Gesellschaft und Prävention

Der Digital Health Wettbewerb - Versorgungsqualität und Innovation kombinieren

Lesedauer unter 6 Minuten
Junge Menschen tragen 3D-Brillen.

Autor/in

Internetredaktion Barmer
Inhaltsverzeichnis

​Die Barmer verfolgt mit großem Engagement das Ziel, Innovation und Versorgungsqualität miteinander zu verknüpfen. Wie das geht? Wir erproben neue digitale Lösungen und übernehmen sie in unser Angebot. Mit dem Digital Health Wettbewerb zeigen wir, welche Themen uns beschäftigen und treten in einen aktiven Austausch mit Startups, Gründern und jungen Unternehmen.

Wir begleiten sie auf dem schwierigen Weg von der innovativen Lösung in den gesetzlichen Gesundheitsmarkt. Prävention bietet beste Chancen, unseren gesetzlichen Auftrag mit unserem Anspruch als Innovator zu verbinden und Anreize für die Umsetzung ganz konkreter Angebote zu bieten.

Worum geht es beim Digital Health Wettbewerb?

Wir suchen digitale Lösungen für die Gesundheitsförderung und Prävention in einem der folgenden Bereiche für eine klar definierte Zielgruppe:

  • Gesunde Ernährung
  • Bewegungsförderung
  • Suchtprävention
  • Förderung der Gesundheitskompetenz / gesundheitsorientiertes Handeln

Die Anwendung soll die Nutzer jeweils dort ansprechen, wo sie leben und sich aufhalten, oder die Möglichkeit bieten, sie dort zu erreichen. Gemeint sind etwa Schulen ab Klasse 8, Berufsschulen, Hochschulen, Kommunen, Freizeit/Sport oder medizinische pflegerische Versorgung. Bereiche der Prävention, in der wir als Barmer bereits sehr aktiv sind, sind nicht Teil dieses Wettbewerbes. Dazu gehören etwa die Bereiche Stressbewältigung, Entspannung oder die Lebenswelten Kita und Arbeitsplatz.

Effektive primäre Prävention versucht sowohl das Handeln der Einzelnen zu verändern als auch die jeweilige Lebenswelt positiv zu beeinflussen. So wird die Förderung gesunden Ernährungsverhaltens (= Verhalten) des Einzelnen durch Angebote gesunder Mahlzeiten in der Schule (= Verhältnisse) unterstützt und hilft somit z.B. Übergewicht zu vermeiden.


Ablauf des Wettbewerbs

Wir möchten Startups, Gründerinnen und Gründer und junge Unternehmen erreichen, die eine bereits entwickelte Lösung am Markt haben oder eine neue Anwendung pilotieren. Das Ziel des Wettbewerbs ist es, digitale Lösungen zur nachhaltigen Gesundheitsförderung einzusetzen.

Wir bieten den Gewinnern einen strukturierten Austausch und ein Coaching mit Experten der Barmer zu Umsetzungs- und Entwicklungsmöglichkeiten Ihrer Produkte. Unsere Rolle sehen wir darin, Sie zu unterstützen und die jeweiligen Ideen mit den gesetzlichen Auflagen zur Prävention in Einklang zu bringen. Wir helfen den Gewinnern, darauf zu achten, dass die richtigen Handlungsfelder, Lebenswelten, Verhaltens- und Verhältnisprävention bedient werden.

Wir streben ein weitergehendes Mentoring und eine Zusammenarbeit an!

Und: Die gesetzlichen Regelungen für Prävention gelten für alle Krankenkassen. Wir machen Sie also langfristig fit für die gesamte gesetzliche Krankenversicherung.

Nach dem Einsendeschluss wird eine interne Jury alle Bewerbungen bewerten und entscheiden, welche acht Vorschläge zur Vorstellung vor unserer Jury eingeladen werden. Wir werden Sie bis spätestens Mitte Februar kontaktieren und Sie informieren, ob Sie zu einer Vorstellung eingeladen sind. Die Vorstellung ist für den 14. März 2018 geplant und umfasst die Präsentation Ihrer Lösung, ggf. zusätzliche Fragen im Vorfeld, sowie eine gemeinsame Diskussion. Unsere Jury ermittelt, welche drei Lösungen gewonnen haben. Die Gewinner werden der Öffentlichkeit innerhalb der nächsten Monate bekannt gegeben.

Die Bewerber und ihre Ideen werden von einer Jury aus Barmer-Experten für Prävention und Gesundheitsförderung, Versorgung, Innovation, Medizin und Marketing geprüft.

Unterstützung bekommen wir von unseren Partnern Flying Health Incubator und Earlybird. Die Schirmherrschaft über den Wettbewerb hat Dr. Mani Rafii übernommen. Er ist Mitglied des Vorstandes der Barmer.

Ausschlaggebend für die Bewertung sind:

  • die Erfüllung der gesetzlich definierten Kriterien für Programme der Primärprävention in den Lebenswelten (relevantes Problem, Anforderungen der Verhaltensprävention, Ansätze für Verhältnisprävention.
  • die wissenschaftliche Fundierung bzw. medizinische Qualität der Maßnahme
  • der Innovationsgrad
  • die Nutzerzentriertheit
  • die grundsätzliche Skalierbarkeit der Lösung
  • die Erfüllung der Teilnahmebedingungen.

Fragen zum Wettbewerb

Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum Wettbewerb.

Wir suchen digitale Lösungen für die Gesundheitsförderung und Prävention in einem der folgenden Bereiche:

  • Gesunde Ernährung
  • Bewegungsförderung
  • Suchtprävention
  • Förderung der Gesundheitskompetenz / gesundheitsorientiertes Handeln

Die digitale Lösung zielt auf eine Lebenswelt wie Schule (ab Klasse 8), Berufsschule, Hochschule, Kommune, Freizeit/Sport oder medizinische pflegerische Versorgung.

Bereiche der Prävention, in der wir als Barmer bereits sehr aktiv sind, sind nicht Teil dieses Wettbewerbes. Dazu gehören etwa die Bereiche Stressbewältigung, Entspannung oder die Lebenswelten Kita und Arbeitsplatz.

Unternehmen, die eine bereits entwickelte Lösung am Markt haben.

Die Gewinner erhalten die Möglichkeit zu einem strukturierten Austausch und ein Coaching mit Experten der Barmer zu Umsetzungs- und Entwicklungsmöglichkeiten der eingereichten Lösungen. Die Barmer Experten unterstützen die Gewinner dabei, die jeweiligen Ideen mit den gesetzlichen Auflagen zur Prävention in Einklang zu bringen und helfen ihnen darauf zu achten, dass die richtigen Handlungsfelder, Lebenswelten und Verhaltens- ebenso wie Verhältnisprävention bedient werden.

Teilnehmer konnten sich bis zum 22. Januar 2018 bewerben. Derzeit bewertet eine interne Jury alle Bewerbungen und entscheidet, welche acht Vorschläge zur Vorstellung vor unserer Jury eingeladen werden. Anschließend ermittelt unsere Jury, welche drei Lösungen gewonnen haben.

Die eingereichte digitale Entwicklung

  • löst ein relevantes Problem der primären Prävention
  • erfüllt Anforderungen der Verhaltensprävention
  • enthält sinnvolle Ansätze für Verhältnisprävention
  • die Erklärung der Maßnahme ist grundsätzlich wissenschaftlich fundiert
  • ist eine digitale, innovative und nutzerzentrierte Lösung
  • lässt sich von den Zielgruppen einfach bedienen
  • lässt sich einfach skalierbar umsetzen
  • erfüllt die Teilnahmebedingungen

Ziel von Prävention ist es, die Gesundheit der Menschen zu fördern und zu erhalten. Die Primärprävention richtet sich an gesunde Menschen - unabhängig davon, wo sie versichert sind - mit dem Ziel, die Menschen zu befähigen, gesund zu bleiben, sowie die Lebenswelt positiv zu verändern.

Um nachhaltige Gesundheitsförderung handelt es sich, wenn die Anwendung oder Maßnahme keine Einzelinitiative ist, sondern 1. den Bedarf bei der Zielgruppe erhebt, 2. die Menschen, um die es geht, mit einbezieht, und 3. darauf aufbauend die Ziele der Anwendung formuliert und im Projekt umsetzt. Neben den Handlungsfeldern der Prävention spielen auch die Gesundheitsziele eine wichtige Rolle, die wir als Richtlinie für die Umsetzung der Projekte festgelegt haben. Gesundheitsziele sind: "Gesund aufwachsen", "Gesund arbeiten und lernen" sowie "Gesund älter werden".

Projekte, die wir im Kontext dieses Wettbewerbes nicht berücksichtigen können, sind z.B. Screening-Maßnahmen für bestimmte Zielgruppen wie Menschen mit erhöhtem Diabetesrisiko.

Verhaltensprävention bedeutet, dass jeder Einzelne befähigt wird, sich gesundheitsförderlich zu verhalten, sein Verhalten einzuschätzen und ändern zu können. Verhältnisprävention heißt, die Lebenswelt zu verändern. Verhältnisprävention geht über die Information der Individuen hinaus und zielt auf die Veränderung der Rahmenbedingungen ab.

So können z.B. in der Schule zum Thema Ernährung in der Cafeteria anstatt Schokoriegel auch gesunde Lebensmittel angeboten werden oder die Pausengestaltung für Bewegung genutzt werden. Eine Präventionsmaßnahme ist keine Einzelinitiative. Mit der Maßnahme soll eine Veränderung in Gang gesetzt werden, bei der gemeinsam mit den Beteiligten der Lebenswelt eine positive Veränderung gefördert wird.

Verhaltensprävention und Verhältnisprävention sind beide wichtig und eine Grundvoraussetzung. Es ist allerdings nicht definiert, zu welchem Anteil diese im Projekt vorhanden sein müssen. Die eingereichten Projekte können einen stärkeren Fokus auf Verhältnisprävention oder Verhaltensprävention legen.

Diese Projekte werden im Rahmen des Wettbewerbes nicht berücksichtigt (Ziele des Wettbewerbs). Unabhängig davon beschäftigen wir uns im Rahmen anderer Initiativen mit Gesundheitsförderung im Lebensraum „Arbeitsplatz“ und „Kita“.

Von Seiten der Barmer existieren bereits Angebote für Zielgruppen bis Klasse 8, für Jugendliche bisher jedoch nur wenige. Beispiele für Prävention in der Kita sind "Ich kann kochen!".

In diesem Wettbewerb fordern wir nicht die Erfüllung aller Anforderungen, sondern suchen nach innovativen neuen Lösungsansätzen für Prävention. Mit unserem Coaching unterstützen wir Sie, die jeweiligen Ideen mit den gesetzlichen Auflagen zur Prävention in Einklang zu bringen. Wir helfen den Gewinnern während des Coachings, darauf zu achten, dass die richtigen Handlungsfelder, Lebenswelten, Verhaltens- und Verhältnisprävention bedient werden.

Informationen zum Ablauf und den Zielen des Wettbewerb finden Sie hier. Wenn Sie Fragen haben, die hier noch nicht beantwortet wurden, senden Sie bitte eine E-Mail an: digital-health-wettbewerb@barmer.de


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Webcode: g100810 Letzte Aktualisierung: 30.04.2019
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