Eine Biene auf einer Getränkedose

Insektenstiche

Die Stiche von Mücken, Bienen oder Wespen sind meist nicht gefährlich. Sie erschrecken das Kind aber und sind häufig auch sehr schmerzhaft. Deshalb in der insektenreichen Zeit als erstes versuchen, die kleinen Blutsauger erfolgreich abzuwehren.

Insektenstichen vorbeugen

Tun Sie alles, um Insektenstiche zu verhindern. Vermeiden Sie hektische Bewegungen, wenn ein Insekt im Anflug ist. Beim Verzehr von süßen Speisen - draußen wie drinnen - gilt es, zu schauen, dass keine Biene oder Wespe auf der Nahrung sitzt. Zum gefahrlosen Trinken eignet sich ein Glas mit Strohhalm oder eine Trinkflasche. Gegen Mücken, Bremsen oder Zecken helfen sogenannte Repellents, mit denen Sie das Kind vorsorglich behandeln.

Insektenstich auf der Haut

Ist Ihr Kind von einem Insekt gestochen worden, sollten Sie - sofern vorhanden - als erstes den Stachel mit einer Pinzette oder den Fingernägeln entfernen. Achten Sie dabei darauf, dass der Giftsack nicht noch weiter ausgequetscht wird. Anschließend hilft es, die Einstichstelle mit einem kalten Umschlag oder Coolpack zu kühlen oder mit einer Insektenstich-Salbe zu behandeln. Behandlungsversuche mit einer aufgeschnittenen rohen Zwiebel oder einem warmen Kaffeelöffel (ungefähr 50 Grad Celsius) sind keine geprüften Behandlungsverfahren, können aber möglicherweise helfen, die Reaktion des Körpers auf das Insektengift abzumildern.

Besonders bei Bremsenstichen oder durch Kratzen mit schmutzigen Händen kann sich die Einstichstelle entzünden. Entsteht ein roter Strich um die Einstichstelle, so besteht der Verdacht auf eine Blutvergiftung. Dann sollte unbedingt eine Ärztin oder ein Arzt aufgesucht werden.

Stiche in Kopf, Hals, Mund oder Rachen

Besonders gefährlich sind Bienen-, Wespen- oder Hornissenstiche im Kopf- und Halsbereich. Es kann zu einer Schwellung im Mund-Rachen-Raum kommen, die die Atemwege versperrt.

Hat Ihr Kind das Insekt verschluckt, lagern Sie den Oberkörper hoch und öffnen Sie enge Kleidung an der Brust.

Ist das Kind bei Bewusstsein, kann es Eis lutschen oder mit kaltem Wasser gurgeln, um die Schwellung zu reduzieren. Kühlen Sie von außen mit feuchten Tüchern oder Eis (Eiskrawatte). Wickeln Sie den Kühlakku oder das Eis in ein Tuch, um Erfrierungen an den gekühlten Hautstellen zu vermeiden.

Auf jeden Fall sollte der Rettungsdienst unter 112 oder ein Ersthelfer verständigt werden.

Allergie gegen Insektengift

Reagiert ein Kind allergisch auf einen Insektenstich und zeigt eine akute Schocksituation mit Atemnot und Kreislaufbeschwerden, sollte unbedingt ein Notarzt gerufen werden. Ist die Allergie gegen Insektengift bereits bekannt, empfiehlt es sich, dass das Kind immer ein Notfallset mit einem Corticosteroid, einem Antihistaminikum sowie Adrenalin zur Selbstinjektion bei sich trägt. 

Textnachweis

  • Autor: Internetredaktion Barmer
  • Qualitätssicherung:  Dr. med. Utta Petzold, Barmer

Literatur

 

Webcode dieser Seite: s000839 Autor: Barmer Erstellt am: 05.09.2017 Letzte Aktualisierung am: 05.09.2017
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