Zwei Teller mit Salat

Fett

Mit neun Kilokalorien pro Gramm liefert Fett mehr als doppelt so viel Energie wie Protein und Kohlenhydrate. Experten empfehlen, maximal 30 Prozent des Energiebedarfs in Form von Fett aufzunehmen. Diese Empfehlung gilt auch für Freizeitsportler, kann jedoch bei Personen mit einer sehr hohen sportlichen Aktivität erhöht sein.

Mit Fett nimmt der Körper unter anderem auch Fettsäuren auf, die der Körper nicht selber bilden kann und die daher als "essenziell" bezeichnet werden. Diese essenziellen Fettsäuren sollten im Verhältnis 5 zu 1, das heißt, 5 Anteile omega-6-Fettsäuren zu 1 Anteil omega-3-Fettsäuren vorliegen, so die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE). Diese ungesättigten Fettsäuren liefern vor allem pflanzliche Fette und fettreiche Fische wie Lachs und Makrele.

Fettarme Ernährung und hochwertige Fette von Vorteil

Sportlich Aktive sollten ebenso wie die Normalbevölkerung zwar eine kohlenhydratbetonte, eher fettarme Ernährung bevorzugen und bei der Verwendung von Fetten auf deren Qualität achten.

Demgegenüber stehen die "versteckten Fette" in vielen Wurst- und Käsesorten, Gebäck, Soßen und Süßigkeiten. Besser ist es fettarme Milch und Milchprodukte sowie mageres Fleisch und fettarme Wurstsorten zu bevorzugen. Tipp: Wer statt dem Verzehr von Fertigprodukten selbst kocht, kann nicht nur den Fettgehalt der Speisen selbst bestimmen, sondern auch die Fettqualität günstig beeinflussen (z.B. durch die Verwendung von Rapsöl).

Textnachweis

  • Autorin: Dr. Gunda Backes, Diplom-Ökotrophologin
  • Qualitätssicherung: Micaela Schmidt und Claudia Tobis, Barmer

Literatur

  • Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), Kompass Ernährung. Ernährung und Sport 1/2013.
  • Debinet. Deutsches Ernährungsberatungs- und Informationsnetz. Sporternährung-Ernährungsempfehlungen, eingesehen am 4.7.2016.
  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung, Österreichische Gesellschaft für Ernährung, Schweizerische Gesellschaft für Ernährungsforschung, Schweizerische Vereinigung für Ernährung (Hrsg.) Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr. Neuer Umschau Buchverlag, Neustadt a. d. Weinstraße, 1. Auflage, 5., korrigierter Nachdruck (2013).
  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE). 12. Ernährungsbericht 2012
  • DOSB. Sportgerecht einkaufen – Einkauftipps für Leistungssportler. AG Ernährungsberatung an den Olympiastützpunkten, Version 1/März 2011 (eingesehen am 4.7.2016)
  • Glogowski, S. Journalisten-Workshop des Institut Danone für Gesunde Ernährung e. V.: Änderung des Nährstoffbedarfs durch sportliche Aktivität, Ernährungsumschau 07/15, S. M384-M385.
  • IOC Consensus Statement on Sports Nutrition 2010. J Sports Sci. 2011;29 Suppl 1:S3-4. Eingesehen am 4.7.2016,
  • Schek A, Ernährung des Leistungssportlers in Training und Wettkampf, ErnährungsUmschau 7/2014, S. 370-379,
  • Schek A, Die Ernährung des Sportlers - Empfehlungen für die leistungsorientierte Trainingspraxis. ErnährungsUmschau 6/08.
  • Schweizerische Gesellschaft für Ernährung. Merkblatt Ernährung für sportlich aktive Erwachsene / November 2011, aktualisiert August 2015
  • Verbraucher Service Bayern, Sportlerernährung bei Freizeitsport (eingesehen am 4.7.2016)

Weiterführende Informationen

 

 

Webcode dieser Seite: s000759 Autor: Barmer Erstellt am: 08.06.2017 Letzte Aktualisierung am: 08.06.2017
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