Kinderkrankheiten

Kleine Patienten - brauchen intensive Betreuung

Lesedauer unter 2 Minuten
Ein kranker Junge schaut unglücklich

Autor

  • Internetredaktion Barmer

Qualitätssicherung

  • Dr. med. Utta Petzold (Dermatologin, Allergologin, Phlebologin bei der Barmer)

Ist ein Kind richtig krank und muss zuhause bleiben, sollten möglichst Mutter oder Vater selbst die Betreuung übernehmen.

Welche Maßnahmen sind für kranke Kinder geeignet

Bettruhe

Wird Ihr Kind von Schmerzen und Fieber geplagt, ist Bettruhe oberstes Gebot. Das gilt natürlich auch beispielsweise bei einer Gehirnerschütterung. Dunkeln Sie den Raum leicht ab und achten Sie auf eine angenehme Temperatur (ca. 20 Grad). Lüften Sie oft und wechseln Sie bei fieberhaften Erkrankungen regelmäßig die Bettwäsche.

Viel trinken

Viel trinken ist jetzt wichtig, z.B. Tee, Wasser und verdünnte Säfte (nicht zu kalt!). Besonders Babys haben einen relativ hohen Flüssigkeitsbedarf. Passen Sie die Schlafkleidung und die Bettdecke dem Fieber an: steigt das Fieber mit Schüttelfrost, sind eine zusätzliche Decke und ein warmer Schlafanzug hilfreich. Bei einem Fieberanfall sollten die verschwitzte Kleidung gewechselt und eine dünnere Decke verwendet werden.

Fieber ist eine wirksame Technik des Körpers, Krankheitskeime zu bekämpfen. Versuchen Sie daher nicht zu schnell, Fieber künstlich zu senken. Temperaturen ab etwa 38 Grad nutzen Sie eher als dass sie schaden. Ab etwa 39 Grad sind zunächst Wadenwickel hilfreich zur Fiebersenkung. Steigt das Fieber trotzdem weiter, können Sie in ärztlicher Absprache fiebersenkende Medikamente (Zäpfchen, Fiebersäfte) geben.

Schleim lösen

Lassen Sie Ihr Kind viel trinken, damit sich der lästige Schleim verflüssigen kann. Schaffen Sie außerdem eine hohe Luftfeuchtigkeit. Bei Atembeschwerden helfen Inhalationen mit Kamille oder Kochsalzlösung sowie Einreibungen mit ätherischen Ölen. Vorsicht bei Babys und Kleinkindern: manche ätherischen Öle (zum Beispiel Campher, Menthol) sind für sie gefährlich!

Mineralstoffe ersetzen

Mit Durchfall bzw. Erbrechen versucht der Körper, Giftstoffe loszuwerden. Medikamente, die die Ausscheidung eindämmen (Loperamid, Metoclopramid etc.) sollten Sie daher nicht sofort einsetzen. Aktivkohle hingegen soll die schädigenden Stoffe bzw. Krankheitserreger binden und deren Ausscheidung aus dem Darm erleichtern. Die Datenlage hierzu ist allerdings nicht eindeutig.

Wenn das Erbrechen abnimmt, ist es besonders wichtig, dass die verlorene Flüssigkeit samt Mineralien ersetzt wird. Am einfachsten geht dies bei kleinen Kindern mit Elektrolytpräparaten aus der Apotheke. Aber auch Apfelsaftschorle, warme Brühe oder Kamillentee mit einer Prise Salz und einem Teelöffel Zucker sind mögliche Alternativen. Zu essen sollte Ihr Kind erst bekommen, wenn das Erbrechen bereits einige Zeit zum Stillstand gekommen ist. Fangen Sie an mit Zwieback und Salzstangen, verzichten Sie vorerst auf Fettiges.

In Ruhe auskurieren

Sobald Ihr Kind einen Tag fieberfrei ist, kann es grundsätzlich auch wieder in Kindergarten oder Schule gehen. Bei Erkrankungen wie Windpocken sollte die Ärztin beziehungsweise der Arzt bestätigen, dass keine Ansteckungsgefahr mehr besteht. Auch wenn sich Ihr Kind bereits wieder prima fühlt, sind größere Anstrengungen anfänglich zu vermeiden. Eine Erkrankung raubt mehr Kräfte, als dem Kind bewusst ist.

Quellenangaben

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Redaktionelle Grundsätze
Webcode: s000094 Letzte Aktualisierung: 05.06.2013
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