Gut vorbereitet zum Arzt

Das Gespräch mit dem Arzt oder der Ärztin bildet eine wichtige Grundlage für Entscheidungen über Untersuchungen und Behandlungen. Ziel ist es, für Ihr Gesundheitsproblem die beste Lösung zu finden.

Ein gutes Arzt-Patienten-Gespräch verläuft fair und auf "Augenhöhe“. Dabei sollten Sie Ihre Möglichkeiten und Rechte beim Arztbesuch kennen und nutzen.

Als Patientin oder Patient wünscht man sich einen Behandler, der einem zuhört und alle Fragen und Sachverhalte zu Diagnose oder Therapie verständlich beantwortet. Die vorgeschlagene Behandlung sollte an Ihren individuellen Bedürfnissen ausgerichtet sein. Wenn möglich, sollte Ihr Arzt oder Ihre Ärztin Ihnen auch Alternativen vorschlagen. Auch Ihr Alter, Ihre persönlichen Lebensumstände – beruflich wie privat – sowie weitere Erkrankungen sollte Ihr Arzt berücksichtigen. In diesem Gespräch kann viel Neues auf Sie zukommen, was Ihnen bis dahin vielleicht fremd war.

Eine gute Vorbereitung auf den Arztbesuch ist wichtig: Je besser Sie sich auf das Gespräch vorbereiten, desto leichter wird es für Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, sich ein Bild von Ihren Beschwerden zu machen und bei Bedarf weitere Behandlungsschritte einzuleiten.

Auch Sie profitieren von einer guten Vorbereitung: Je konkreter Sie mit Ihrem Arzt eine mögliche Behandlung Ihres Beschwerdebildes besprechen, desto besser können Sie bei einer vorgeschlagenen Therapie mitwirken.

Zur Vorbereitung auf den Arztbesuch können Checklisten hilfreich sein. Sie unterstützen Sie dabei, im Gespräch alles für Sie Wichtige zu erfahren und ggf. auch schriftlich festzuhalten.

Bei der Patientenuniversität der Medizinischen Hochschule Hannover haben Sie die Möglichkeit, sich eine individuelle Checkliste für Ihren Arztbesuch zusammenzustellen: www.patienten-universitaet.de

Unsere Tipps für Ihren Arztbesuch:

  • Vier Ohren hören manchmal mehr als zwei: Bitten Sie eine Person Ihres Vertrauens, Sie in das Gespräch mit der Ärztin oder dem Arzt zu begleiten.
  • Stellen Sie dem Arzt und dem Praxispersonal Fragen, falls Sie etwas nicht nachvollziehen können. Machen Sie sich Notizen – so gerät nichts so schnell in Vergessenheit.
  • Besprechen Sie Ihre Überlegungen, Fragen und auch Zweifel mit einer Vertrauensperson.
  • Nehmen Sie sich für die anstehenden Entscheidungen genügend Zeit und lassen Sie sich nicht unter Zeitdruck setzen.

Weitere Tipps hat das Aktionsbündnis Patientensicherheit in einem Flyer zusammengestellt.

Textnachweis

  • Autorinnen: Annegret Lingemann und Adda Dumröse, BARMER
  • Qualitätssicherung: Claudia Tobis, BARMER

Quellen

Webcode dieser Seite: s000671 Autor: Barmer Erstellt am: 17.08.2016 Letzte Aktualisierung am: 08.12.2016
Nach oben