Kinder und Entwicklung

Persönlichkeitsentwicklung von Kindern - stille Beobachter oder Abenteurer?

Lesedauer unter 2 Minuten
Ein Junge springt über einen Zaun

Autor

  • almeda GmbH

Qualitätssicherung

  • Dr. med. Utta Petzold (Dermatologin, Allergologin, Phlebologin bei der Barmer),
  • Dr. med. Cornelia Czap (Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin, Allergologie)

Zurückhaltend oder wagemutig, still oder lebhaft – der grundlegende Charakter eines Kindes ist in weiten Teilen Veranlagung. Entsprechend unterschiedlich sind auch die Bedürfnisse der Kinder nach Sicherheit und Nähe oder Freiräumen.

Optimal ist ein Erziehungsstil, der einerseits verlässlichen Schutz bietet, andererseits die Kinder darin unterstützt, die Umwelt zu erkunden und selbstständig zu werden. Für jedes Kind ist es entscheidend, dass es in seiner Persönlichkeit angenommen und bestätigt wird. Nur so kann sich ein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln.

Selbstwertgefühl und Entwicklung von Fähigkeiten

Spätestens in der Schule entwickeln die Kinder ein Bewusstsein für ihre Stärken und Schwächen. Sie beginnen, sich mit anderen zu vergleichen. Für Kinder, die in bestimmten Dingen weniger gut abschneiden, ist es besonders wichtig, andere Fähigkeiten zu entfalten. Die einen sind gut im Sport, den nächsten fällt das Lernen leicht, wieder andere sind vielleicht besonders hübsch oder besonders geschickt im Umgang mit Menschen.

Mit einem gesunden Selbstwertgefühl sind Kinder gegen viele Fallstricke des Lebens gerüstet. Sie schaffen es besser, Nein zu sagen, wenn andere ihnen beispielsweise Zigaretten oder Alkohol aufdrängen wollen. Sie werden aber auch seltener Opfer von Gewalt und sexuellem Missbrauch.

Wahrnehmung des eigenen Geschlechts

Im Vorschulalter stabilisiert sich das Bewusstsein, einem bestimmten Geschlecht anzugehören. Kleine Mädchen eifern weiblichen, kleine Jungs männlichen Rollenvorbildern nach. Auch separieren sich die Geschlechter gern: Jungen spielen in der Regel lieber mit Jungs, Mädchen mit Mädchen.

Das Spielverhalten von Jungen und Mädchen ist verschieden. Das lässt sich auch über kulturelle Grenzen hinweg beobachten. Jungen bevorzugen oft Spiele, in denen sie ihre Kräfte messen oder Überlegenheit zeigen können: Sie spielen Rollenspiele, in denen es kämpferisch zugeht, stacheln einander zu Mutproben an oder spielen Fußball. Mädchen hingegen sind eher ruhiger und gruppenorientierter in ihrem Spielverhalten: Sie spielen Familie oder Schule, Gummitwist oder basteln gemeinsam. Natürlich gibt es auch hier Beispiele, die in ihrem Verhalten eher dem anderen Geschlecht ähneln.

Zwischen dem achten und dem neunten Lebensjahr beginnen sich die Jungen und Mädchen langsam wieder anzunähern. Richtig spannend wird das Verhältnis dann mit Beginn der Pubertät. Bei Mädchen kann dies schon im Altern von zehn Jahren beginnen, Jungs folgen meist ab dem zwölften Lebensjahr. Die Hirnanhangdrüse beginnt dann vermehrt Geschlechtshormone zu produzieren - also Östrogen bei den Mädchen und Testosteron bei Jungen.

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