Sucht

Sucht bei Angehörigen: Richtig auf das Suchtproblem ansprechen

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Redaktion

  • Barmer Internetredaktion

Qualitätssicherung

  • Dirk Weller (Barmer Marktforschung)

Warum ist es wichtig, Angehörige auf eine Sucht anzusprechen?

Um eine Therapie erfolgreich zu beginnen und auch abzuschließen, muss der Betroffene selbst einsehen, dass er ein Problem hat. Trotzdem kann es nützlich sein, den Angehörigen, die Freundin oder den Bekannten darauf anzusprechen. Dies kann ein Anstoß für den Betroffenen sein, endlich etwas zu unternehmen – der Abhängige bemerkt nämlich selbst oft nicht, dass der Suchtmittelkonsum bereits den Alltag einschränkt und das Verhalten verändert. 

Angehörigen mit Suchtproblem Lösungen aufzeigen

Erkennt man als Kind oder Ehepartner, dass der Angehörige eine Suchtproblematik hat, sollte man ihn in einer ruhigen Minute darauf ansprechen. Wichtig ist auch, dass derjenige gerade nicht konsumiert hat – bei Alkoholsüchtigen ist daher der Vormittag oft eine gute Zeit. Man sollte von seinen eigenen Beobachtungen erzählen und so wenig Vorwürfe wie möglich formulieren.

Am besten berichtet man vom Leidensdruck der Familie und zeigt konkrete Lösungsvorschläge. Ein „Hör bitte einfach auf damit!“ hilft meist nicht. Und es ist Vorsicht bei einem solchen Gespräch geboten, denn ein Angehöriger kann schnell zum Gegner des Süchtigen werden, weil er ihm das wegnehmen möchte, was dieser derzeit am meisten liebt – das Suchtmittel. Die Folge: ein ständiger Kampf voller Kränkungen, leerer Versprechungen, Frust und Hilflosigkeit.

Beratungsstellen für Angehörige

Am aussichtsreichsten ist es, sich als Angehöriger oder als Angehörige selbst Hilfe für diese schwierige Situation zu holen. „Auch dafür sind Fachambulanzen oder Suchberatungsstellen die richtigen Ansprechpartner“, sagt Sucht-Experte Strohbach. Gemeinsam mit der Beraterin oder dem Berater kann man so die Voraussetzung schaffen, um den Abhängigen tatsächlich zum Handeln zu bringen. Auch hier gilt: Je früher man sich selbst Hilfe sucht, desto leichter ist das Aufhören und desto weniger einschneidend wirkt die Sucht auf die Familie.

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