Sport als Medizin

Regelmäßige Bewegung beugt zahlreichen Krankheiten vor. Das ist bekannt. Doch wussten Sie, dass Sport auch als Medizin gilt und sich positiv auf den Verlauf vieler Erkrankungen auswirkt? Erfahren Sie, welche Sportart bei welcher Krankheit hilft.

Klettern nach Schlaganfall

Beim Klettern kommen verschiedenen Greif-, Tritt- und Zugbewegungen zum Einsatz. Dies stärkt nicht nur die Muskulatur, sondern wirkt sich positiv auf die Koordination und Motorik aus. Besonders überkreuzte Bewegungen fördern eine Verschaltung der beiden Hirnhälften. Neurologen gehen sogar davon aus, dass Klettern das Gehirn dazu anregt, ruhende Nervenzellen zu aktivieren. Somit gilt Klettern als ideale Therapie nach einem Schlaganfall. Als Sport betrieben hilft es aber natürlich auch effektiv bei Rückenbeschwerden.

Schwimmen gegen Asthma

Im Wasser wird die Leistungsfähigkeit eines Asthmatikers doppelt so hoch wie an Land. Das liegt an einem konstanten Atemrhythmus beim Schwimmen. Das Ausatmen gegen den Wasserwiderstand stärkt die Muskeln der Bronchien. Außerdem profitieren viele Asthmatiker von der wärmeren Luft im Hallenbad. Wer mit Asthma regelmäßig schwimmt, hat seltener Asthmaanfälle und benötigt somit weniger Medikamente. Dieselben Effekte wie Schwimmen haben auch Aquajogging oder -fitness.

Dem Krebs davonlaufen

Bei Krebs denken sicher die Wenigsten an Joggen als Heilmittel. Studien belegen jedoch, dass der Ausdauersport wie eine Verjüngungskur auf die Zellen des Immunsystems wirkt. Zudem wird das Risiko eines Rückfalls reduziert und die Chance auf eine dauerhafte Heilung erhöht. Selbst die Nebenwirkungen einer Chemotherapie können durch Laufen vermindert werden. Für Leukämie, Brust-, Darm- und Prostatakrebs ist der positive Einfluss bereits gut erforscht.

Mit Osteoporose tanzen

Knochenschwund entsteht häufig durch Bewegungsmangel. Denn auch im fortgeschrittenen Alter gilt: Je vielfältiger man seine Knochen belastet, umso resistenter sind sie. Tanzen ist daher die perfekte Sportart bei Osteoporose. Die Tanzbewegungen fördern bei geringer Verletzungsgefahr Muskelkraft und Koordination. Viele verschiedene Körperpartien werden belastet und die Knochen in diesen Bereichen verstärkt. Tänzer haben zum Beispiel meist einen rundum gestärkten Oberschenkelknochen. Und natürlich viel Spaß beim Tanzen.

Webcode dieser Seite: s000645 Autor: Barmer Erstellt am: 15.04.2016 Letzte Aktualisierung am: 08.12.2016
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