Ein kleines Mädchen wird geimpft

Impfungen für Kinder

Viele Eltern sind besorgt, eine frühe Impfung könne das Immunsystem des Babys überfordern. Es gibt jedoch keinen Beleg dafür, dass Säuglinge Impfungen generell schlechter vertragen als ältere Kinder.

Impfungen schützen das Baby vor ansteckenden Krankheiten. Sie verhindern Infektionen, die mit gefährlichen Komplikationen verbunden sein können, sowie Erkrankungen, gegen die es keine geeignete Therapie gibt. Gesunde Kinder können ab dem vollendeten zweiten Lebensmonat (neunte Lebenswoche) die ersten Impfungen bekommen.

Impfungen von Kindern unterstützt die Stärkung des Immunsystems

Das Immunsystem der Kleinen arbeitet schon in den ersten Wochen auf Hochtouren. Es hat täglich Kontakt mit wesentlich mehr Fremdstoffen als in einem Impfstoff enthalten sind. Gleichzeitig sind bestimmte Infektionen für Säuglinge gefährlicher als für ältere Kinder. Ein Beispiel ist Keuchhusten: Bei 25 von 100 Babys, die sich im ersten Lebenshalbjahr anstecken, treten Komplikationen wie Lungenentzündungen oder Atemstillstände auf. Bei älteren Kindern sind schwere Verläufe des Keuchhustens wesentlich seltener (5 von 100 Fällen). Die frühe Impfung senkt das Risiko, dass das Baby wegen Keuchhusten ins Krankenhaus muss, um etwa zwei Drittel. Weitere Informationen, wie durch Impfen ansteckenden Krankheiten gezielt vorgebeugt werden kann, finden Sie in unserem Ratgeber Impfen.

Empfehlungen der STIKO zu Impfungen von Kindern

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin empfiehlt, alle Kinder im ersten Lebensjahr gegen Tetanus, Diphterie, Keuchhusten Kinderlähmung, Hepatitis B, Hib (Haemophilus influenzae Typ b) und Pneumokokken zu impfen. Für einen vollständigen Grundimpfschutz (Grundimmunisierung) sind vier Teilimpfungen nötig. Kombinationsimpfstoffe minimieren die Anzahl der notwendigen Spritzen. Die erste Dosis kann ab der neunten Lebenswoche verabreicht werden.

Im zweiten Lebensjahr sollte die Grundimmunisierung gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken erfolgen. Dafür sind zwei Teilimpfungen im Abstand von mindestens vier Wochen erforderlich. Ab dem 13. Lebensmonat empfiehlt die STIKO zudem eine einmalige Impfung gegen Meningokokken.

Die Kosten dieser Schutzimpfungen werden von der Barmer übernommen.

Textnachweis

  • Autor: almeda GmbH
  • Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Cornelia Czap, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin, Allergologie; Dr. med. Utta Petzold, Barmer
  • Endredaktion Barmer: Adda Dumröse, Claudia Tobis

Literatur

Weiterführende Informationen

 

Webcode dieser Seite: s000810 Autor: almeda GmbH Erstellt am: 14.08.2017 Letzte Aktualisierung am: 12.03.2018
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