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  • Impfen geht uns alle an
  • Häufige Fragen zum Impfen
  • Der BARMER Impfplaner
  • 100 Prozent für Reiseschutzimpfungen
Eine Gruppe von Kindern mit Luftballons
Impfungen auf einen Blick
Von Grippe bis Windpocken

Hier erhalten Sie alle wichtigen Informationen zu den wichtigsten Impfungen und den Erkrankungen, vor denen sie Schutz bieten können. Wie kann ich mich gegen Grippe schützen, was muss ich bei der Impfung gegen Röteln beachten und wo kommen Windpocken vor?

Ein Großvater und Enkelkind heben die Arme vor Freude in die Luft
Impfungen können vor Infektionskrankheiten schützen
Impfen geht uns alle an

Viele Infektionskrankheiten wie Diphtherie oder Kinderlähmung haben heute ihren Schrecken verloren. Der Grund: Vorbeugende Impfungen haben entscheidend dazu beigetragen, ihren Ausbruch einzudämmen.

Vater mit kleinem Kind auf dem Arm
Fragen rund um das Thema Impfen
Häufige Fragen zum Impfen

Wie wirken Impfungen überhaupt, wie lange sollte ich nach meiner Impfung keinen Sport treiben und welche Impfungen kann ich kombinieren? Hier finden Sie Antworten auf Ihre Fragen rund um das Thema Impfen.

Collage mit grünem Hintergrund und einer jungen Frau, die aus einem Smartphone-Ballonkorb heraus schaut.
BARMER-App Screenhot des Navigationsmenüs
Mit dem Impfplaner den Überblick behalten
Der BARMER Impfplaner

Mit dem BARMER Impfplaner im Gesundheitsmanager der BARMER-App behalten Sie anstehende und erledigte Impfungen im Überblick und vergessen keine Impfung mehr.

Zwei junge Frauen lehnen sich während der Fahrt aus dem Autofenster
Volle Kostenübernahme für Ihre Reiseschutzimpfung
100 Prozent für Reiseschutzimpfungen

Gut geschützt unterwegs: Wer ferne Länder bereist, ist manchmal höheren gesundheitlichen Risiken ausgesetzt. Die Barmer übernimmt die vollen Kosten für Reiseschutzimpfungen.

Krankheiten gezielt vorbeugen - Impfen kann schützen

Impfungen zählen zu den wichtigsten und wirksamsten präventiven Maßnahmen, die in der Medizin zur Verfügung stehen. Ihre Sicherheit und Wirksamkeit sind wissenschaftlich belegt. Dennoch wird das Thema Impfen teilweise sehr kontrovers diskutiert. Es ist völlig verständlich, dass Eltern nur das Beste für ihre Kinder wollen und deshalb das Für und Wider von Impfungen sorgfältig abwägen. Moderne Impfstoffe zeichnen sich insbesondere durch ihre gute Verträglichkeit aus. Weiterlesen

Wichtige Fragen zum Thema Impfen

Wie wirken Impfungen?
Ein kleines Kind mit Regenkleidung auf einem Steg am Meer
Wie wirken Impfungen? 

Mit Impfungen kann ansteckenden Krankheiten gezielt vorgebeugt werden. Hierzu macht man sich eine lebenswichtige Fähigkeit unseres Immunsystems zu Nutze: Krankheitserreger unschädlich zu machen.

Welche Impfungen werden empfohlen?
Ein aufgeklappter Impfpass
Welche Impfungen werden empfohlen? 

Eine Impfung ist eines der wirksamsten Schutzschilder gegen Erkrankungen. Inzwischen gibt es dank engagierter Forschung gegen viele verschiedene Infektionskrankheiten effektive und sichere Impfstoffe. Diese können mitunter lebensbedrohliche Erkrankungen gezielt verhindern.

Wie kann ich mich gegen Infektionen durch Zecken schützen?
Eine Familie wandert über eine Wiese
Wie kann ich mich gegen Infektionen durch Zecken schützen? 

Zecken kommen überall in der freien Natur vor – sowohl in Wäldern, Gebüschen und auf Wiesen als auch in Gärten oder Parks. Ein Zeckenstich hat meist keine ernsten gesundheitlichen Folgen. Die winzigen Spinnentiere können allerdings Krankheiten übertragen. Zu ihnen zählt die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).

Welche Imfpungen werden für Babys und Kinder empfohlen?
Vater mit kleinem Kind auf dem Arm
Welche Imfpungen werden für Babys und Kinder empfohlen? 

Impfungen stehen neben den Vorsorgeuntersuchungen für Säuglinge und Kleinkinder an erster Stelle, wenn es um den Schutz der kindlichen Gesundheit geht. Eine frühzeitige Immunisierung gewährleistet, dass der Nachwuchs einen ausreichenden Immunschutz gegen Infektionserkrankungen aufbauen kann.

Für eine Reihe von Infektionskrankheiten gibt es Kombinationsimpfungen. Deren Impfstoffe wirken gegen mehrere Erreger zugleich. So ist es möglich, mit nur einer einzigen Impfung mehreren Erkrankungen auf einmal vorzubeugen.

Zur Immunisierung jeder einzelnen Infektionskrankheit extra zum Arzt gehen und impfen lassen? Nein, das muss nicht sein. Schließlich gibt es inzwischen Kombinationsimpfstoffe, die gleichzeitig gegen mehrere Infektionskrankheiten schützen – einer von ihnen sogar gegen sechs verschiedene Erreger.

Das ist sehr gut so, denn die Impfungen im Kombipack stellen eine große Erleichterung dar. Denn ansonsten wären im Kindesalter über 30 Einzelimpfungen notwendig. Dank der Kombinationsimpfstoffe bleiben den Kleinen diese vielen Spritzen erspart. Das wissen natürlich auch Erwachsene sehr zu schätzen.

Bedeutet mehr Schutz auch mehr Nebenwirkungen?

Das könnte man durchaus vermuten, ist jedoch nicht der Fall. Aus vielen Untersuchungen weiß man, dass Kombinationsimpfstoffe nur sehr selten und nicht mehr Nebenwirkungen haben, als andere moderne Impfstoffe auch.

Zudem enthalten moderne Kombinationsimpfstoffe viel weniger Bestandteile des Erregers oder Antigene als ältere Impfstoffe. Das macht die Impfstoffkombinationen noch sicherer und verträglicher.

Welche aktuellen Kombinationsimpfungen gibt es?

Derzeit sind in Deutschland folgende Kombinationsimpfstoffe empfohlen und zugelassen.

Zweifachimpfung gegen:

  • Hepatitis A und B
  • Hepatitis A und Typhus

Dreifachimpfung gegen:

  • Masern, Mumps und Röteln (MMR-Impfung)
  • Diphterie, Keuchhusten und Tetanus

Vierfachimpfung gegen:

  • Masern, Mumps, Röteln und Windpocken (MMRV-Impfung)
  • Diphterie, Keuchhusten, Tetanus und Haemophilus influenzae Typ B (Hib)
  • Diphterie, Keuchhusten, Tetanus, Poliomyelitis (Kinderlähmung)

Sechsfachimpfung gegen:

  • Poliomyelitis, Diphterie, Tetanus, Keuchhusten, Hib, Hepatitis B

Literatur:

In der Schwangerschaft gilt: so wenig wie möglich, aber so viel wie nötig impfen. 

Für werdende Mütter gibt es eine alles entscheidende Frage: Handelt es sich bei dem Impfstoff um einen Tot- oder um einen Lebendimpfstoff?

Gegen Impfungen mit einem Totimpfstoff in der Schwangerschaft existieren in der Regel keine Einwände. Ganz anders sieht es hingegen bei Impfungen mit einem Lebendimpfstoff aus, denn diese sind während einer Schwangerschaft grundsätzlich kontraindiziert, also nicht erlaubt.

Tipp:
Frauen mit Kinderwunsch sollten bereits vor einer Schwangerschaft ihren Impfstatus überprüfen lassen und den Frauenarzt darauf ansprechen.

Erlaubt:

Für Totimpfstoffe stellt eine Schwangerschaft keine Kontraindikation dar. Das gilt zum Beispiel für Impfungen gegen Influenza, Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten.

Die Influenza-Impfung wird ausdrücklich empfohlen

Eine Impfung gegen die Virusgrippe wird Schwangeren sogar ausdrücklich angeraten. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Influenza-Impfung allen Schwangeren ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel, bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens sogar ab dem ersten Schwangerschaftsdrittel.

Allerdings:

Im ersten Drittel der Schwangerschaft sollten nur dringend erforderliche Impfungen durchgeführt werden, um zu verhindern, dass die in der Frühschwangerschaft häufig vorkommenden Spontanaborte fälschlicherweise mit der Impfung in Zusammenhang gebracht werden. Sind Impfungen erforderlich, sind nur Totimpfstoffe erlaubt. Aber auch bei Totimpfstoffen gilt der Grundsatz, dass aufschiebbare Impfungen auf einen Zeitpunkt nach der Geburt verlegt werden. Wer vor der Schwangerschaft noch nicht gegen Keuchhusten geimpft wurde, sollte dies in den ersten Tagen nach der Geburt nachholen.

Nicht erlaubt:

Impfungen mit einem Lebendimpfstoff sind in der Schwangerschaft grundsätzlich nicht angeraten.

Das betrifft Impfungen gegen Masern, Mumps, Röteln, Windpocken, Gelbfieber und Cholera.

Nach einer Impfung mit einem Lebendimpfstoff sollte entsprechend den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission eine Schwangerschaft für mindestens einen Monat vermieden werden.

Es ist kein Schwangerschaftsabbruch notwendig

Eine versehentliche Impfung mit einem Lebendimpfstoff in oder kurz vor einer Schwangerschaft ist jedoch keine Indikation zum Schwangerschaftsabbruch.

Stillzeit und die Zeit nach der Geburt

In der Stillzeit können sowohl die Mutter als auch der gestillte Säugling in der Regel alle Impfungen erhalten, die von der STIKO empfohlen werden. Dies sind dann sowohl Tot- als auch Lebendimpfstoffe. Dennoch empfiehlt sich die Rücksprache mit dem Arzt auch dann, wenn die Mutter nicht stillen möchte oder nicht kann. Wer mit einem modernen Impfstoff geimpft wurde, wird selbst nicht an der Krankheit erkranken oder andere Menschen anstecken. Aber keine Regel ohne Ausnahme: Ist der Säugling schwach, ist es in seltenen Fällen möglich, dass eine geimpfte Mutter ihr Kind ansteckt. Gegen Gelbfieber sollten stillende Mütter grundsätzlich nicht geimpft werden. Denn es gibt vereinzelt Fälle, in denen die Babys anschließend an einer Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute erkrankt sind.

Literatur:

Viele Impfungen müssen regelmäßig aufgefrischt werden. Das empfiehlt auch die Ständige Impfkommission des Robert Koch-Instituts in Berlin, kurz STIKO. Die Umsetzung dieses wichtigen Rats ist jedoch oft schwierig, denn mit zunehmendem Alter tritt die Impfauffrischung angesichts anderer gesundheitlicher Belange schnell in den Hintergrund.

Erinnerung für das Abwehrsystem

Eine Auffrischung von Impfungen ist oft empfehlenswert, da unser Immungedächtnis mit der Zeit nachlässt und schwächer wird: Es „vergisst“ gewissermaßen den Impfschutz, der dadurch langsam zurückgeht. Durch die Impfauffrischung wird das Abwehrsystem sozusagen wieder daran erinnert.

Alle Jahre wieder?

Nein, nicht ganz … Erwachsene sollten ihre Impfungen gegen Tetanus und Diphterie alle zehn Jahre auffrischen lassen. Eine einmalige Auffrischimpfung wird auch gegen Kinderlähmung und Keuchhusten empfohlen. Mit Kombinationsimpfstoffen geht diese Auffrischung am einfachsten, denn auf diese Weise können die vier Impfungen gemeinsam, mit nur einer Spritze, erneuert werden.

Wer über 60 Jahre alt ist, sollte sich laut STIKO gegen Grippe (Influenza) impfen lassen. Das gilt auch für jüngere Menschen, die aufgrund einer chronischen Erkrankung eine schwächere Abwehr haben und somit gesundheitlich stärker gefährdet sind – etwa Typ-2-Diabetiker oder Patienten mit Herzerkrankungen. Wichtig für diese Personengruppe und alle nach dem 60. Lebensjahr ist zudem eine Impfung gegen Erkrankungen durch Pneumokokken, denn diese Bakterien können bei einem geschwächten Immunsystem und im fortgeschrittenen Alter gefährlich sein. Infektionen mit den Erregern können tödlich enden. Zu den Standardimpfungen für Personen ab 60 Jahren zählt auch die Impfung gegen Gürtelrose. Für den Schutz sind insgesamt zwei Impfungen notwendig.

Regelmäßig den Impfpass prüfen

Um über seinen persönlichen Impfstatus auf dem Laufenden zu sein, sollte man regelmäßig seinen Impfpass checken. Doch auch wenn dieses wichtige Dokument nicht irgendwo in den Akten verschwunden ist, haben viele Menschen Schwierigkeiten damit, denn der Impfpass ist nicht eben selbsterklärend: Rund die Hälfte der Bundesbürger versteht laut Institut für Demoskopie Allensbach dessen Inhalte nicht.

Daher finden Sie hier auch wichtige Informationen zum „richtigen“ Lesen des Impfpasses.

Literatur:

Der Impfpass ist genauso wichtig wie die Geburtsurkunde oder der Personalausweis. Dennoch ist vielen Menschen gar nicht bewusst, welche große Bedeutung dieses Dokument hat. Höchste Zeit, das zu ändern.

Der Impfpass, auch Impfbuch oder Impfausweis genannt, fristet oftmals ein vernachlässigtes Dasein. Häufig wird ihm erst Aufmerksamkeit zuteil, sobald der Hausarzt danach fragt oder eine Reiseimpfung ansteht … Dabei ist das gelbe Heftchen eines der wichtigsten Dokumente, das jeden von uns ein Leben lang begleitet. Denn in ihm ist jede Impfung mit Datum eingetragen, die man erhalten hat. So kann jeder Arzt schnell ersehen, wogegen man wann und wie oft geimpft wurde.

Der Impfpass ist international und lebenslang gültig

Einen Impfpass muss man nicht beantragen: Man bekommt ihn kostenlos von seinem Hausarzt. Meist erhalten bereits Neugeborene das Dokument im Rahmen der ersten Vorsorgeuntersuchung. Da der Impfpass lebenslang sowie international gültig ist, sind alle Eintragungen darin nicht nur in Deutsch, sondern auch in Englisch vermerkt. Übrigens sind die weltweit anerkannten Impfpässe nach den Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) stets gelb.

Was steht im Impfpass?

Okay, der Impfpass ist also sehr wichtig. Doch welche Informationen werden dort eigentlich vermerkt?Auf der ersten Seite kann eine Impfung gegen Tuberkulose sowie ein entsprechender Test auf Tuberkulose eingetragen werden. Seit den 90er Jahren wird eine allgemeine Tuberkuloseimpfung in Deutschland nicht mehr empfohlen. Auf den nächsten Seiten folgen die Eintragungen über die Standardimpfungen: jeweils mit Impfdatum, Handelsnamen und Chargen-Nummer des Impfstoffes. Hier kann der Arzt auch die Grippeimpfung vermerken. Es folgen dann die Indikations- und Reiseschutzimpfungen. Indikationsimpfungen werden nur vorgenommen, wenn bestimmte Krankheiten oder besondere Umstände vorliegen. Hier ist auch Platz für spezielle Impfungen wie gegen Tollwut oder Zecken. In den Impfpass wird auch die Gelbfieberimpfung eingetragen. Der Eintrag entspricht einer internationalen Bescheinigung. Jede der Impfungen ist mit Stempel und Unterschrift des Arztes versehen, der sie durchgeführt hat.

Die wichtigsten Abkürzungen sind aP für Keuchhusten, D für Diphterie, T für Tetanus, IPV für Kinderlähmung und MMR für Masern, Mumps sowie Röteln.

Der Impfpass informiert Patienten und Ärzte nicht nur über erledigte Impfungen, sondern er dient auch als Notfall- und Organspendeausweis. Neben der Blutgruppe können Erkrankungen und Medikamente für die Langzeitbehandlung eingetragen werden.

Was bezahlen gesetzliche Krankenkassen?

Gesetzlich Versicherte haben Anspruch auf eine ganze Reihe kostenloser Schutzimpfungen. Welche das sind, ist in der sogenannten Schutzimpfungs-Richtlinie festgelegt. Diese wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss entsprechend den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission des Robert Koch-Instituts in Berlin, kurz STIKO, erstellt.

Impfleistungen der Barmer

Deutschland sucht den Impfpass

So hieß eine deutschlandweite Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) aus dem Jahr 2012. Wer also seinen Impfpass sucht und nicht mehr findet, bekommt von seinem Hausarzt einen neuen. Er kann alle erfolgten Impfungen in der Regel problemlos darin nachtragen. Denn diese müssen in die Krankenakte eingetragen und mindestens zehn Jahre aufbewahrt werden.

Doch was ist, wenn sich der Impfstatus nicht mehr rekonstruieren lässt? Dann gilt: Was nicht dokumentiert ist, wird als nicht durchgeführt erachtet. Und das heißt, alle von der STIKO empfohlenen Impfungen sollten nachgeholt werden. Gesundheitliche Risiken durch eine „Überimpfung“ bestehen dabei nicht.

Tipp:

Damit man seinen Impfpass bei Bedarf nicht lange suchen muss und ihn auch nicht verliert, sollte man ihn zusammen mit anderen wichtigen Unterlagen wie etwa Geburtsurkunde, Versicherungspolicen oder Steuernummer aufbewahren. Am besten ist es jedoch, den Impfpass ähnlich dem Personalausweis immer dabei zu haben, besonders wenn auch Einträge im Notfallausweis vorgenommen wurden. 

Literatur:

Nahezu jede niedergelassene Praxis der hausärztlichen Versorgung in Deutschland bietet die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlenen Impfungen an.

Etwa 85 bis 90 Prozent aller Impfungen werden deshalb von niedergelassenen Ärzten durchgeführt.

Auch beim Öffentlichen Gesundheitsdienst, das heißt bei Gesundheitsämtern sowie Betriebsärzten, kann man sich impfen lassen. Bundesweit erfolgen hier etwa zehn bis 15 Prozent der Impfungen. 

Eine Ausnahme ist die Gelbfieberimpfung

Die Impfung gegen Gelbfieber ist für die Einreise in einige Länder vorgeschrieben. Sie besitzt einen Sonderstatus, denn sie darf als einzige Impfung nur in dafür spezialisierten Impfstellen und von dafür zugelassenen Impfärzten durchgeführt werden. Beim Centrum für Reisemedizin (CRM) sind die Adressen der Gelbfieber-Impfstellen in Deutschland abrufbar.

Die Gelbfieberimpfung muss im Impfpass eingetragen, vom Impfarzt unterzeichnet und durch einen Stempel beglaubigt sein.

Impfung gegen Humane Papilloviren (HPV)

 Mädchen und Jungen können sich gegen HPV impfen lassen. HP-Viren können Gebärmutterhalskrebs sowie Krebserkrankungen an After und Penis und im Mund-Rachen-Raum verursachen. Da die Impfung zwischen dem neunten und 14. Lebensjahr empfohlen wird, wird in der Regel der Kinder- oder Hausarzt impfen. Bei Mädchen ist eine Impfung auch beim Gynäkologen möglich. Zwingend erforderlich ist dies allerdings nicht.

Impfung durch Betriebsärzte

Barmer-Versicherte können seit dem 1. Januar 2019 auch Schutzimpfungen von Betriebsärzten erhalten. Ermöglicht wird dies durch einen Selektivvertrag, den die Barmer mit der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin geschlossen hat. Mitarbeiter können so schnell und unkompliziert ihren Impfschutz auffrischen lassen.

Tropeninstitut Berlin

Wer Auslandsimpfungen für seine private Reise benötigt, kann sich bei seinem Hausarzt impfen lassen. Weiterhin hat die Barmer mit dem Tropeninstitut Berlin vereinbart, dass Barmer-Versicherte auch dort Reiseschutzimpfungen erhalten können.

Literatur:

Wann man sich nach einer Impfung wieder sportlich betätigen darf, ist eine berechtige und deshalb oft gestellte Frage. Experten auf diesem Gebiet geben darauf folgende Antwort: Nach der Impfung spricht in der Regel nichts gegen leichte körperliche Belastungen. 

Doch was bedeutet das in der Praxis? Ganz salopp formuliert: dass man es nach einer Impfung mit sportlichen Aktivitäten bitte keinesfalls übertreiben sollte. Ein Marathonlauf ist also auf jeden Fall keine gute Idee, ebenso wenig wie vieles, was Freizeitsportler regelmäßig absolvieren …

Was bei vielen sportlich Aktiven oft auf dem Programm steht, sind Trainingseinheiten mit hoher Gewichtsbelastung, meist im Fitness-Center. Derartige körperliche Anstrengungen sollten unmittelbar nach einer Impfung besser vermieden werden. Bei einer solchen starken körperlichen Belastung sind Impfreaktionen wie zum Beispiel Schmerzen an der Einstichstelle, leichtes Fieber, Mattigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen möglich.

Fazit:

Sportlichen Aktivitäten nach Impfungen steht nichts im Wege. Übertreiben sollte man es damit allerdings nicht, d. h. extreme Ausdauersportarten oder Trainingseinheiten mit hoher Gewichtsbelastung sind zu vermeiden.

Nach einer Impfung mit einem Lebendimpfstoff (Masern, Mumps, Röteln, Windpocken) sollte man nach der Impfung idealerweise etwa eine Woche verstreichen lassen, nach der Impfung mit einem Totimpfstoff (z. B. Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Kinderlähmung) reichen auch einige Tage Pause aus. Dauert die Impfreaktion länger, sollte gewartet werden, bis die Reaktion abgeklungen ist. Dies gilt auch für Freizeitaktivitäten wie Schwimmen oder Saunagänge. Der Impferfolg wird durch die sportliche Aktivität oder durch Saunagänge nicht herabgesetzt. Es geht vielmehr darum, den Körper zu schonen, denn wer mit Fieber in die Sauna geht, kann im schlimmsten Fall mit einem Kreislaufkollaps reagieren.

Literatur:

Totimpfstoffe

Sie bestehen aus Erregern, die nicht mehr vermehrungsfähig sind, da sie durch Behandlung mit Formalin oder Hitze inaktiviert wurden oder aus Bestandteilen der Erreger. Totimpfstoffe werden unter anderem gegen Keuchhusten, Grippe, Cholera, Tollwut und Pneumokokkeninfektionen eingesetzt.

Lebendimpfstoffe

Diese enthalten vermehrungsfähige Erreger, die abgeschwächt wurden. Sie lassen den Organismus in abgeschwächter Form Antikörper ausbilden und bewirken damit eine gute und langanhaltende Immunität. Zu den Lebendimpfstoffen zählen zum Beispiel Impfstoffe gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken.

Kombinationsimpfstoffe

Im Rahmen einer Kombinationsimpfung werden Impfstoffe gegen mehrere Krankheiten gemischt und gleichzeitig verabreicht. So gibt es beispielsweise Dreifachimpfungen gegen Diphtherie, Keuchhusten und Tetanus sowie gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR-Impfung).

Toxine

Toxine kommen zum Einsatz, wenn nicht der Erreger, sondern dessen Toxin (d. h. dessen Gift) die Krankheitserscheinungen hervorruft. Solche Impfstoffe werden beispielsweise gegen Diphtherie und Tetanus eingesetzt.

Nichtzelluläre Impfstoffe

Diese Impfstoffe bestehen nur aus Bruchstücken eines Erregers. Diese sind allerdings oft schon ausreichend, um das Immunsystem zur Produktion von Antikörpern anzuregen – so beispielsweise gegen Keuchhusten.

Rekombinante Impfstoffe

Oft genügt dem Immunsystem ein markantes Merkmal, ein so genanntes Antigen von der Oberfläche eines Erregers, um den Organismus gegen die durch ihn verursachte Krankheit zu schützen. Solche markanten Teilstücke können mittels spezieller Verfahren hergestellt und als Impfstoff eingesetzt werden.

Rekombinante Impfstoffe finden Anwendung gegen Hepatitis A und B sowie Cholera.

Welche Impfstoffe genau gegen welche Krankheiten im Einsatz sind, können Sie in dieser Infografik nachschauen (PDF, 540 KB).

Literatur:

Bei der aktiven Impfung werden Stoffe verabreicht, die den Körper anregen, selbstständig Antikörper gegen einen bestimmten Erreger zu bilden.
Bei der passiven Impfung führt man Konzentrate von Antikörpern von außen zu. Der Organismus selbst bleibt dabei passiv und ist dennoch für eine gewisse Zeit so geschützt, als ob er die Antikörper selbst gebildet hätte. Der Impfschutz hält jedoch nur eine Weile an, da die Antikörper wieder abgebaut werden. Zudem ist er nur einmalig, da keine Gedächtniszellen gebildet werden.  

Literatur:

Die meisten Impfstoffe werden unter die Haut oder in den Muskel gespritzt. Die Schluckimpfung ist eine weitere Möglichkeit der Verabreichung. Dabei gelangt der Impfstoff über den Magen-Darm-Trakt in den Körper. Die Älteren erinnern sich sicherlich noch an das „berühmte“ Zuckerstückchen...
Dies ist jedoch bereits Medizingeschichte, denn seit Anfang 1998 soll die Polio-Impfung auf Empfehlung der Ständigen Impfkommission des Robert Koch-Instituts (STIKO) nur noch per Injektion durchgeführt werden.  

Heute stehen uns eine ganze Reihe wirksamer Impfstoffe gegen viele Infektionskrankheiten zur Verfügung, von denen die meisten früher tödlich endeten. Bis zur Eindämmung dieser Krankheiten war jedoch ein langer und mitunter auch gefährlicher Weg der Forschung notwendig.

Schon in der Antike haben Gelehrte erkannt, dass Menschen, welche die Pest oder die Pocken überlebt hatten, gegen spätere Epidemien dieser vielfach todbringenden Erkrankungen geschützt waren. Diese Erkenntnis regte den Forschergeist dazu an, Personen durch eine absichtliche Ansteckung immun gegen Infektionskrankheiten zu machen. Erste Versuche dieser Art reichen bis in frühe asiatische Kulturen zurück.
Als gezielte medizinische Maßnahme wurde das Impfen jedoch erst sehr viele Jahrhunderte später eingesetzt.

Die Geburtsstunde der modernen Impfung

Die Geschichte von Schutzimpfungen ist eng verbunden mit dem Namen Edward Jenner, der von 1749 bis 1823 lebte. Der englische Chirurg ließ sich als Landarzt nieder und lebte in einer Zeit, in der die Pocken in Europa und Asien weit verbreitet waren. Etwa jeder siebte Erkrankte starb damals an den Pocken, allerdings wurden Menschen, die die Erkrankung überlebt hatten, nicht erneut krank. Als Landarzt sah Jenner auch immer wieder Frauen, die sich beim Melken von Kühen mit den für sie ungefährlichen Rinderpocken ansteckten. Sie erkrankten zwar daran, steckten sich aber später meist nicht mit den eigentlich lebensgefährlichen Pocken an.

Jenner forschte einige Jahre an diesen Zusammenhängen. Seine These war, dass die Rinderpocken gegen die „richtigen“ Pocken immunisieren. 1796 machte der Wissenschaftler einen richtungsweisenden Versuch: Er impfte einen achtjährigen Jungen mit dem Sekret aus Pusteln von einer an Kuhpocken erkrankten Frau. Nach überstandener Erkrankung steckte er den Jungen mit den echten Pocken an. Das Ergebnis bestätigte seine Vermutung. Der Junge blieb gesund, hatte also Abwehrkräfte gegen die Pocken entwickelt. In den folgenden Jahrzehnten setzte sich die Pocken-Impfung nach und nach in Europa durch. 1807 wurde in Hessen und Bayern eine Impfpflicht gegen Pocken eingeführt. Andere Länder zogen aber erst nach dem großen Pockenausbruch von 1870, bei dem allein in Deutschland eine Viertelmillion Menschen starben, nach. 1874 wurde in einem Reichsgesetz unter Androhung von Strafen festgelegt, dass Kinder im Alter von einem Jahr erstmals, und mit zwölf Jahren ein zweites Mal geimpft werden müssten. Als ausgerottet gelten die Pocken aber erst seit 1979.

Prototyp der aktiven Immunisierung

Die erste Impfung war zugleich auch der Prototyp der aktiven Immunisierung. Die eigentliche Ursache der Infektionskrankheit, das Pockenvirus, war damals noch nicht entdeckt. Doch die zutreffende Erkenntnis, dass eine gezielte Ansteckung mit der für Menschen harmlosen Form der Pocken immun gegen die gefährliche macht, war ein enormer Meilenstein – nicht nur in der Geschichte des Impfens, sondern in der Medizingeschichte insgesamt.

Übrigens: Die Entdeckung der Immunität (von lateinisch immunitas: „Freisein von“) ging mit der Einführung der Impfprophylaxe gegen die Pockenkrankheit im 18. Jahrhundert einher.

Impfstoff von den Kühen
Das Fachwort „Vakzine“ für Impfstoff erinnert noch heute an die grandiosen Leistungen der Pioniere des Impfens. Denn der Begriff leitet sich vom lateinischen Wort „vaccina“ ab, das übersetzt „von Kühen stammend“ bedeutet.

Rasante Weiterentwicklung

Basierend auf Jenners Erkenntnissen gelang es dem weltberühmten französischen Chemiker Louis Pasteur (1822 – 1895) schließlich im Jahr 1880, einen Impfstoff gegen Cholera bei Hühnern herzustellen. Ein Jahr später kam dann auch schon der erste wirksame Impfstoff gegen Milzbrand aus dem Labor des französischen Chemikers auf den Markt. Kurze Zeit danach, 1884, entwickelte Pasteur die erste Impfung gegen Tollwut.
Von nun an ging es Schlag auf Schlag: Es wurden zusehends neue Impfstoffe entwickelt und die Erfolgsgeschichte des Impfens nahm zügig ihren Lauf.

Die Erfolge von Pasteur und seinen gelehrten Kollegen setzte rasch weitere rege Forschungen in Gang. Sie galten allen voran der Suche nach den Erregern von Infektionskrankheiten.
Die Entdeckung der Krankheitserreger im 19. Jahrhundert lieferte nicht nur eine Erklärung für den Erfolg der ersten Impfungen, sondern legte auch den Grundstein für die Entwicklung neuer Impfstoffe.

Impfung heute

Die heute verwendeten Impfseren werden in hoch technisierten Labors hergestellt und enthalten exakt dosierte Mengen eines Erregers. Durch den Einsatz abgeschwächter und inaktiver Erreger, oder nur einzelner Bestandteile der Keime, sind moderne Impfstoffe heute risikoärmer denn je.

Die Erfolgsgeschichte soll weitergehen
Trotz vieler Fortschritte gibt es gegen eine ganze Reihe gefährlicher Erreger noch keine wirksamen Impfungen. Die Entwicklung neuer Impfstoffe ist deshalb ein zentraler Forschungsschwerpunkt in der Biotechnologie. Im Fokus der Wissenschaftler stehen unter anderem Impfstoffe gegen HIV, Ebola und multiresistente Krankenhauskeime sowie Malaria und das Cytomegalie-Virus. Auch eine völlig neue Art von Impfstoffen wird derzeit erprobt. Sie enthalten mRNA, welche die genetische Information – gewissermaßen die Bauanleitung – zur Bildung von Antigenen im Körper liefert. Die To-Do-Liste der modernen Impfforschung ist also sehr lang …

Literatur:

Ärzteblatt: Edward Jenner: 200 Jahre Pockenschutz (Abruf am 8.10.2019)
Deutsche ApothekerZeitung: Medizingeschichte: Geschichte der Schutzimpfung (Abruf am 8.10.2019)
impfrecht.de: Geschichte des Impfens (Abruf am 8.10.2019)
Bundesministerium für Bildung und Forschung: Dem optimalen Impfstoff auf der Spur (Abruf am 8.10.2019)
Pharmazeutische Zeitung: Neue Ziele, neue Technologien (Abruf am 8.10.2019)

Impfungen: Die Leistungen der Barmer

  • Die Barmer trägt die Kosten für Schutzimpfungen bereits dann, wenn sie von der Ständigen Impfkommission empfohlen sind. Barmer-Versicherte müssen daher nicht warten, bis die Leistung in der Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) aufgenommen wird.
  • 100 Prozent Kostenübernahme für Ihre Reiseschutzimpfungen
  • Bonus: Mit Impfungen können Sie im Rahmen des Bonusprogramms Punkte sammeln und sich attraktive Prämien sichern.

Der BARMER Impfplaner

Mit dem BARMER Impfplaner behalten Sie anstehende und erledigte Impfungen im Überblick und vergessen keine Impfung mehr. Organisieren Sie mit dem Impfplaner Ihre Impftermine sowohl für Standard- als auch für Reiseschutzimpfungen. Wenn Sie die optionale Erinnerungsfunktion nutzen, ist Ihr Impfschutz immer vollständig und ausreichend. Der Impfplaner basiert auf den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission und berücksichtigt auch Ihren Wohnort und Ihr Alter. Als BARMER-Mitglied können Sie unseren Impfplaner ganz einfach über den Gesundheitsmanager nutzen.

Downloads

Um Ihnen eine Übersicht über alle aktuellen und gängigen Impfstoffe zu geben, haben wir Ihnen diese in einer Impfgrafik zusammengefasst. So ist es leicht nachzuvollziehen, welche Impfstoffe für welche Krankheiten verwendet werden. Und Sie erfahren, welche Impfstoffe veraltet und nicht mehr im Handel sind.

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