Schwangerschaft und Geburt

Natürliche Geburt - sie kann unterschiedlich lange dauern, ruhig oder turbulent verlaufen

Lesedauer unter 2 Minuten
Eine schwangere Frau liegt auf einer Couch

Autor

  • almeda GmbH

Qualitätssicherung

  • Dr. med. Olaf Dathe (Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe),
  • Dr. med. Utta Petzold (Dermatologin, Allergologin, Phlebologin bei der Barmer)
Inhaltsverzeichnis

Jede Geburt ist einzigartig und kündigt sich auf verschiedene Art an.

Dennoch folgen alle natürlichen Geburten dem gleichen Grundmuster aus vier Phasen: In der Eröffnungsphase weitet sich der Muttermund, in der Übergangsphase dreht sich das Kind in Startposition, in der Austreibungsphase wird es geboren und in der Nachgeburtsphase trennt sich der Körper von Mutterkuchen (Plazenta) und Fruchtblase.

Die Eröffnungsphase

Kräftige, regelmäßige Wehen in kurzen Abständen leiten die Eröffnungsphase ein. Bei jeder Wehe zieht sich die Gebärmutter zusammen und schiebt das Köpfchen des Kindes tiefer ins Becken. Unter diesem Druck öffnet sich nach und nach der Muttermund. Bis er weit genug ist, um das Köpfchen hindurchtreten zu lassen, vergehen Stunden. Bei Erstgebärenden dauert die Eröffnungsphase im Durchschnitt acht bis 14 Stunden. Bei Frauen, die bereits ein Kind zur Welt gebracht haben, rechnen Hebammen mit durchschnittlich sechs Stunden.

Die Übergangsphase

Auf dem Weg durch den Geburtskanal muss sich das Kind mehrmals drehen. Während der Eröffnungsperiode ist sein Köpfchen quer in den Beckengürtel der Mutter gerutscht. Das Baby blickt also zur Seite. In der Übergangsphase dreht sich das Kind nun mit dem Gesicht nach hinten, zum Steißbein der Mutter. Dies ist notwendig, damit auch der Schultergürtel des Babys, sein breitester Körperbereich in das Becken eintreten kann.

Die Übergangsphase ist ein kurzer, aber intensiver Teil der Geburt. Die Wehen werden noch einmal heftiger und unregelmäßiger.

Die Austreibungsphase

In der Austreibungsphase schieben kräftige Wehen das Kind Stück für Stück nach draußen. Der Geburtsweg ist eng und gewunden, sodass sich das Baby erneut drehen muss, um hindurch zu passen. Muttermund und Dammbereich werden dabei extrem gedehnt. Viele Frauen beschreiben die Austreibungsphase als schmerzhafteste Phase der Geburt. Unwillkürlich presst die Mutter das Kind mit den Bauchmuskeln mit nach unten. Zuerst wird das Köpfchen geboren, dann die Schultern und der Körper des Kindes. Dann ist es geschafft. Das Baby ist da! Damit es richtig durchatmen und die Augen öffnen kann, befreien Hebamme bzw. Ärztin oder Arzt  das Neugeborene vom Schleim auf seinem Gesicht. Jetzt ist es bereit für den ersten Hautkontakt mit der Mutter und kann abgenabelt werden.

Die Austreibungsphase kann bei Erstgebärenden bis zu zwei Stunden dauern, Sie kann aber auch nach wenigen kräftigen Presswehen überstanden sein.

Die Nachgeburtsphase

Schon kurz nach der Geburt, beginnt die Gebärmutter sich wieder zusammen zu ziehen. Dabei löst sich der Mutterkuchen (Plazenta) von der Gebärmutterwand. Er bildet zusammen mit den Resten der Fruchtblase die Nachgeburt und wird durch einige kräftige Wehen ausgestoßen Die Hebamme kontrolliert, ob die Nachgeburt vollständig ist. Denn in der Gebärmutter verbleibende Reste können schwere Blutungen oder Infektionen auslösen. Gegebenenfalls löst die Hebamme die Plazentareste mit der Hand aus der Gebärmutter.

Quellenangaben

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Redaktionelle Grundsätze
Webcode: s000080 Letzte Aktualisierung: 12.04.2019
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