Coronavirus

Müssen Schwangere sich Sorgen wegen des Coronavirus machen?

Lesedauer unter 2 Minuten
Werdende Mutter auf einer Couch mit Ultraschallbildern

Autor

  • Barmer Internetredaktion

Qualitätssicherung

  • Dr. med. Utta Petzold (Dermatologin, Allergologin, Phlebologin bei der Barmer),
  • Dr. med. Ursula Marschall (Fachärztin für Anästhesie)
Inhaltsverzeichnis

Wenige Phasen im Leben einer Frau sind so einzigartig wie die neun Monate einer Schwangerschaft. Alles dreht sich jetzt um die werdende Mutter und das heranwachsende Baby in ihrem Bauch. Die Nachricht vom hoch ansteckenden Coronavirus verunsichert viele schwangere Frauen. Droht ihnen Gefahr? Und dem Ungeborenen? Antworten von einer Expertin.  

So verständlich die Sorgen von werdenden Müttern beim Thema Corona sind – „sie sind größtenteils unbegründet“, sagt Prof. Marion Kiechle, Direktorin der Frauenklinik an der Universitätsklinik rechts der Isar in München. So ist das Ansteckungsrisiko für Schwangere nicht erhöht. Und in den allermeisten Fällen zählen Frauen, die ein Kind erwarten, auch nicht zur Risikogruppe, weil sie jung und gesund sind. Selbst wenn sich eine Frau während der Schwangerschaft mit dem SARS-CoV-2 infiziert, wird die Erkrankung aller Wahrscheinlichkeit nach milde verlaufen wie bei den meisten Menschen – also mit grippeähnlichen Symptomen oder ganz ohne besondere Beschwerden. Nur wer als Schwangere eine Vorerkrankung mitbringt, etwa Asthma, Diabetes oder eine Herz-Kreislauf-Erkrankung, ist einer höheren Gefährdung ausgesetzt. „Wichtig ist dann eine engmaschige ärztliche Betreuung“, betont Frauenärztin Kiechle.

Kann sich das Ungeborene anstecken?

Kaum ein Ort ist geschützter als der Mutterleib. Dennoch gibt es Viren, die dem Ungeborenen gefährlich werden können. Für das Coronavirus gilt das – nach heutigem Kenntnisstand – nicht. „Bis jetzt wissen wir von keinem einzigen Fall einer Ansteckung im Uterus“, sagt Gynäkologin Kiechle. Eine Untersuchung der chinesischen Wuhan Universität deutet in die gleiche Richtung: Neun Frauen, die sich im letzten Schwangerschaftsdrittel Ende Januar 2020 mit Corona infiziert hatten, brachten demnach gesunde Kinder zur Welt. Die Apgar-Werte, die den klinischen Zustand des Neugeborenen messen, lagen im Normbereich. Bei allen Müttern war zudem die Infektion undramatisch verlaufen.

Natürliche Geburt trotz Corona-Infektion?

Auch wer mit dem Coronavirus infiziert ist, kann normal entbinden, versichert Frauenärztin Kiechle. Allerdings unter besonderen Schutzmaßnahmen. In der Frauenklinik in München zählen dazu Einzelzimmer und Schutzkleidung für das klinische Personal. Manche Kliniken untersagen derzeit generell Besuche, andere erlauben werdenden Vätern weiterhin, bei der Geburt dabei zu sein. Erkundigen Sie sich beizeiten, wie das in Ihrer Wunschklinik gehandhabt wird. Klinik-Chefin Kiechle sieht keine Veranlassung, das Neugeborene von einer infizierten Mutter zu trennen. „Selbst wenn es sich anstecken würde, ist es durch seinen natürlichen Nestschutz geschützt“, sagt sie.

Stillen und Wickeln mit Mundschutz?

Besser ja: Auch wenn es bislang keinen Hinweis darauf gibt, dass sich SARS-CoV-2 über die Muttermilch überträgt, empfiehlt die Unicef infizierten stillenden Müttern die üblichen Vorsichtsmaßnahmen: also Schutzmaske, Händewaschen vor und nach dem Kontakt mit dem Baby, Desinfektion von Oberflächen. Das gilt natürlich auch für die anderen Familienmitglieder. Wer sich zu krank zum Stillen fühlt, sollte versuchen abzupumpen – unter Beachtung der entsprechenden Hygienemaßnahmen.

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Webcode: a005342 Letzte Aktualisierung: 23.04.2020
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