Stress und Leistungsdruck

Wie äußert sich Leistungsdruck? Das sind die typischen Anzeichen und Symptome

Lesedauer unter 2 Minuten
Mann im Anzug sitzt auf dem Fußboden seines Büros

Autor/in

Barmer Internetredaktion

Qualitätssicherung

  • Marie-Victoria Assel (Psychologin, Barmer)
  • Andrea Jakob-Pannier (Diplom-Sozialpädagogin/ Psychologin/ Psychoonkologin, Barmer)
Inhaltsverzeichnis

Akuter, kurzzeitiger Leistungsdruck kann kurzfristig körperliche Symptome hervorrufen, die normal sind und nur wenige Menschen wirklich beeinträchtigen. Dauerhafter Leistungsdruck kann der Gesundheit allerdings schaden.

Wenn das Herz rast und das Gehirn blockiert

Jeder kennt Situationen, in denen wir uns hohem Leistungsdruck ausgesetzt sehen: Eine mündliche Prüfung ist zum Beispiel eine klassische Gelegenheit, bei der Leistungsdruck zu einer körperlichen Stressreaktion führt. Die Hände schwitzen, das Herz rast, der Magen rebelliert. Ist die Stressreaktion in akuten Situationen sehr groß, kann Druck in entscheidenden Momenten zu Denkblockaden bis hin zum Blackout führen. Im Allgemeinen kann Leistungsdruck Symptome wie Nervosität, Atemnot, Zittern, Schlafstörungen und Durchfall auslösen.

Ab und zu ist Leistungsdruck kein Problem

Findet eine solche Reaktion gelegentlich statt, kommt unser Körper gut damit klar. Insbesondere, wenn wir uns den Anforderungen gewachsen fühlen, können wir in so einer Situation sogar besonders gute Leistungen erbringen. Problematisch wird es jedoch, wenn Menschen andauernd Leistungsdruck spüren, der sie zu beständiger Betriebsamkeit und Arbeit treibt. Betroffene verbringen dann ihre Zeit hauptsächlich im Büro, selbst, wenn sie schon lange Feierabend haben. Übersteigen die Anforderungen langfristig die eigenen Fähigkeiten und Ressourcen, wird es kritisch. Die Erschöpfung und die Überforderung sorgen irgendwann dafür, dass der Körper dauerhaft einer Stressreaktion ausgesetzt ist. Dies stellt ein hohes Gesundheitsrisiko dar.

Bei einigen Betroffenen halten die Druckgefühle und Ängste manchmal so lange an, bis die Gefühlsspirale in eine Erschöpfungsdepression mündet – dessen Vorstufe als sogenanntes Burn-Out-Syndrom bekannt ist. Andere wiederum leiden unter psychosomatischen Symptomen, wie zum Beispiel Schmerzen ohne körperliche Ursache, Hautproblemen oder Schwindel. Besonders Kinder neigen bei zu starkem Leistungsdruck dazu: Sie bekommen Bauchweh, Kopfweh, Schwindel oder Ohnmachtsanfälle.

Dem Dauerstress vorbeugen

Viele Menschen leiden heute unter einer mäßigen, aber beständigen Symptomatik, die auch von Leistungsdruck herrühren kann: Sie sind selten zufrieden mit sich und ihrer Arbeit, sie leiden häufiger unter Kopfschmerzen oder anderen milden Symptomen, arbeiten häufig etwas zu viel und erholen sich zu selten.

Den Gründen von Dauerstress sollte man unbedingt auf den Grund gehen, da er sonst langfristig krank machen kann. Wer sich bewusst gemacht hat, wo und warum er sich gestresst fühlt, kann versuchen, Veränderungen vorzunehmen. Im Berufsalltag können Betroffene große Verbesserungen erzielen, wenn sie bewusst ihre Arbeitszeiten regulieren und sich ihre Erfolge und erreichten Meilensteine vor Augen halten. Im privaten Bereich können Sport und Entspannungsrituale helfen, durch Stress verursachten Krankheiten vorzubeugen. Nutzen Sie dazu verschiedene Entspannungstechniken.

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