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Stürze bei älteren Menschen

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Autor

  • Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)
Inhaltsverzeichnis

Eine hoch stehende Teppichkante, ein loses Kabel oder rutschige Fliesen im Bad – Stolperfallen gibt es im Haushalt zuhauf. Wenn ältere Menschen stürzen, kann das aber auch andere Ursachen haben. Lesen Sie, welche das sein können und wie sich am besten vorbeugen lässt.

Was sind Stürze bei älteren Menschen?

Viele ältere Menschen haben Angst zu stürzen, sich einen Knochen zu brechen und dadurch ihre Unabhängigkeit zu verlieren. So verständlich dies ist: Sich aus Angst vor einem Sturz weniger zu bewegen, kann das Gegenteil bewirken. Denn wer aufhört, körperlich aktiv zu sein, hat ein größeres Risiko zu stürzen als jemand, der täglich zum Beispiel viel zu Fuß unterwegs ist.

Wichtig ist, vermeidbare Gefahren im Alltag zu erkennen und nach Abhilfe zu suchen. Ein angepasstes Bewegungstraining kann helfen, möglichst beweglich zu bleiben und Stürzen vorzubeugen. Welche Maßnahmen für einen älteren Menschen nützlich sind, hängt vor allem vom persönlichen Gesundheitszustand ab.

Welche Ursachen und Risikofaktoren gibt es für Stürze bei älteren Menschen?

Stürze können durch Hindernisse und Stolperfallen in der eigenen Wohnung oder unmittelbaren Umgebung verursacht werden. Dazu gehören zum Beispiel hoch stehende Teppichkanten und Fußleisten, lose Kabel, glatte Böden oder rutschige Badematten. Problematisch kann es auch sein, nachts nur auf Socken zur Toilette zu gehen, etwa über glattes Parkett.

Stürze können aber auch die Folge bestimmter gesundheitlicher Probleme sein. Beispiele hierfür sind Sehbehinderungen, gelegentliche Kreislaufschwäche oder Schwindel durch zu hohen oder zu niedrigen Blutdruck sowie einige Erkrankungen, die den Gleichgewichtssinn stören. Manche Medikamente können ebenfalls die Aufmerksamkeit und die Reflexe beeinträchtigen und dadurch zu Stürzen führen. Zu diesen Medikamenten gehören vor allem bestimmte Beruhigungsmittel und andere Psychopharmaka. Auch Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Medikamenten können das Sturzrisiko erhöhen.

Wer schon einmal hingefallen ist, hat ein erhöhtes Risiko, erneut zu stürzen. Es gibt allerdings Möglichkeiten, dieses Risiko zu verringern.

Wer ist von Stürzen bei älteren Menschen betroffen?

Man schätzt, dass etwa 30 von 100 Männern und Frauen über 65 Jahre einmal im Jahr stürzen. Bei Heimbewohnern ist die Rate höher als bei Menschen, die zu Hause leben. Die meisten Stürze gehen aber auch bei Menschen über 65 Jahre glimpflich aus und haben keine ernsthaften gesundheitlichen Folgen.

Welche Krankheitsfolgen können auftreten?

Manchmal kommt es durch einen Sturz zu einer Prellung oder Abschürfung. Knochenbrüche treten jedoch bei weniger als einem von zehn Stürzen auf. Wenn es zu einem Knochenbruch kommt, sind meist die Unterarmknochen betroffen.

Knochenbrüche an der Hüfte oder am Oberschenkel können auch ernsthafte Komplikationen und Einschränkungen zur Folge haben. Zudem können sie längere Klinikaufenthalte nötig machen. Vor allem für Menschen im höheren Alter erhöhen Stürze mit ernsthaften Folgen das Risiko, pflegebedürftig zu werden.

Welche Möglichkeiten der Vorbeugung gibt es?

Einige Maßnahmen zur Vermeidung von Stürzen sind relativ einfach. Beispielsweise kann man die eigene Wohnung auf Stolperfallen überprüfen und diese beseitigen (lassen). Was darüber hinaus sinnvoll ist, hängt sehr von der persönlichen und gesundheitlichen Situation eines älteren Menschen ab. Dies können zum Beispiel Bewegungsprogramme, Gehhilfen, die Behandlung bestimmter Gesundheitsprobleme, eine neue Brille oder auch das Absetzen von Medikamenten sein.

Wie verändert sich der Alltag?

Bei allen Möglichkeiten und Ratschlägen, die es gibt, um sich vor Stürzen zu schützen: Wichtig ist, sich im Alltag nicht zu sehr zu ängstigen. Wie schon erwähnt, gehen die meisten Stürze glimpflich aus.

Wer aktiv bleibt, schützt sich dadurch vor Stürzen. Gerade für ältere Menschen ist es wichtig, so gut es geht körperlich beweglich zu bleiben – nicht zuletzt, um sich möglichst viel Unabhängigkeit zu bewahren.

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