Krebs

Für Versicherte mit einer Krebserkrankung im Einsatz

Lesedauer unter 3 Minuten
Porträt der Barmer-Mitarbeiterin Johanna Lorenz

Autor

Internetredaktion Barmer

Zur Person

Johanna Lorenz ist Fallsteuerin in Berlin

Die 25-jährige Johanna Lorenz ist als Kauffrau im Gesundheitswesen im Krankengeldzentrum Berlin tätig. Ihr Aufgabenfeld: Die sogenannte Fallsteuerung für Versicherte, die Krankengeld bekommen. Was das bedeutet und wie sie in ihrem Job täglich Barmer-Versicherte, die an Krebs erkrankt sind, unterstützt, erklärt sie im Interview.

Wie sieht Ihre Arbeit in der Fallsteuerung für Krebspatienten konkret aus?

Johanna Lorenz: Zu meinen Aufgaben gehört es, Versicherte während der Arbeitsunfähigkeit zu begleiten und Hilfestellung anzubieten, zum Beispiel, wenn es darum geht, Reha-Maßnahmen einzuleiten. Außerdem berate ich, wo möglich, die Versicherten dazu, wie ihre berufliche Wiedereingliederung aussehen kann. Besonders häufig habe ich hier mit Versicherten zu tun, die an Lungenkrebs oder Brustkrebs erkrankt sind.

Eine Krebsdiagnose verändert das ganze Leben. Wie kann die Barmer Menschen helfen, die an Krebs erkrankt sind? Welche Angebote können wir machen?

Johanna Lorenz: Für die Versicherten ist es wichtig, einen Ansprechpartner zu haben, der die Schnittpunkte zur Krankenkasse vermittelt. Ich versuche ihnen diese zusätzliche Last zu erleichtern. Bei der medizinischen Versorgung selbst greift im Grunde ein Zahnrad ins andere, das funktioniert in Deutschland sehr gut. Die Barmer übernimmt zudem die Kosten für moderne Behandlungsmethoden wie CyberKnife und unterstützt Frauen mit Krebserkrankungen der Brust mit dem Besser-Leben-Programm Brustkrebs.

Leider kann im Verlauf der schweren Erkrankung auch die psychische Gesundheit leiden. Hier können wir dann gezielt auf Angebote der Barmer verweisen – zum Beispiel auf die Online-Kurse von HelloBetter, Depression vorbeugen oder Depression behandeln. Auch die online-basierte Psychotherapie MindDoc kann ein hilfreiches Angebot sein, da sie Versicherten einen schnellen und flexiblen Zugang zu einer Psychotherapie ermöglicht.

Eine Krebsdiagnose kann bei Betroffenen große Ängste und Sorgen hervorrufen. Können Sie dazu beitragen, diese zu verringern und wenn ja, wie gehen Sie vor?

Johanna Lorenz: Natürlich haben die Menschen Angst um ihre Gesundheit – aber auch um ihre Zukunft und ihre finanzielle Situation. In einer Zeit, wenn die Betroffenen nicht selbst für ihre finanzielle Existenzgrundlage sorgen können, sichern wir sie mit Krankengeldzahlungen ab. Wir Kolleginnen und Kollegen in der Fallsteuerung haben zudem ein offenes Ohr für die Versicherten und können auf Ihre Sorgen eingehen, zum Beispiel wenn es darum geht, den Grad einer Behinderung feststellen zu lassen. 

Wie nehmen Sie die Menschen mit Krebserkrankungen wahr? Was beschäftigt und bewegt sie, was brauchen sie? 

Johanna Lorenz: Ich stelle immer wieder fest, dass die Betroffenen schon sehr gut Bescheid wissen, aber dennoch viele konkrete Fragen und Informationsbedarf haben. Wenn ich mit Ihnen ins Gespräch komme, liegt der Schock-Moment der Diagnose schon einige Wochen zurück. Meistens hat die Therapie bereits begonnen, so dass die Versicherten schon eine konkrete Vorstellung haben, was da auf sie zukommt. Unklar ist häufig, wann Rehamaßnahmen beantragt werden müssen und wie das funktioniert – hier können wir dann konkrete Hilfestellung anbieten. Wir beraten in diesem Zusammenhang auch zu ambulanten Rehamaßnahmen – dies ist zum Beispiel für alleinerziehende Mütter wichtig, die Ihre Kinder versorgen müssen.

Wie schützen Sie sich selbst und Ihr eigenes Gefühlsleben und wie lassen Sie die Arbeit hinter sich, auch wenn es emotional wird?

Johanna Lorenz: Manche Gespräche sind schon schwierig. Um die Betroffenen weiterhin gut unterstützen zu können, muss ich dann auch einmal Distanz gewinnen. Das schaffe ich in meiner Freizeit ganz gut, zum Beispiel beim Fahrradfahren oder einem Spaziergang an der frischen Luft. Außerdem tut es mir gut, mich mit den Kolleginnen und Kollegen aus meinem Team auszutauschen. 

Welchen Ratschlag würden Sie mit Ihren Erfahrungen Betroffenen und ihren Angehörigen geben?

Johanne Lorenz: Sowohl den Betroffenen als auch ihren Angehörigen würde ich raten, in Kontakt und im Austausch zu bleiben. Viele Menschen mit Krebs fühlen sich isoliert – es ist wichtig Berührungsängste abzubauen.

Weitere Informationen und Hilfestellungen für Angehörige von Menschen mit Krebs finden sie in unserem Artikel Wie können Angehörige Menschen mit Krebs unterstützen?

Barmer Chat

Chat für Versicherte (geschlossen)

Sind Sie bei Meine Barmer registriert?
Loggen Sie sich vor dem Start des Chats für eine persönliche und datenschutzsichere Beratung ein und profitieren Sie außerdem von unseren erweiterten Chat-Zeiten.

Der Chat ist erreichbar jeweils von Montag - Freitag zwischen:
08:00 - 09:00 Uhr
12:00 - 13:00 Uhr
16:00 - 18:00 Uhr

Chat für Interessenten

Ich habe keine eigene Mitgliedschaft bei der Barmer und bin an den Vorteilen interessiert.

Nutzen Sie unseren Chat für Interessenten im Bereich "Mitglied werden"


E-Mail

Meine Barmer

Nutzen Sie das Online-Postfach bei Meine Barmer zur persönlichen und datenschutzsicheren Kommunikation.

Zum Online-Postfach

Kontaktformular

Noch kein Online-Postfach? Nutzen Sie unser Kontaktformular.

Zum Kontaktformular

E-Mail an die Barmer

Senden Sie uns eine Nachricht an service@barmer.de

E-Mail für Interessenten

Sie sind noch nicht (selbst) bei der Barmer versichert und haben Interesse an einer Mitgliedschaft bei uns? Schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an neukunde@barmer.de

Webcode: a005906 Letzte Aktualisierung: 15.10.2020
Nach oben