Coronavirus

Verantwortung und Solidarität statt Panik

Lesedauer unter 2 Minuten
Ein Platz mit vielen Menschen aus der Vogelperspektive

Autor

  • Barmer Internetredaktion

Qualitätssicherung

  • Dr. med. Ursula Marschall (Fachärztin für Anästhesie)
Inhaltsverzeichnis

Ein neues Virus – das Coronavirus – geht um die Welt. Die Infektion verläuft überwiegend mit geringem Krankheitsgefühl, aber gerade bei älteren Menschen mit Begleiterkrankungen gibt es schwere Verläufe. Wir alle tragen eine gemeinsame Verantwortung. Durch unser eigenes Verhalten können wir dazu beitragen, dass die Virusverbreitung verlangsamt wird. Das entlastet das Gesundheitssystem und verbessert so die Behandlung für die schwer Betroffenen. Positiv ist: Das medizinische Wissen um die Infektion wächst fast täglich. Die Barmer und ihre leitende Medizinerin, Dr. Ursula Marschall, ordnen das aktuelle Geschehen ein. 

Viren halten sich nicht an Grenzen. Durch die mobile Gesellschaft ist die Übertragung neuer Viren ein Risiko, mit dem wir leben. Durch die Dynamik des Geschehens und die weltweit rasant ansteigende Zahl von Betroffenen hat die WHO die Pandemie ausgerufen.

Der Angst mit Vernunft begegnen

Das Neue und Unbekannte ruft in Menschen Angstgefühle hervor. Jeder geht anders damit um. Klar ist: Ältere Personen haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, an Begleiterkrankungen zu leiden als jüngere Menschen. Dies erhöht jetzt das Risiko für einen schwereren Verlauf der Coronarvireninfektion. Aber es besteht kein Grund zur Panik. Dr. Ursula Marschall, leitende Medizinerin bei der Barmer, fasst zusammen:

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"Wichtig ist die Selbstverantwortung eines jeden Einzelnen – beispielsweise die Niesetikette zu beachten und auf eine verstärkte Händehygiene zu achten. Bei Kontakt mit älteren Personen erfolgt keine Begrüßung mittels Handschlag oder Umarmung, so schwer es auch fällt. Zusätzliche Sicherheit vermittelt ein ausreichend großer Gesprächsabstand, so dass die Tröpfcheninfektion reduziert wird." 

Ausführliches Interview mit Dr. Ursula Marschall


Jeder einzelne kann das Gesundheitssystem unterstützen

„Unser Gesundheitssystem gehört mit zu den besten der Welt, und das liegt auch an dem engagierten Personal, das in den unterschiedlichen Gesundheitsinstitutionen arbeitet. Von den Kliniken, über die Praxen bis hin zu den Gesundheitsämtern“, betont Marschall. Unsere Aufgabe als Gesellschaft ist nun, die Geschwindigkeit der Krankheitsausbreitung zu vermindern. Dazu kann jeder Einzelne beitragen, indem er beispielsweise die Hygieneregeln einhält und private Einschränkungen in Kauf nimmt.
Die Barmer leistet mit verschiedenen Maßnahmen ihren Beitrag, dass alle über die Erkrankung informiert werden. Gute und gesicherte Informationen tragen dazu bei, dass sich Verhalten ändern kann. Und das brauchen wir, um die Geschwindigkeit der Ausbreitung zu beeinflussen.

Unsere gemeinsam Chance

Man kann veränderte Verhaltensweisen in der Bevölkerung beobachten: Bevorratung mit haltbarer Nahrung und Desinfektionsmitteln, aber auch Misstrauen gegenüber Mitmenschen und sogar Rassismus. Hinzu kommen Fehlinformationen, die sich zum Beispiel in sozialen Medien rasant verbreiten.

Umso wichtiger ist es, Haltung zu zeigen, basierend auf informierten Entscheidungen und gesichertem Wissen. „Dieses gesicherte Wissen bereit zu stellen und zu verbreiten gehört auch zu den Aufgaben der Barmer“, unterstreicht Marschall. Die Barmer erteilt Rassismus und egoistischem Verhalten eine klare Absage. Im Gegenteil – unsere gemeinsame Chance liegt in der Selbstverantwortung jedes Einzelnen. Nur so haben wir eine Chance, die Virenausbreitung zu verlangsamen.

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Webcode: a005264 Letzte Aktualisierung: 09.06.2020
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