Illustration eines Fötus und einer jungen schwangeren Frau, die die Hand auf den Bauch legt in der 23.SSW
Schwangerschaftskalender

23. Schwangerschaftswoche: Ihr Baby kann Stimmen unterscheiden

Lesedauer unter 5 Minuten

Geräusche kann Ihr Baby ja schon länger wahrnehmen, aber jetzt fängt es so langsam an, die Stimmen zu unterscheiden. Das gelingt auch, weil sich das Gehirn weiterentwickelt und das Baby nun in der Lage ist, erste Informationen abzuspeichern. Also bleiben Sie im Gespräch mit Ihrem Zwerg.

Die 23. Schwangerschaftswoche auf einen Blick

  • Trimester: 2
    Illustration eines Auges mit einer rosa Wolke
  • Monat: 6
  • SSW 23
  • Größe: 28-30 cm
  • Gewicht: 450-550 g
Junges Paar liegt auf einem Bett und streicheln den Babybauch der etwa 23. Schwangerschaftswoche

Um die 23. Schwangerschaftswoche kann das Baby Stimmen unterscheiden.

Ihr Baby entwickelt sich

Mit der Entwicklung des Skeletts verhärten sich die Knochen immer mehr. Das betrifft auch die Innenohrknochen, die für die Schallweiterleitung im Gehör wichtig sind. Dies erlaubt Ihrem Baby, Geräusche besser wahrnehmen zu können. Im Vordergrund stehen noch immer die Stimme der Mutter und die Körpergeräusche – von Herzschlag über Atmung bis zum Rauschen des Blutes.

Aber Geräusche von außen, wie zum Beispiel männliche Stimmen, nimmt es nun besser wahr als noch vor einigen Wochen. Da Männerstimmen in der Regel eine tiefere Frequenz haben, dringen sie über den „Lärm“ der Körpergeräusche gut bis zum Baby durch. Insofern kann es auch Papas Stimme schon vor der Geburt durch Vorlesen von Geschichten oder Vorsingen von Liedern kennenlernen.

Ihr Baby übt im Gleichgewicht zu bleiben

Mit der Ausbildung des Innenohrs geht bei Ihrem Baby eine weitere spannende Entwicklung voran. Sein Gleichgewichtssinn entfaltet sich immer weiter. Das Baby bekommt dadurch ein Gespür für oben und unten. Sie werden vielleicht bemerken, dass das Baby sich nun mehr bewegt. Es tut dies zum Beispiel, wenn Sie sich hinlegen, um sich selbst wieder in die richtige Lage zu bringen.

Da das Baby weiterhin kräftig wächst, wird zudem der Platz um die 23. SSW in der Gebärmutter ganz langsam weniger. Deswegen berührt das Baby bei seinen Bewegungen immer öfter die Gebärmutterwand. Sie können diese Bewegungen nun immer deutlicher und öfter spüren.

Schwangere Frau in der etwa 23. Schwangerschaftswoche beißt in einen Apfel

Gegen Beschwerden rund um die 23. Schwangerschaftswoche können Ernährung und Bewegung helfen.

Ihre Gesundheit

Gehören Sie zu den Frauen, die nun schon einen deutlichen Babybauch haben, oder zeigt sich erst ein kleines Bäuchlein? Beides ist durchaus normal. Die Entwicklung der Bauchgröße und des Gewichts in der Schwangerschaft verläuft bei jeder Frau sehr individuell. Egal, wie groß der sichtbare Bauch nun ist, Ihr Baby muss weiterhin intensiv mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt werden. Dazu arbeiten Ihr Herz und Ihre Lunge auch in der SSW 23 auf Hochtouren. Die Grundaktivität dieser beiden Organe ist im Vergleich zu einer nicht schwangeren Frau um bis zu 50 % erhöht.

Abwechslungsreiche Ernährung beugt Wadenkrämpfen vor

Ein ungeliebter, aber leider häufiger Begleiter in der Schwangerschaft ist der Wadenkrampf. Oft ist die Ursache für Wadenkrämpfe medizinisch nicht eindeutig feststellbar. Neben den Stoffwechselveränderungen in der Schwangerschaft können auch zu viel oder zu wenig Bewegung oder eine Unterversorgung mit bestimmten Mineralien eine Rolle spielen.

Insbesondere Magnesium, Kalium und Kalzium werden hier häufig genannt. Bei diesen Mineralien kommen zwei Faktoren zusammen. Zum einen haben Schwangere einen höheren Bedarf an ihnen. Zum anderen verliert ihr Körper mehr dieser Mineralien, zum Beispiel durch den stärkeren Harndrang.

In der Regel ist zur Deckung des erhöhten Bedarfs während der Schwangerschaft eine abwechslungsreiche und vollwertige Ernährung ausreichend. Dass die Einnahme von Magnesiumpräparaten das Auftreten von Wadenkrämpfen verhindern kann, ist bisher wissenschaftlich nicht nachgewiesen worden. Die Einnahme von Magnesiumpräparaten sollten Sie zu diesem Zeitpunkt der Schwangerschaft vorher ärztlich abklären.

Übrigens: Durch die Einnahme von Magnesium wird oft der Stuhl weicher. Das kann ein praktischer Nebeneffekt sein, wenn Sie unter Verstopfung leiden. Alternativ können Sie auch versuchen, die Wadenkrämpfe durch Dehnübungen, eine Massage oder die sanfte Anwendung von Wärme zu lindern.

Bewegung hilft gegen Verstopfung

Leider sind Verdauungsprobleme wie Verstopfung eine häufige Beschwerde bei Schwangeren. Auch dagegen ist Bewegung eine wirksame Maßnahme. Da die muskelentspannende Wirkung bestimmter Schwangerschaftshormone wie Progesteron den Darm „träge“ macht, hilft es, wenn Sie ihn durch Bewegung unterstützen. Dafür müssen Sie kein exzessives Sportprogramm betreiben.

Regelmäßige Spaziergänge reichen meist schon aus. Eine ballaststoffreiche Ernährung und ausreichende Trinkmenge (ca. 1,5 bis 2 Liter pro Tag) helfen ebenfalls, die natürliche Darmbewegung zu stimulieren. Verzichten sollten Sie dagegen auf die Einnahme frei verkäuflicher Abführmittel und die Anwendung von Einläufen.

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Tipps und Tricks für die 23. Schwangerschaftswoche

Tipps bei Schwindelattacken und Kreislaufbeschwerden

Illustration zweier Herzen und einer Sprechblase vor grünem Hintergrund

Eine Schwangerschaft fordert den Kreislauf ganz schön heraus, denn die Blutmenge nimmt deutlich zu und die Blutgefäße erweitern sich. Ihr Herz hat damit wesentlich mehr Arbeit zu leisten. Kommt dann noch ein niedriger Blutzuckerspiegel dazu, kann es leicht zu Kreislaufproblemen und insbesondere Schwindelattacken kommen.

Was hier helfen kann, ist zunächst einmal das Wissen, dass diese Beschwerden nicht ungewöhnlich sind und viele Frauen in der Schwangerschaft betreffen.

Mit folgenden Tipps können Sie Kreislaufproblemen vorbeugen oder sie lindern:

  • Bleiben Sie in Bewegung. Durch Spazierengehen und leichten Sport wie beispielsweise Schwimmen halten Sie Ihren Kreislauf fit. Zudem trägt die Bewegung dazu bei, über die sogenannte Venenpumpe Blut aus den Beinen wieder in den Körper zu transportieren.
  • Kalt-warme Wechselduschen stärken ebenfalls den Kreislauf. Duschen Sie zum Ende der morgendlichen Dusche Ihre Beine und Arme mit kaltem Wasser ab – wichtig dabei: immer von außen nach innen und von der Fußspitze langsam das Bein hinauf abduschen.
  • Trinken Sie ausreichend. Etwa 1,5 bis 2 Liter pro Tag dürfen es gerne sein.
  • Halten Sie Ihren Blutzuckerspiegel im Gleichgewicht, indem Sie regelmäßig kleine Mahlzeiten zu sich nehmen. Obst oder Nüsse sind auch für unterwegs gut geeignet.
  • Wenn Sie nach längerem Sitzen oder Liegen aufstehen, lassen Sie sich Zeit.
  • Wenn Ihnen schwindelig wird, legen Sie die Füße hoch, um den Blutfluss zu erleichtern. Falls Sie sich nicht hinlegen können oder möchten, beispielsweise weil Sie unterwegs sind, suchen Sie sich einen festen Halt und wippen Sie mit den Füßen mehrmals von den Ballen auf die Fersen.
  • Bei längerem Sitzen können Sie die Blutzirkulation unterstützen, indem Sie wippende Bewegungen mit den Füßen machen – ähnlich als würden Sie in eine Pedale treten.

Merkzettel für Wichtiges

  • Illustration eines Klemmbretts mit einem rosa Haken
    Bewegung hilft gegen Verstopfung und Kreislaufbeschwerden.
  • Abwechslungsreiche Ernährung beugt Wadenkrämpfen vor.
  • Falls Sie schon ein kleines Kind haben, nehmen Sie es besser nicht mehr auf den Arm. Schwer heben belastet Ihren Körper, besonders den Beckenboden und den Rücken, zu sehr.

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