Ein Kind liegt auf der Couch

Was tun bei Bewusstlosigkeit?

Ein bewusstloses Kind ist nicht aufweckbar: Es reagiert nicht, wenn Sie es ansprechen, berühren oder vorsichtig rütteln. Die stabile Seitenlage verhindert ein Ersticken, bis der Notarzt kommt.

Eine Bewusstlosigkeit kann viele Ursachen haben: Gehirnerschütterung (durch einen schweren Schlag oder Sturz auf den Kopf), Vergiftung, ein epileptischer Anfall, schwere Infektionen (wie eine Hirnhautentzündung), eine Stoffwechselentgleisung (zum Beispiel bei Diabetes) oder ein Herz-Kreislauf-Schock. Bewusstlosigkeit zeigt, dass lebenswichtige Hirnfunktionen gestört sind.

Bei Bewusstlosigkeit erschlafft die Muskulatur. Schutzreflexe wie Husten oder Würgen funktionieren nicht mehr. Im Liegen kann daher Mageninhalt in den Rachenraum laufen. Da auch der Reflex zum Schließen des Kehldeckels aussetzt, kann Erbrochenes, Blut oder Schleim in die Luftröhre und Lunge gelangen. Das Kind könnte ersticken. Liegt ein bewusstloses Kind auf dem Rücken, kann zudem die Zunge nach hinten in den Rachen fallen und den Atemweg versperren.

Was ist bei Bewusstlosigkeit zu tun?

  • Rufen Sie umgehend den Notarzt unter 112.
  • Atmet das Kind und schlägt sein Herz, bringen Sie es in eine stabile Seitenlage (Babys in Bauchlage). Der Mund muss dabei der tiefste Punkt des Körpers und leicht geöffnet sein, damit Erbrochenes gegebenenfalls auslaufen kann. Überstrecken Sie zudem leicht den Hals, um die Atemwege freizuhalten.
  • Überwachen Sie bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes Atmung und Herzschlag. Beginnen Sie gegebenenfalls mit einer Mund-zu-Mund-Beatmung mit Herzmassage.

Textnachweis

  • Autor: Internetredaktion Barmer
  • Qualitätssicherung:  Dr. med. Utta Petzold, Barmer

Literatur

Webcode dieser Seite: s000846 Autor: Barmer Erstellt am: 05.09.2017 Letzte Aktualisierung am: 05.09.2017
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