HPV-Impfung

Humane Papillomviren, kurz HPV oder HP-Viren, sind sexuell übertragbar und Hauptursache für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs. Seit einigen Jahren gibt es Impfstoffe gegen die Infektion mit diesen Viren.

Humane Papillomviren (HPV) spielen im Zusammenhang mit der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs eine entscheidende Rolle. Aus diesem Grund wird Mädchen im Alter von 9 bis 14 Jahren von der ständigen Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts eine Schutzimpfung empfohlen. Die Kosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Spätestens bis zum vollendeten 18. Lebensjahr (d.h. bis zum Tag vor dem 18. Geburtstag) sollte eine versäumte HPV-Impfung nachgeholt werden. Die Frage, ob auch Jungen geimpft werden sollten, wird noch diskutiert.

Als Hauptursache für Gebärmutterhalskrebs gilt eine Infektion mit bestimmten Typen von Humanen Papillomviren (HP-Viren). HP-Viren kommen nur beim Menschen vor und befallen Zellen der Haut und Schleimhaut. Direkter Kontakt mit infizierten Haut- oder Schleimhautstellen kann zu Ansteckung führen. Eine Infektion mit HPV verläuft in der Regel unbemerkt, verursacht keine Beschwerden und heilt von selbst aus.

Da die Impfung vor einer Infektion mit bestimmten HPV-Typen, die Krebs auslösen können, schützt und auch die Zahl von Krebsvorstufen senkt, spricht vieles dafür, dass die HPV-Impfung langfristig auch vor Gebärmutterhalskrebs schützen kann. Weil Gebärmutterhalskrebs sich aber meist über mehrere Jahre oder Jahrzehnte entwickelt, wird es bis zur sicheren Beantwortung dieser Frage noch etwas dauern.

Seit April 2016 steht für die HPV-Impfung ein Impfstoff zu Verfügung, der gegen neun verschiedene Virustypen schützt.

Vertiefende Informationen zum Thema HPV-Impfung finden Sie unter www.gesundheitsinformation.de

 

Textnachweis

  • Autorin: Claudia Tobis, BARMER
  • Qualitätssicherung: Dr. Utta Petzold, Ärztin bei der BARMER

Quellen

 

Webcode dieser Seite: s000099 Autor: Claudia Tobis Erstellt am: 08.07.2016 Letzte Aktualisierung am: 08.12.2016
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