Ein Mann am Schreibtisch durchsucht seine Arbeitsunterlagen.

Stressreaktionen

Nicht das Ereignis löst per se Stress aus, sondern seine individuelle Bewertung. Die gesamte Persönlichkeit reagiert auf Stressauslöser - bisweilen mit ernsthaften Erkrankungen.

Hat die Situation einen im Griff und nicht umgekehrt, ist Stress meist schon da: Man ist gereizt, das Wohlbefinden stark beeinträchtigt. Durch Gereiztheit können soziale Konflikte entstehen. Der Stress verstärkt sich, ein Teufelskreis entsteht.

Körperliche Reaktionen

  • Muskelverspannungen, Kopfschmerzen
  • Beschleunigung von Herzschlag und Atmung
  • Blutdruckanstieg oder -abfall
  • Schweißausbrüche
  • Magenschmerzen, Durchfall

Geistig-seelische Reaktionen

  • Unsicherheit, Gereiztheit
  • Ängstlichkeit, Depression
  • Konzentrationsschwäche, Hektik
  • Einengung der Wahrnehmung und des Denkens

Stresstypen

Meist entwickelt jeder relativ stabile Reaktionsweisen auf Stress. Gelingt es nicht, die Stresssituation zu meistern, reagiert der Einzelne oft mit (sozialem) Rückzug. Krankheiten können hinzu kommen. Die Stressforschung unterscheidet zwei Stresstypen:

  • Stresstyp A ist leicht erregbar, aufbrausend und nervös und neigt bei Dauerstress zu Bluthochdruck bis hin zum Herzinfarkt.
  • Stresstyp B ist äußerlich eher ruhig, frisst den Ärger in sich hinein und ist bei Dauerstress anfällig für Magen-Darm-Erkrankungen.

Folgekrankheiten

Magen-Darm-, Herz-Kreislauf- oder Krebserkrankungen, Immunschwäche, Rücken- und Kopfschmerzen sowie psychische Probleme treten häufig in Verbindung mit Stress auf. Je höher und je länger die Stressbelastung, desto größer ist die Gefahr zu erkranken.

Textnachweis

  • Autor: Internetredaktion
  • Qualitätssicherung: Klaus Möhlendick (Sportwissenschaftler)

Literatur

  • Gelassen und sicher im Stress, Gert Kaluza, Springer 2014

 

Webcode dieser Seite: s000415 Autor: Internetredaktion Erstellt am: 15.04.2012 Letzte Aktualisierung am: 05.11.2018
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