Atemnot: Ursachen erkennen und Luftnot beheben

Atemnot ist das Gefühl, zu wenig Luft zu bekommen. Das Kind atmet schnell, oft mit bebenden Nasenflügeln. Es sucht nach einer Körperhaltung, die das Atmen erleichtert. Eventuell ist es blass und seine Atmung keucht, rasselt oder pfeift.

Eine Mutter schaut in den Hals des Kindes

Wenn ein Kind Beschwerden beim Atmen hat, kann dies zahlreiche Ursachen haben. Häufig sind es Erkrankungen wie eine Erkältung, Asthma oder Lungenentzündung. Aber auch ein verschluckter Gegenstand oder ein Insektenstich können eine plötzliche Atemnot auslösen. In dieser Situation atmet das Kind zu wenig Luft ein- und aus. Das reduziert den Gasaustausch in der Lunge und kann bis zum Ersticken führen.

Was ist bei Atemnot zu tun?

  • Alarmieren Sie bei schwerer Atemnot sofort den Notarzt unter 112.
  • Bewahren Sie Ruhe und versuchen Sie, auch das Kind zu beruhigen. Aufregung und Angst können die Atemnot weiter verschlimmern.
  • Bieten Sie dem Kind eine Haltung mit aufgestützten Armen an, die das Atmen erleichtert (Kutschersitz, Torwarthaltung).
  • Öffnen Sie gegebenenfalls das Fenster. Vor allem in der kälteren Jahreszeit kann kühle, feuchte Nachtluft lindernd wirken.
  • Geben Sie dem Kind etwas Kaltes zu trinken, sobald es sich etwas beruhigt hat und nicht stark hustet.

Fremdkörper entfernen

Wenn das Kind angestrengt hustet, würgt oder versucht zu erbrechen, kann ein Fremdkörper in die Atemwege gelangt sein. So können Sie versuchen, diesen wieder zu befreien:

  • Sorgen Sie dafür, dass der Oberkörper der tiefste Punkt des Körpers wird. Legen Sie das Kind zum Beispiel über Ihre Beine bzw. einen Säugling bäuchlings auf Ihren Unterarm.
  • Klopfen Sie mit der flachen Hand einige Male fest zwischen die Schulterblätter.
  • Ist der Fremdkörper heraus, setzen Sie das Kind aufrecht hin, damit es frei atmen kann.
  • Wird das Kind bewusstlos, rufen Sie den Notarzt unter 112 und beginnen Sie mit einer Herz-Lungen-Wiederbelebung.

Textnachweis

  • Autor: Barmer Internetredaktion
  • Qualitätssicherung: Dr. med. Utta Petzold, Barmer

Literatur

Webcode dieser Seite: s000842 Autor: Barmer Erstellt am: 05.09.2017 Letzte Aktualisierung am: 05.09.2017
Nach oben