnell untereinander übertragen.

Geschätzter Aufwand: gering

Das ist zu tun:

Das brauchen Sie dafür:

  • Aufnahmeantrag der Krankenkasse, z.B. der Barmer

Schwangere haben Anspruch auf einen Geburtsvorbereitungskurs. Dieser startet ca. in der 24. SSW, sollte aber wegen Wartezeiten früher gebucht werden. Der Kurs muss selbständig organisiert werden. Die Kosten werden von der Krankenkasse übernommen. Bei der Suche nach einem Geburtsvorbereitungskurs in Ihrer Nähe hilft Ihnen Ihre Barmer gerne weiter.

Sind beide Elternteile bei der Barmer versichert, kann der Geburtsvorbereitungskurs auch für den Partner gezahlt werden.

Geschätzter Aufwand: mittel

Das ist zu tun:

  • Geburtsvorbereitungskurse im Umfeld heraussuchen - Ihre Barmer nennt Ihnen gerne Adressen in Ihrem Umfeld
  • Mit dem Partner absprechen, ob Sie gemeinsam teilnehmen
  • Prüfen, ob der ausgewählte Kurs von Ihrer Krankenkasse übernommen wird
  • Anbieter von Geburtsvorbereitungskursen anrufen
  • Termine mit dem Partner koordinieren

Das brauchen Sie dafür:

  • Keine Unterlagen erforderlich

Eine Entbindung kann in der Klinik, im Geburtshaus oder Zuhause stattfinden. Wer sich für eine Klinik oder ein Geburtshaus entscheidet, sollte jetzt infrage kommende Geburtsorte aussuchen.

Viele Frauen schauen sich 2-3 Orte an, um ein Gefühl für die richtige Umgebung zu bekommen. Außerdem sind in vielen Bundesländern die Kliniken überlaufen, so dass nicht immer die erste Wahl garantiert werden kann. Da ist es hilfreich, wenn Sie mehr als eine Klinik gesehen haben.

Gerne unterstützen wir Sie bei der Auswahl des Krankenhauses. Das Barmer Krankenhausnavi bietet Ihnen die Möglichkeit zum gezielten Klinikvergleich. Dort finden Sie Ergebnisse zur fortlaufenden Patientenbefragung bei stationärer Entbindung, die Ihnen zusätzlich wertvolle Hinweise liefern können.

Geschätzter Aufwand: mittel/hoch

Das ist zu tun:

  • Bevorzugte Art der Entbindung auswählen
  • Klinik oder Geburtshaus im Umfeld heraussuchen
  • Termin für Besichtigung mit dem Partner koordinieren
  • Besichtigungstermine mit Klinik oder Geburtshaus ausmachen
  • Geburtsort auswählen
  • Anmeldung für Geburt (entsprechend der Regelung der ausgewählten Klinik)

Das brauchen Sie dafür:

  • Mutterpass (diesen stellt die Hebamme oder der Frauenarzt/ die Frauenärztin aus)
  • Barmer-Krankenversichertenkarte
 

3. Schwangerschaftsdrittel (25. SSW bis Entbindung)

Um das Elterngeld zu erhalten, muss es schriftlich beantragt werden. Da das Elterngeld zu den umfangreichsten ToDos zählt, ist es sinnvoll, sich schon jetzt damit zu befassen und die Anträge soweit es geht auszufüllen. Was den Antrag auf Elterngeld erfahrungsgemäß so aufwändig macht, ist der Planungs- und Abstimmungsaufwand mit dem Partner. Dabei ist es notwendig zu entscheiden, welche Elterngeld-Kombination für die Monate nach der Geburt am besten passt.

Geschätzter Aufwand: hoch

Das ist zu tun:

  • Unterschiedliche Formen des Elterngeldes (Elterngeld oder ElterngeldPlus - je nachdem, ob die Eltern nach der Geburt zuhause bleiben oder in Teilzeit arbeiten) prüfen
  • Mit dem Partner absprechen, welche Elterngeld-Kombination sinnvoll ist
  • Elterngeldantrag ausfüllen
  • Nötige Dokumente heraussuchen und gemeinsam mit dem Antrag schon einmal in einem Umschlag sammeln

Das brauchen Sie dafür:

  • Einen ausgefüllten Elterngeldantrag
  • Lohn- und Gehaltsbescheinigungen der letzten 12 Monate
  • Bescheinigung der Krankenkasse über die Zahlung des Mutterschaftsgeldes
  • Bescheinigung des Arbeitgebers über den Zuschuss zum Mutterschaftsgeld
  • Arbeitszeitbestätigung, wenn Sie im Bezugszeitraum planen zu arbeiten
  • Selbstständige geben eine Erklärung über die beabsichtigte Arbeitszeit ab
  • Geburtsurkunde für den Antrag auf Elterngeld (diese stellt das örtliche Standesamt nach der Geburt aus)

Wenn Sie berufstätig sind, zahlt die Barmer Ihnen Mutterschaftsgeld. Das steht Ihnen im Zeitraum von 6 Wochen vor bis 8 Wochen nach der Geburt zu. Das Mutterschaftsgeld kann jederzeit, jedoch frühestens 7 Wochen vor der Geburt beantragt werden.
Wenn Sie ALG 1 erhalten oder geringfügig beschäftigt sind und eine eigene Mitgliedschaft haben, haben Sie ebenfalls Anspruch auf Mutterschaftsgeld.
Sind Sie geringfügig beschäftigt und über eine andere Person familienversichert, erhalten Sie das Mutterschaftsgeld als Einmalbetrag vom Bundesversicherungsamt.
Um die Zahlung des Mutterschaftsgeld zu sichern, stellen Sie doch schon einmal den Antrag. Sie können gleichzeitig auch schon die Familienversicherung für das Kind bei Ihrer Krankenkasse anmelden. Dann haben Sie beides direkt erledigt und müssen nach der Geburt nur noch die Geburtsurkunde (s. 1. Woche nach der Geburt) einreichen.

Geschätzter Aufwand: mittel

Das ist zu tun:

  • Mutterschaftsgeld durch die Krankenkasse:
  1. Online-Mutterschaftsgeld-Antrag ausfüllen
  2. Bescheinigung über voraussichtlichen Geburtstermin einsenden oder im Online-Antrag hochladen
  • Mutterschaftsgeld durch das Bundesversicherungsamt:
  1. Online-Mutterschaftsgeld-Antrag ausfüllen
  2. Formular für Arbeitgeberbescheinigung vom Arbeitgeber ausfüllen lassen
  3. Ausgefüllte Arbeitgeberbescheinigung ans Bundesversicherungsamt schicken
  4. Bescheinigung über voraussichtlichen Geburtstermin ans Bundesversicherungsamt schicken

Das brauchen Sie dafür:

  • Mutterschaftsgeld durch die Krankenkasse:
  1. Mutterschaftsgeldantrag
  2. Bescheinigung über voraussichtlichen Geburtstermin (diese stellt die Hebamme oder der Frauenarzt/ die Frauenärztin aus).
  • Mutterschaftsgeld durch das Bundesversicherungsamt:
  1. Mutterschaftsgeldantrag für das Bundesversicherungsamt
  2. Formular für Arbeitgeberbescheinigung
  3. Bescheinigung über voraussichtlichen Geburtstermin (diese stellt die Hebamme oder der Frauenarzt/ die Frauenärztin aus).

Damit Ihr Kind auch krankenversichert ist, nehmen Sie es am besten mit in Ihre Familienversicherung. Um spätere Arbeit vorwegzunehmen, füllen Sie den Antrag am besten schon jetzt aus und senden ihn gemeinsam mit dem Antrag auf Mutterschaftsgeld an die Krankenkasse. Nach der Geburt benötigt die Krankenkasse dann noch die Geburtsurkunde. Da Sie diese nach der Geburt sowieso einreichen, um die Fortzahlung des Mutterschaftsgeldes zu sichern, können Sie beides gleich zusammen erledigen.

Geschätzter Aufwand: gering

Das ist zu tun:

Das brauchen Sie dafür:

  • Antrag für Familienversicherung
  • Bescheinigung über voraussichtlichen Geburtstermin (diese stellt die Hebamme oder der Frauenarzt/ die Frauenärztin aus).

Bei verheirateten Paaren erfolgt die Vaterschaftsanerkennung automatisch. Bei nicht verheirateten Paaren muss die Vaterschaftsanerkennung beurkundet werden. Findet das nicht statt, ist das Kind rechtlich "vaterlos". Erleidet die Mutter einen Schicksalsschlag, kann der Vater sich nicht um das Kind kümmern. Es ist also sinnvoll, die Vaterschaft schon vor der Geburt anerkennen zu lassen.

Wenn Sie die Vaterschaft im Jugendamt anerkennen lassen, können Sie vor Ort auch gleich das Sorgerecht erklären lassen. Mehr dazu finden Sie im folgenden Abschnitt unter "Sorgerecht erklären".

Geschätzter Aufwand: mittel

Das ist zu tun:

  • Termin für die Vaterschaftsanerkennung zusammen mit dem Partner beim Jugendamt, Standesamt oder Notar machen
  • Nachnamen des Kindes festlegen
  • Mit dem Partner zum Jugendamt, Standesamt oder Notar gehen

Das brauchen Sie dafür:

  • Personalausweis/ Reisepass des Vaters
  • Personalausweis/ Reisepass der Mutter
  • Geburtsurkunde des Vaters
  • Geburtsurkunde der Mutter
  • Bescheinigung über voraussichtlichen Geburtstermin (diesen stellt die Hebamme oder der Frauenarzt/ die Frauenärztin aus)

Wird bei unverheirateten Paaren keine Sorgerechtserklärung abgegeben, steht der Mutter das alleinige Sorgerecht zu. Dann ist es sinnvoll, das Sorgerecht des Vaters vor der Geburt beurkunden zu lassen. Außerdem kann man dies beim Jugendamt gleich zusammen mit der Vaterschaftsanerkennung erledigen. Auch wenn die Mutter nicht zustimmt, können Väter das gemeinsame Sorgerecht beim Familiengericht beantragen. Sofern das Wohl des Kindes nicht gefährdet ist, wird einem solchen Antrag regelmäßig stattgegeben.

Geschätzter Aufwand: mittel

Das ist zu tun:

  • Termin für Sorgerechtserklärung zusammen mit dem Partner beim Jugendamt, Standesamt oder Notar machen

Das brauchen Sie dafür:

  • Personalausweis/ Reisepass des Vaters
  • Personalausweis/ Reisepass der Mutter
  • Bescheinigung über voraussichtlichen Geburtstermin (diesen stellt die Hebamme oder der Frauenarzt/ die Frauenärztin aus)
  • Vaterschaftsanerkennung (die Urkunde stellt das Jugendamt, Standesamt oder ein Notar aus)

Innerhalb von 7 Tagen nach der Entbindung muss die Geburt beim Standesamt gemeldet werden.

Für die Meldung der Geburt werden einige Dokumente benötigt, die erfahrungsgemäß nicht immer zur Hand sind. Legen Sie daher am besten schon jetzt die Unterlagen bereit, die für die Geburtsanmeldung und das Ausstellen der Geburtsurkunde notwendig sind.

Die Klinik gibt eine Nachricht über die Geburt Ihres Kindes an das örtliche Standesamt. In manchen Fällen kommt ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin dann zur Anmeldung des Kindes direkt in die Klinik. Dafür nehmen Sie alle notwendigen Unterlagen bereits mit zur Geburt.

Geschätzter Aufwand: gering-mittel

Das ist zu tun:

  • Dokumente heraussuchen und ggf. neu beantragen
  • Vornamen des Kindes wählen (Halten Sie alternativ einen zweiten Vornamen bereit, der das Geschlecht eindeutig kennzeichnet.)
  • Nachnamen des Kindes festlegen (für unverheiratete Paare)
  • Alle Unterlagen in die Kliniktasche packen

Das brauchen Sie dafür (verheiratet):

  • Personalausweis/ Reisepass der Mutter und des Vaters
  • Heiratsurkunde (Für den Fall, dass Sie Ihre Heiratsurkunde nicht finden, rufen Sie beim Standesamt der Eheschließung an und beantragen eine.)

Das brauchen Sie dafür (unverheiratet):

  • Personalausweis/ Reisepass der Mutter
  • Ggf. Personalausweis/ Reisepass des Vaters
  • Geburtsurkunde der Mutter und des Vaters (Sollten weder Sie noch Ihre Eltern eine Geburtsurkunde zuhause haben, rufen Sie beim Standesamt Ihres Geburtsorts an und beantragen diese.)
  • Vaterschaftsanerkennung
  • Sorgerechtserklärung
 

Das Baby ist da

Innerhalb von 7 Tagen nach Entbindung muss die Geburt beim Standesamt gemeldet werden.
Wenn kein Mitarbeiter des örtlichen Standesamtes in die Klinik kommt, müssen die jungen Eltern dort persönlich hin. Für den Fall, dass  die junge Mutter dies aus gesundheitlichen Gründen im vorgegebenen Zeitraum noch nicht schafft, kann der Vater auch alleine tätig werden. Dann sollte er alle notwendigen Dokumente von beiden unterzeichnet mitnehmen und zur Sicherheit eine Vollmacht der Mutter für alle noch zu klärenden Formalitäten dabei haben.
Mit der Geburtsmeldung wird dann die Geburtsurkunde ausgestellt. Sie erhalten drei Geburtsurkunden gebührenfrei (für Kindergeld, Elterngeld und Krankenkasse). Alle weiteren Ausfertigungen gibt es gegen Gebühr. Dieses To-do gilt nur, wenn die Anmeldung der Geburt nicht schon im Krankenhaus erfolgt ist.

Geschätzter Aufwand: gering-mittel

Das ist zu tun:

  • Falls nicht in Klinik angemeldet: Termin beim Standesamt zur Geburtsanmeldung machen und mit dem Partner für die Anmeldung der Geburt zum Standesamt fahren oder eine Vollmacht der mitgeben

Das brauchen Sie dafür (verheiratet):

  • Personalausweis/ Reisepass der Mutter und des Vaters
  • Heiratsurkunde (Für den Fall, dass Sie Ihre Heiratsurkunde nicht finden, rufen Sie beim Standesamt Ihrer Eheschließung an und beantragen eine.)

Das brauchen Sie dafür (unverheiratet):

  • Personalausweis/ Reisepass der Mutter
  • Ggf. Personalausweis/ Reisepass des Vaters
  • Geburtsurkunde der Mutter und des Vaters (Sollten weder Sie noch Ihre Eltern eine Geburtsurkunde zuhause haben, rufen Sie beim Standesamt Ihres Geburtsorts an und beantragen diese.)
  • Vaterschaftsanerkennung
  • Sorgerechtserklärung

Falls nicht in der Klinik angemeldet (verheiratet sowie unverheiratet):

  • Geburtsbescheinigung des Kindes (Diese stellt das Krankenhaus direkt nach der Geburt aus.)

Um Ihr Kind mit in die Familienversicherung aufzunehmen, benötigt Ihre Krankenkasse den ausgefüllten Antrag und die Geburtsurkunde.
Dieses To-do fällt für Sie natürlich weg, wenn Sie den Antrag bereits vor der Geburt gemeinsam mit dem Mutterschaftsgeldantrag eingereicht und Sie bereits die Geburtsurkunde für die Fortzahlung des Mutterschaftsgeldes verschickt haben.

Geschätzter Aufwand: gering

Das ist zu tun:

Das brauchen Sie dafür:

  • Antrag auf Familienversicherung
  • Geburtsurkunde mit dem Vermerk "Krankenkasse"

Um die Zahlung des Mutterschaftsgeldes auch für die 8 Wochen nach der Geburt zu sichern, schicken Sie der Krankenkasse die Geburtsurkunde zu. Wenn Sie den Antrag für Familienversicherung bereits versendet haben, wird Ihr Kind damit auch automatisch versichert.

Geschätzter Aufwand: gering

Das ist zu tun:

Das brauchen Sie dafür:

  • Geburtsurkunde mit Vermerk "Krankenkasse"

Jede Mutter und jeder Vater hat Anspruch auf jeweils maximal 36 Monate Elternzeit innerhalb der ersten acht Jahre des Kindes und kann sich von der Arbeit entsprechend freistellen lassen. Das ist zwischen den Eltern zeitversetzt oder auch zeitgleich möglich. Jede Elternzeitphase muss jedes Elternteil spätestens sieben Wochen vor ihrem Beginn beim Arbeitgeber anmelden. Beide Elternteile dürfen während der Elternzeit bis zu 30 Wochenstunden erwerbstätig sein.

Geschätzter Aufwand: hoch
Das ist zu tun:

  • Überlegen Sie mit Ihrem Partner genau, wann und über welchen Zeitraum Sie und/oder Ihr Partner Elternzeit nehmen wollen.
  • Ist die Elternzeit direkt nach der Schutzfrist geplant, sollten Sie sie direkt nach der Geburt beantragen.

Das brauchen Sie dafür:

Das Elterngeld wird 12 Monate lang gezahlt. Um das Geld zu erhalten, musst es schriftlich beantragt werden. Achten Sie unbedingt darauf, das Elterngeld innerhalb der ersten 3 Monate zu beantragen, weil es nur 3 Monate rückwirkend gezahlt wird.
Das Elterngeld zählt zu den umfangreichsten To-dos. Was den Antrag auf Elterngeld erfahrungsgemäß so aufwändig macht, ist der Planungs- und Abstimmungsaufwand mit dem Partner, um zu entscheiden, welche Elterngeld-Kombination für die Monate nach der Geburt am besten zu Ihnen passt. 

Geschätzter Aufwand: hoch

Das ist zu tun:

  • Senden Sie den ausgefüllten Antrag, gemeinsam mit den Unterlagen, an die zuständige Elterngeldstelle (abhängig vom Bundesland und Wohnort)

Das brauchen Sie dafür:

  • Ausgefüllter Elterngeldantrag
  • Lohn- und Gehaltsbescheinigungen der letzten 12 Monate
  • Bescheinigung der Krankenkasse über die Zahlung des Mutterschaftsgeldes
  • Bescheinigung des Arbeitgebers über den Zuschuss zum Mutterschaftsgeld
  • Arbeitszeitbestätigung, wenn Sie im Bezugszeitraum planen zu arbeiten
  • Selbstständige geben eine Erklärung über die beabsichtigte Arbeitszeit ab
  • Geburtsurkunde mit dem Vermerk "Elterngeld"

Wenn das Baby da ist, können Sie Kindergeld (ggf. auch Kindergeldzuschlag) beantragen. Dazu wenden Sie sich an Ihre Familienkasse (Agentur für Arbeit) bzw. als Beschäftigte im öffentlichen Dienst an Ihre Vergütungsstelle.

Geschätzter Aufwand: mittel-hoch

Das ist zu tun:

  • Kindergeld erhalten Sie nur auf Antrag.

Das brauchen Sie dafür:

Suchen Sie rechtzeitig einen Betreuungsplatz für Ihr Kind:
Ab dem ersten Geburtstag Ihres Kindes haben Sie einen Rechtsanspruch auf frühkindliche Förderung in einer Kindertageseinrichtung (Kindertagesstätte/ Kindergarten) oder Kindertagespflege (Tagesmutter/ Tagesvater).

Geschätzter Aufwand: mittel-hoch

Das ist zu tun:

  • Suchen Sie einen Betreuungsplatz bei dem Sie glauben, dass Ihr Kind gut aufgehoben und betreut ist.
  • Fragen Sie in Ihrem Bekanntenkreis, bei der Geburtsvorbereitung nach Empfehlungen.

Das brauchen Sie dafür:

  • Adressen von Tagesmüttern oder Kindertagesstätten mit freien Betreuungsplätzen. Jugendämter können Ihnen oft mit Adressen weiterhelfen.

Hier noch ein paar Tipps zu rechtlichen Besonderheiten bei Alleinerziehenden:

  • Wenn Sie das Sorgerecht allein ausüben oder trotz gemeinsamen Sorgerechts alleinerziehend sind, können Sie beim Jugendamt eine Beistandsschaft beantragen. Der Beistand kümmert sich z. B. darum, Unterhaltsansprüche durchzusetzen.
  • Wenn Sie das Kind (überwiegend) allein betreuen und mit dem anderen Elternteil nicht zusammenwohnen, können Sie Kindesunterhalt vom anderen Elternteil verlangen. Die Höhe richtet sich nach der sogenannten Düsseldorfer Tabelle.
  • Wenn der andere Elternteil seiner Pflicht zum Kindesunterhalt nicht oder nicht regelmäßig nachkommt, können Sie einen Unterhaltsvorschuss beim Jugendamt beantragen. Unterhaltsvorschuss wird längstens bis zum 18. Geburtstag des Kindes gezahlt. Die Leistung kann auch beantragt werden, wenn der Vater (noch) nicht festgestellt wurde.
  • Wenn Sie das gemeinsame Kind (überwiegend) allein betreuen und mit dem anderen Elternteil nicht zusammenwohnen, können Sie Betreuungsunterhalt vom anderen Elternteil fordern. Anspruch auf Betreuungsunterhalt besteht mindestens während der ersten drei Lebensjahre des Kindes.

Autor:

  • Barmer i und Internetredaktion Barmer

Redaktion und Qualitätssicherung:

  • Sascha Rietz, Claudia Heinrichs, Florian Verbnik, Andrea Schuck und Dr. med. Utta Petzold, alle Barmer 

 Quellen

  • Elternzeit-Ratgeber für werdende Mütter und Väter, Barmer
  • § 24d SGB V – Ärztliche Betreuung und Hebammenhilfe
  • § 24i SGB V – Mutterschaftsgeld
  • § 134a SGB V – Versorgung mit Hebammenhilfe
  • § 28a – Satzung der Barmer (vom 24.02.2018)
  • § 28d – Zusätzliche Leistungen für Familien (Satzung der Barmer vom 24.02.2018)
  • Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Familien-Wegweiser.de, 1. Auflage 4/2014
  • Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Elterngeld, ElterngeldPlus und Elternzeit, 20. Auflage 11/2017
  • Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Elterngeld Plus – Die neue Generation Vereinbarkeit, 3. Auflage 8/2017
  • Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Väter und Vereinbarkeit, 1. Auflage 12/2017
  • §136b Abs. 1 Nr. 3 regelt Inhalt, Umfang und Datenformat des jährlich zu veröffentlichen Qualitätsberichtes der Kliniken
  • §136b Abs. 7 SGB V regelt die Veröffentlichungspflicht der Qualitätsberichte der Kliniken durch die Kassen und deren Verbände im Internet und gestattet die vergleichende Information über Qualitätsmerkmale auf Basis der Strukturieren Qualitätsberichte. Empfehlungen dürfen seitens der Kasse ausgesprochen werden.
  • Barmer Krankenhausnavi – Mandantenversion der Weissen Liste gGmbH – Nutzung durch Lizensierung.
 
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