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Digitale Gesundheitsanwendungen DiGA

Lesedauer unter 2 Minuten
Zwei Hände halten ein Smartphone mit DiGA auf dem Display

Autor

  • Barmer Internetredaktion

Qualitätssicherung

  • Julia Booke (Barmer)

Gesundheits-Apps, die helfen, die Fitness, Ernährung oder Entspannung zu verbessern, kennen wir bereits. Demnächst kommen medizinische Anwendungen hinzu, die zentral geprüft und von der Barmer übernommen werden können.

Mit dem Digitale-Versorgung-Gesetz erweitert sich der Leistungsanspruch für Versicherte. Die Krankenkassen bekommen künftig die Möglichkeit, digitale Gesundheitsanwendungen – kurz DiGA – zu bezahlen. Digitale Gesundheitsanwendungen sind Medizinprodukte, die auf digitalen Technologien basieren, dazu zählen z. B. Gesundheits-Apps. Die Barmer wird die neuen Möglichkeiten nutzen, um die Versorgung ihrer Versicherten weiter zu verbessern. Einen Anspruch auf die Nutzung von digitalen Gesundheitsanwendungen haben Versicherte, die eine der DiGA entsprechende Diagnose vorweisen.

Was unterscheidet die DiGA von anderen Apps?

Bereits heute gibt es viele Apps zum Download, mit denen sich das eigene Gesundheitsverhalten aufzeichnen und optimieren lässt oder die dabei unterstützen, an Vorsorgeuntersuchungen oder Impftermine zu erinnern. Die Barmer bietet beispielsweise zahlreiche Gesundheits-Apps, die Mitglieder kostenfrei nutzen können, oder Online-Kurse, deren Kosten als Präventionsleistung von der Barmer übernommen werden.  

Damit digitale Anwendungen künftig gesetzliche Leistung werden, müssen sie mehrere Voraussetzungen erfüllen: Grundlegende Bedingung ist, dass eine DiGA Krankheiten behandeln oder lindern kann. Außerdem werden an die Anbieter digitaler Anwendungen hohe Anforderungen gestellt, was die Sicherheit, Qualität, Funktion und den Datenschutz anbelangt. Deswegen prüft das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in einem aufwendigen Verfahren, welche Anwendungen als DiGA zugelassen werden und welche nicht.

Welche Gesundheits-Apps wird es geben?

Noch ist nicht absehbar, für welche Gesundheitsstörungen bzw. Erkrankungen es künftig eine digitale Medizin geben wird. Bisher hat noch keine DiGA die Kassenzulassung erhalten. Seit Ende Mai 2020 ist es für die Hersteller jedoch möglich, die Genehmigung beim BfArM zu beantragen. Damit eine DiGA anerkannt werden kann, muss sie, neben bestimmten Qualitätsmerkmalen, entweder einen medizinischen Nutzen oder eine Verbesserung im Ablauf einer Behandlung nachweisen. Das BfArM entscheidet innerhalb von drei Monaten über den Antrag. Die ersten DiGA sind daher vermutlich ab Herbst verfügbar. 

Hat eine digitale Anwendung die Hürde genommen, wird sie in das Verzeichnis für digitale Gesundheitsanwendungen aufgenommen. Diese Übersicht wird öffentlich beim BfArM zugänglich sein. Aufgrund der Vielzahl an DiGA, die künftig in dem Verzeichnis zu finden sind, werden die Krankenkassen bei der Suche und Auswahl beraten.

Wer kann eine DiGA erhalten?

Versicherte haben zwei Möglichkeiten, eine DiGA zu beantragen: Entweder reichen sie eine entsprechende Verordnung des Arztes oder Psychotherapeuten ein oder sie wenden sich direkt an ihre Krankenkasse. Voraussetzung ist in beiden Fällen, dass eine entsprechende medizinische Indikation vorliegt.

Weitere Informationen zu digitalen Gesundheitsanwendungen gibt es auf der Website des Bundesgesundheitsministeriums.

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