Aufklärungspflicht

Die Entscheidung, ob und auf welche Art eine Behandlung durch- oder fortgeführt wird, treffen nicht nur die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt, sondern diese gemeinsam mit Ihnen. Weil dies für medizinische Laien oft schwierig ist, haben Sie einen Anspruch auf ausführliche Information und Beratung. Das heißt, Ärztin und Arzt haben eine Aufklärungspflicht.

In einem persönlichen Gespräch müssen Ihre Ärztin/Ihr Arzt Sie rechtzeitig, verständlich und umfassend informieren. Dazu gehört die Auskunft über die Diagnose und die jeweilige Behandlung. Ebenso müssen die Erfolgschancen sowie richtiges Verhalten während der Therapie besprochen und geklärt werden. Zur Aufklärungspflicht gehören auch Informationen über alternative Therapien, Risiken und Nebenwirkungen. Nicht zu vergessen sind Hinweise zu möglichen Folgen einer Behandlung und deren Kosten.

Ärztinnen und Ärzte sind verpflichtet, Ihre Fragen verständlich zu beantworten. Erfolgt die Aufklärung nicht verständlich, nicht umfassend, nicht rechtzeitig oder gar nicht, und kommen Sie zu Schaden, haftet die Ärztin/der Arzt für die Folgen.

Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte führen die Aufklärung in der Regel mündlich durch, bei einer Krankenhausbehandlung werden oft zusätzlich schriftliche Unterlagen hinzugezogen. Schriftliche Informationen in Form von Merkblättern oder Formularen dürfen die persönliche Aufklärung jedoch nicht ersetzen. Vielmehr ist der Inhalt schriftlicher Informationen in einem Aufklärungsgespräch mit Ihnen zu erörtern.

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Textnachweis

  • Autor: Ludwig Janssen, aHa-Texte Köln
  • Medizinische Qualitätssicherung: almeda GmbH

Weiterführende Informationen

Bitte lesen Sie auch unseren Rechtshinweis.

 

Webcode dieser Seite: s000333 Autor: Ludwig Janssen Erstellt am: 01.03.2013 Letzte Aktualisierung am: 19.07.2017
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