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Fußpilz

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Autor

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)
Inhaltsverzeichnis

Zwischen den Zehen finden Pilze ein feuchtwarmes Klima – ideal, um sich auszubreiten. Typisch sind dann Rötungen und Risse in der Haut. In der Regel verschwindet Fußpilz nicht von selbst. Mit Creme, Gel oder Spray lässt er sich meist gut behandeln. Wir stellen verschiedene Wirkstoffe vor und geben Tipps zur Vorbeugung.

Was ist Fußpilz?

Viele Menschen haben im Laufe ihres Lebens irgendwann einmal mit Fußpilz zu tun. Meist sind die Zwischenräume der Zehen betroffen.

Mit Cremes aus der Apotheke lässt sich Fußpilz normalerweise gut behandeln. Um zu verhindern, dass es überhaupt zu Fußpilz kommt, ist es wichtig, die Füße möglichst trocken zu halten.

Welche Symptome können auftreten?

Fußpilz (Tinea pedis) tritt vor allem zwischen dem kleinen Zeh und dem Nachbarzeh auf. Der Pilz kann zu Rötungen und Rissen in der Haut führen. Die betroffenen Stellen schuppen sich und können jucken. Die Haut kann auch weißlich und verdickt sein und ist dann oft etwas aufgequollen.

Grafik: Fußpilz: typische Rötungen und Risse in der Haut

Fußpilz: typische Rötungen und Risse in der Haut

Wenn der Fußpilz großflächig auf der Fußsohle auftritt, spricht man von einer „Mokassin-Mykose“ (Mykose = Pilzinfektion). Dann sind die Fußsohlen, Fersen und Fußränder trocken, schuppig und können jucken. Es kommt vor, dass die Mokassin-Mykose mit anderen Erkrankungen verwechselt wird, zum Beispiel mit einer Neurodermitis.

Bei einer seltenen Form von Fußpilz kommt es zu einer akuten Entzündung, bei der die Haut gerötet ist und Pusteln bildet. Die Haut kann jucken und sich gespannt anfühlen.

Welche Ursachen hat Fußpilz?

Fußpilz wird meist durch Hautpilze (Dermatophyten) verursacht. Sie können über kleine Risse oder Verletzungen in die Haut eindringen und ihre oberste Schicht befallen.

Die Pilze werden durch direkten Hautkontakt oder durch Hautschuppen übertragen. Dies kann zum Beispiel passieren, wenn die nackten Füße in Gemeinschaftsduschen mit ansteckenden Hautschuppen in Berührung kommen. Dieselben Pilze können auch zu Nagelpilz führen.

Hautpilze brauchen Feuchtigkeit und Wärme, um sich auszubreiten. Die Füße bieten eine günstige Umgebung: Weil wir die meiste Zeit des Tages Schuhe tragen, ist es dort häufig warm und feucht. Außerdem enthält die Haut hier besonders viel Keratin – ein Eiweiß, das sich in der Oberhaut befindet. Hiervon ernähren sich die Hautpilze.

Was sind Risikofaktoren für Fußpilz?

Bestimmte Faktoren können das Risiko für Fußpilz erhöhen, insbesondere

  • eine familiäre Veranlagung,
  • allergische Erkrankungen und Neurodermitis,
  • eine Neigung zu Schweißfüßen,
  • ein geschwächtes Immunsystem, etwa aufgrund einer schweren Erkrankung oder einer längerfristigen Einnahme von Medikamenten, die das Abwehrsystem schwächen,
  • Durchblutungsstörungen in den Beinen, zum Beispiel infolge von Diabetes oder einer Gefäßverengung,
  • bestimmte Sportarten, vor allem Laufen und Schwimmen.

Wer während der Arbeit immer festes Schuhwerk tragen muss, etwa Sicherheitsschuhe oder Gummistiefel, hat ebenfalls ein erhöhtes Risiko.

Wer ist von Fußpilz betroffen?

Fußpilz ist weit verbreitet. Nach Angaben aus Studien sind zwischen 3 und 15 % der Bevölkerung betroffen. Männer haben häufiger Fußpilz als Frauen, ältere Menschen öfter als jüngere.

Wie ist der Krankheitsverlauf?

Fußpilz ist bei ansonsten gesunden Menschen harmlos, verschwindet aber normalerweise nicht von selbst. Unbehandelt kann sich ein Fußpilz auf einen Nagel ausbreiten und zu einem Nagelpilz führen. Nur selten breitet sich die Infektion auch auf andere Hautstellen wie etwa die Hände aus.

Sehr selten und nur bei einem ausgeprägten Fußpilz kann eine bakterielle Infektion hinzukommen.

Wie wird die Diagnose Fußpilz gestellt?

Die Ärztin oder der Arzt untersucht die betroffenen Hautstellen und fragt nach Beschwerden. Um eine Verwechslung mit anderen Hautkrankheiten auszuschließen, kann sie oder er eine Hautprobe entnehmen. Dazu wird etwas Haut abgeschabt und mithilfe einer Chemikalie unter dem Mikroskop auf Pilzsporen untersucht. Das Untersuchungsergebnis ist oft schon nach einem Tag da. Nur selten wird im Labor eine Pilzkultur angelegt, weil der genaue Erregertyp festgestellt werden soll. Dies dauert etwa drei Wochen.

Welche Möglichkeiten der Vorbeugung gibt es?

Da Pilze eine feuchte Umgebung bevorzugen, lohnt es sich, auf trockene Füße zu achten. Das bedeutet, dass man zum Beispiel

  • nach dem Schwimmen, Duschen oder Baden die Füße gut abtrocknet,
  • nicht zu enge, möglichst luftige Schuhe trägt,
  • das gleiche Paar Schuhe nicht zwei Tage in Folge trägt und
  • so oft wie möglich seine Schuhe auszieht.

Um einer Ansteckung durch infizierte Hautschuppen vorzubeugen und Rückfälle zu vermeiden, wird empfohlen,

  • in Schwimmbädern, Gemeinschaftsduschen und Umkleidekabinen Badelatschen zu tragen,
  • Schuhe, Handtücher und Socken nicht mit anderen zu teilen,
  • Socken, Bettwäsche und Handtücher bei mindestens 60 Grad zu waschen,
  • bei niedrigeren Waschtemperaturen Zusätze wie Hygienespüler zur Wäsche hinzuzufügen.

Wie wirksam diese Empfehlungen zur Vorbeugung sind, ist bislang allerdings nicht gut untersucht.

Wie wird Fußpilz behandelt?

Fußpilz lässt sich meistens erfolgreich mit Cremes, Gels oder Sprays behandeln, die rezeptfrei in der Apotheke erhältlich sind. Diese Präparate enthalten einen Wirkstoff, der das Wachstum der Pilze hemmt oder sie abtötet.

Manchmal werden Hausmittel wie Teebaumöl oder Fußbäder mit bestimmten Kräutern empfohlen. Es gibt jedoch keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass sie bei Fußpilz helfen.

Wenn es nicht gelingt, Fußpilz durch eine äußerliche Behandlung zu heilen, können Tabletten infrage kommen. Dies ist allerdings nur selten notwendig.

Weitere Informationen

Die Hausarztpraxis ist meist die erste Anlaufstelle, wenn man krank ist oder bei einem Gesundheitsproblem ärztlichen Rat braucht. Wir informieren darüber, wie man die richtige Praxis findet, wie man sich am besten auf den Arztbesuch vorbereitet und was dabei wichtig ist.

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