Sucht am Arbeitsplatz

Der Konsum von Suchtmitteln hat direkte Folgen für die Arbeitswelt. Tabak, Medikamente, illegale Drogen – vor allem aber Alkohol – erhöhen die Risiken und Gefährdungen für Arbeitsabläufe in Unternehmen und Verwaltungen.

Risiken für Arbeitssicherheit und Gesundheit

Probleme entstehen nicht erst bei Vorliegen einer Abhängigkeitserkrankung. Auch der problematische Konsum von Suchtmitteln kann zu Schäden für die betroffene Person selbst und auch für Dritte führen. Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation spielt Alkohol bei bis zu 25 Prozent aller Arbeitsunfälle eine wesentliche Rolle. Außerdem weisen Untersuchungen auf einen starken Zusammenhang zwischen problematischem Alkoholkonsum und Fehlzeiten am Arbeitsplatz hin. Erhöhte Risiken für die Arbeitssicherheit betreffen auch Unbeteiligte. Zu oft wird weggeschaut oder zu spät gehandelt. Ein Grund dafür sind häufig Unsicherheiten im Umgang mit betroffenen Personen.

Internetportal für betriebliche Suchtprävention und Suchthilfe

Die Barmer bietet gemeinsam mit der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) eine Internetseite zur betrieblichen Suchtprävention und Suchthilfe an:

www.sucht-am-arbeitsplatz.de

Das Internetportal ist ein Angebot an alle Interessierte, die sich über Suchtprobleme am Arbeitsplatz informieren möchten: Verantwortliche in Unternehmen, Führungskräfte und Personalverantwortliche, Mitarbeitervertretungen, Suchtbeauftragte, betriebliche Suchtkrankenhelferinnen- und Helfer, Beschäftigte und auch Betroffene selbst und deren Kolleginnen und Kollegen. Die Internetseite ist in fünf Bereiche untergliedert und deckt ein umfassendes Themenspektrum ab:

  • Hintergrundinformationen zu Suchtmitteln und Suchtverhalten
  • konkrete Hilfen für das Vorgehen bei Problemfällen
  • Informationen über die Einführung und Weiterentwicklung von betrieblichen Suchtprogrammen in Unternehmen

Lösungen für Unternehmen

Betriebliche Angebote setzen bei der Suchtvorbeugung an. Durch Prävention am Arbeitsplatz können viele Probleme vermieden, Störungen im Betriebsablauf verhindert, riskanter und gesundheitsgefährdender Konsum gesenkt und zu einem besseren Betriebsklima beigetragen werden. Betriebliche Suchtprogramme umfassen daneben sowohl Beratungs- und Unterstützungsangebote als auch Standards bei der Durchführung von Interventionen. Darüber hinaus ist die Zielsetzung, Koordination und Weiterentwicklung des Programms selbst eine zentrale Säule im Gesamtkonzept des betrieblichen Suchtprogramms.

 

Textnachweis

  • Autor: Barmer Andrea Jakob-Pannier
  • Qualitätssicherung: Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. Peter Raiser

Weiterführende Informationen

Webcode dieser Seite: s000052 Autor: Andrea Jakob-Pannier Erstellt am: 25.09.2015 Letzte Aktualisierung am: 08.12.2016
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