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Ansprüche durchsetzen – Beweislast und Beweiserleichterung

Soweit die außergerichtlichen Möglichkeiten erschöpft sind, können Sie Ihre Ersatzansprüche gerichtlich geltend machen.

Auf Basis des eingeholten Gutachtens können Sie Ihre Ansprüche geltend machen. Die Auseinandersetzung erfolgt in der Regel nicht mit dem Behandler, sondern mit dessen Haftpflichtversicherung. Es empfiehlt sich, einen Fachanwalt für Medizinrecht zu Rate zu ziehen. Die Kosten für den Anwalt und ggf. auch einen späteren Rechtsstreit kann Ihre Rechtsschutzversicherung übernehmen. Prüfen Sie diese Möglichkeit möglichst frühzeitig. Etwaige Anwalts- und/oder Gerichtskosten darf Ihre Barmer nicht für Sie übernehmen.

Beweislast bei Patientin und Patient

Im Arzthaftungsrecht trägt grundsätzlich die Patientin oder der Patient die Beweislast für den Behandlungsfehler und den daraus resultierenden Schaden. Insbesondere der Beweis des eingetretenen Gesundheitsschadens sowie die Ursächlichkeit des Behandlungsfehlers für den Schaden bereiten in der Praxis oft Schwierigkeiten.

Beweiserleichterung

Beweiserleichterungen für die Patientin oder den Patienten ergeben sich unter anderem, wenn im Rahmen einer Behandlung gegen bewährte Behandlungsregeln oder gesicherte medizinische Erkenntnisse verstoßen worden ist. Dies bezeichnet man als "groben Behandlungsfehler". In einem solchen Fall muss die Behandlungsseite den Nachweis erbringen, dass der Gesundheitsschaden auch ohne den Fehler eingetreten wäre.

 

Textnachweis

  • Autor: Barmer Internetredaktion
  • Qualitätssicherung: Christine Elker (Abteilung Regress - Bereich Behandlungsfehler)

Weiterführende Informationen

Lesen Sie auch unsere Redaktionellen Grundsätze.

Webcode dieser Seite: s000305 Autor: Barmer Erstellt am: 18.12.2008 Letzte Aktualisierung am: 08.12.2016
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