Kleine Patienten

Ist ein Kind richtig krank und muss zuhause bleiben, sollten möglichst Mutter oder Vater selbst die Betreuung übernehmen.

Welche Maßnahmen sind für kranke Kinder geeignet

Bettruhe

Wird Ihr Kind von Schmerzen und Fieber geplagt, ist Bettruhe oberstes Gebot. Dunkeln Sie den Raum leicht ab und achten Sie auf eine angenehme Temperatur (ca. 20 Grad). Lüften Sie oft und wechseln Sie regelmäßig die Bettwäsche.

Fieber

Viel trinken ist jetzt wichtig, z.B. Tee, Wasser und Säfte (nicht zu kalt!). Besonders Babys haben einen relativ hohen Flüssigkeitsbedarf. Packen Sie ihr Kind nicht zu warm ein. Es genügen ein dünner Schlafanzug und eine leichte Decke. Versuchen Sie nicht zu schnell, Fieber künstlich zu senken. Ab etwa 38 Grad sind zunächst Wadenwickel eine Alternative. Steigt das Fieber trotzdem weiter, können Sie ab ca.39 Grad in ärztlicher Absprache fiebersenkende Medikamente (Zäpfchen, Fiebersäfte) geben.

Husten und Schnupfen

Lassen Sie Ihr Kind viel trinken, damit sich der lästige Schleim verflüssigen kann. Schaffen Sie außerdem eine hohe Luftfeuchtigkeit. Bei Atembeschwerden helfen Inhalationen mit Kamille oder Kochsalzlösung sowie Einreibungen mit ätherischen Ölen. Vorsicht bei Babys und Kleinkindern: manche ätherischen Öle (zum Beispiel Campher, Menthol) sind für sie schädlich!

Durchfall und Erbrechen

Mit Durchfall bzw. Erbrechen versucht der Körper, Giftstoffe loszuwerden. Medikamente, die die Ausscheidung eindämmen (Kohletabletten etc.) sollten Sie daher nicht sofort einsetzen.  

Jetzt ist es besonders wichtig, dass die verlorene Flüssigkeit samt Mineralien ersetzt wird. Am einfachsten geht dies bei kleinen Kindern mit Elektrolytpräparaten aus der Apotheke. Aber auch Apfelsaftschorle, heiße Brühe oder Kamillentee mit einer Prise Salz und einem Teelöffel Traubenzucker sind mögliche Alternativen. Zu essen sollte Ihr Kind erst bekommen, wenn das Erbrechen bereits einige Zeit zum Stillstand gekommen ist. Fangen Sie an mit Zwieback und Salzstangen, verzichten Sie vorerst auf Fettiges.

Wieder gesund

Sobald Ihr Kind einen Tag fieberfrei ist, kann es grundsätzlich auch wieder in Kindergarten oder Schule gehen. Bei Erkrankungen wie Windpocken sollte die Ärztin beziehungsweise der Arzt bestätigen, dass keine Ansteckungsgefahr mehr besteht. Auch wenn sich Ihr Kind bereits wieder prima fühlt, sind größere Anstrengungen anfänglich zu vermeiden. Eine Erkrankung raubt mehr Kräfte, als es dem Kind bewusst ist.

Textnachweis

  • Autor: Internetredaktion
  • Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Utta Petzold, Ärztin, Barmer

Literatur und weiterführende Informationen

Webcode dieser Seite: s000094 Autor: Barmer Erstellt am: 05.06.2013 Letzte Aktualisierung am: 14.08.2017
Nach oben