Zwei junge Frauen stehen in einer Küche und lachen sich kaputt
Stress

Wie wirkt sich Stress auf soziale Beziehungen aus?

Lesedauer unter 2 Minuten

Autor

  • Barmer Internetredaktion

Qualitätssicherung

  • Marie-Victoria Assel (Psychologin, Barmer)
  • Andrea Jakob-Pannier (Diplom-Sozialpädagogin/ Psychologin/ Psychoonkologin, Barmer)

Stress färbt auch auf unser soziales Umfeld ab. Gleichzeitig helfen gute zwischenmenschliche Beziehungen dabei, mit Stress besser klarzukommen.

Wenn wir gestresst sind, dann bemerkt das auch unser Umfeld. Wir sind dünnhäutiger, leichter reizbar und lassen uns oft schon durch Kleinigkeiten aus der Ruhe bringen. Zudem wirkt sich Stress in einem Lebensbereich häufig auf den gesamten Tag aus.

Wir bringen Arbeitsstress mit nach Hause und lassen Auswirkungen eines stressigen Arbeitstages (Konzentrationsstörungen, Erschöpfung oder Gereiztheit) abends an unserer Familie aus. Oder wir tragen familiäre Konflikte ins Büro und liefern dort eine schlechtere Arbeit ab. Weil Stress unseren ganzen Körper in Beschlag nimmt, kennt er oft keine örtlichen oder zeitlichen Grenzen. Genau das wäre aber wichtig, um unsere sozialen Beziehungen nicht zu belasten. Niemand möchte gern Zeit mit einer Person verbringen, die dauergestresst durchs Leben geht.

Soziale Kontakte schützen uns häufiger vor Stress

Wer bereits länger unter chronischem Stress leidet, der fängt oft an, sich von anderen Menschen zurückzuziehen. Damit beginnt dann häufiger ein Teufelskreis. Besser ist es, ein gutes soziales Netzwerk zu pflegen Es ist nämlich eine unserer wichtigsten Waffen im Kampf gegen Stress. Wer sich in seiner Familie oder im Freundeskreis gut aufgehoben fühlt, der kann besser mit Stress umgehen.

Das liegt unter anderem daran, dass bei sozialen Kontakten das Hormon Oxytocin ausgeschüttet wird. Oxytocin, auch als Kuschelhormon bekannt, mindert Angstgefühle und steigert unser Selbstvertrauen, mit einer stressigen Situation fertig zu werden. Außerdem aktiviert es das parasympathische Nervensystem und dämpft damit die Stressantwort unseres Körpers. Es wird vor allem durch eine angenehme körperliche Berührung freigesetzt.

Doch soziale Kontakte zu haben reicht nicht aus. Man muss sie in stressigen Zeiten auch aktivieren. Manchmal reicht schon ein gutes Telefonat mit einer vertrauten Freundin, ein Mittagessen mit lieben Kollegen oder eine Verabredung zum Sport mit dem besten Kumpel und schon sieht die Welt ganz anders aus. Wer sich mit anderen Leuten trifft, fühlt sich zudem gebraucht und einer Gemeinschaft zugehörig. All das schützt vor den negativen Einflüssen von Stress. Wer allerdings an einer sozialen Phobie leidet, sollte unbedingt professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Ansonsten verursacht dies noch mehr Stress bei den Betroffenen.

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Literatur

  • MayoClinic: Stress Management (Abruf 25.08.2020): Stressbewältigung
  • Cohen, S., Wills, T. A., et al. (1985): Stress, Social Support, and the Buffering Hypothesis. Psychological Bulletin 98 (2): 310-357
  • Schneiderman, N., Ironson, G., & Siegel, S. D. (2005). Stress and health: Psychological, behavioral, and biological determinants. Annual Review of Clinical Psychology, 1, 607– 628.
  • Southwick, S. M., Vythilingam, M., and Charney, D. S. (2005): The Psychobiology of Depression and Resilience to Stress: Implications for Prevention and Treatment. Annual Review of Clinical Psychology, 1: 255-91.

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