Eine Gruppe von Joggern diskutiert

Schwerpunkte der Selbsthilfeförderung

Besondere Förderschwerpunkte der Barmer sind Sucht und psychische Erkrankungen.  Die Barmer fördert in der gesundheitlichen Selbsthilfe vor allem solche Projekte, die Menschen dabei unterstützen, den Umgang mit ihrer Krankheit und ihren Alltag besser zu bewältigen. Betroffene sollen in ihrer Gesundheitskompetenz gestärkt werden.

Die Barmer fördert insbesondere Projekte mit folgender Ausrichtung:

Gesundheit ist ein wesentlicher Bestandteil des alltäglichen Lebens. Bestehen gesundheitliche Beeinträchtigungen, hilft den betroffenen Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung, um besser über die nächsten Schritte entscheiden zu können. Die Voraussetzung dafür ist, den Zugang zu allen wesentlichen Informationen zu ermöglichen, die Entwicklung von praktischen Fertigkeiten sowie die Möglichkeit, selbst gesundheitliche Entscheidungen treffen zu können. Menschen können ihre Gesundheitskompetenz nur dann weitestgehend entfalten, wenn sie auf die Faktoren, die ihre Gesundheit beeinflussen, auch Einfluss nehmen können.

Bei der Bewältigung einer chronischen Krankheit ist es für Erkrankte wichtig, nach einer Phase des Annehmens das Selbstvertrauen in die eigenen Möglichkeiten zu steigern. Sie können den eigenen Alltag wieder in die Hand nehmen, damit sie ihre Bedürfnisse sehen, planen und organisieren können. Sie sind dabei selbst aktiv und können sich neue Ziele setzen beziehungsweise neue Perspektiven schaffen.

In Selbsthilfegruppen treffen sich chronisch kranke Menschen mit Gleichgesinnten. Hier ist ein Dialog auf Augenhöhe möglich. Der Dialog zielt aber auch auf die Zusammenarbeit mit professionellen Behandlern im Gesundheitssystem. Hier geht es um eine wertschätzende Beziehung zwischen Laien und Experten.

Menschen mit einer dauerhaften Erkrankung oder Beeinträchtigung haben sich etwas zu sagen. Sie möchten sich vor Ort mit Gleichgesinnten austauschen. Hierzu ist jedes ehrenamtliche Engagement willkommen.
Laut medizinischen Studien haben sozial isolierte Menschen eine geringere Lebenserwartung als Menschen, die in ein starkes soziales Netzwerk eingebunden sind. Menschen mit einem ungesunden Lebenswandel, die über gute soziale Kontakte verfügen, leben sogar länger als Menschen mit gesunder Lebensführung, die aber sozial schlecht eingebunden sind.
Im ländlichen Raum oder aufgrund einer seltenen Erkrankung lassen sich nicht immer Gleichgesinnte am selben Ort finden. Dann ist der Austausch über das Internet eine gute Alternative für die Mitglieder der Selbsthilfegruppe und Grundlage für regelmäßige persönliche Treffen.

Textnachweise

  • Autor: Barmer Internetredaktion
  • Endredaktion und Qualitätssicherung: Jens Krug, Barmer Selbsthilfebeauftragter, und Claudia Tobis, Barmer Gesundheitsinformationen

Weiterführende Informationen


 

Webcode dieser Seite: s000891 Autor: Jens Krug Erstellt am: 24.10.2018 Letzte Aktualisierung am: 24.10.2018
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