Beweislast und Beweiserleichterung

Bei der Verfolgung eines Behandlungsfehlers müssen Sie grundsätzlich beweisen, dass die verantwortliche Ärztin oder der verantwortliche Arzt den Behandlungsfehler und den eingetretenen Schaden verursacht hat.

In den meisten Fällen werden dazu medizinische Gutachten (z.B. Medizinischer Dienst der Krankenversicherung oder Gutachterkommission beziehungsweise Schlichtungsstelle) benötigt.

Beweiserleichterungen können vor allem dann eintreten, wenn sich aufgrund einer lückenhaften Dokumentationspflicht nicht nachvollziehen lässt, ob die Behandlung standardgerecht war.

Auch wenn eine Ärztin oder ein Arzt gegen bewährte Behandlungsregeln oder gesicherte medizinische Erkenntnisse im groben Maße verstoßen hat (grober Behandlungsfehler), kehrt sich die Beweislast um. Dann muss die ärztliche Seite beweisen, dass der gesundheitliche Schaden auch ohne den Behandlungsfehler eingetreten wäre.

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Textnachweis

  • Autor: Ludwig Janssen, aHa-Texte Köln
  • Medizinische Qualitätssicherung: almeda GmbH

Weiterführende Informationen

Bitte lesen Sie auch unseren Rechtshinweis.

 

Webcode dieser Seite: s000358 Autor: Ludwig Janssen Erstellt am: 01.03.2013 Letzte Aktualisierung am: 19.07.2017
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