20 Jahre - mal mehr, mal weniger Schwindel, NIE ganz weg

Guten Tag,
seit nun mehr als 20 Jahren plage ich mich mit Schwindel, Tinitus, nicht richtig sehen rum - mal nur ein wenig, mal etwas mehr, zur Zeit wieder ziemlich viel. Zwar habe ich (45 Jahre) den Lebensmut nie verloren und bin glückliche Mami von 2 Kindern, aber die Phasen des extremen Schwindels sind schon sehr belastend, zumal diese auch ein Grund sind, weshalb ich mich nie wo anders beworben habe, obwohl ich mich gerne weiter hoch gearbeitet hätte.

Alles begann vor 20 Jahren, als ich auf dem Sofa eingeschlafen bin und mit steifem Nacken aufwachte. Mir war total schwindlig und total übel. Es hielt Tage an... Ich pilgerte vom Hausarzt zum Neurologen, HNO, Augenarzt und wurde sogar 3 Wochen im Krankenhaus auf den Kopf gestellt. Da ein HWS sofort ( ohne Überprüfung) auf Grund meines Alters ausgeschlossen wurde, wurde alles auf "Psychosomatisch" geschoben und ich wurde entlassen, ohne, dass es mir gut ging.
Monate später, nach dem ich in "Eigeninitiative und aus lauter Verzweiflung" beim Psychologen war, meinte dieser, ich solle doch nochmal alles überprüfen lasse, da er nicht helfen konnte, war ich dann bei Orthopäden. Der meinte sofort, das sei von der HWS sei und verpasste mir ein Halskrause, die auch zunächst Besserung brachte.
Seither halfen tatsächlich Massage, MT, KG etc, meinen bisherigen Sport Taekwondo (4x Woche) und Gardetanz habe ich beendet, da das Gehüpfe scheinbar immer auf die Wirbelsäule bzw HWS ging. Es kam eine Phase der Besserung, doch da ich mich weniger bewegte, habe ich 30kg in einem halben Jahr zugenommen. Alles "Hüpfende" war scheinbar nicht wohltuend und mit walken und Gymnastik verbraucht man weniger Kalorien.
Jahrelang geht es rauf und runter mit meinem Wohlbefinden. Leider gibt es mittlerweile auch keine MT/KG etc mehr, ich höre nur noch "bewegen und entspannen und Ibuprofen", nun seit Jahren. Mittlerweile bin ich zertifizierte Entspannungstrainerin und betreibe ein eigenes Tanzstudio. Und dennoch, sowie ich mich irgendwie falsch bewege, zu lange in einer Position verweile, egal ob sitzend oder stehend - ich merke, wie mein Nacken, Schulter und BWS immer mehr verspannen und bekomme es allein nicht in den Griff. Ich putze 5 Femster und weiß genau, dass ich am nächsten Tag wieder froh bin, wenn ich den Tag hinter mich gebracht habe. Bewegung tut meist gut, aber ich kann ja nicht durch das Büro hüpfen.
Und da es keine Massagen etc mehr gibt, wird es zwar während der Bewegung besser, aber anschließend umso schlimmer...
Langer Text, aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass ich irgendwann nochmal sagen kann: Wow, ich habe keinerlei Beschwerden, ich fühle mich super.
Vielleicht haben Sie einen Rat?
Vielen Dank Für!

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BARMER 20 Jahre - mal mehr, mal weniger Schwindel, NIE ganz weg

Guten Tag Michi,

vielen Dank für Ihren Beitrag.
Sie beschreiben ein chronisches komplexes Beschwerdebild mit umfangreicher medizinischer Diagnostik und therapeutischen Maßnahmen.

Eine eindeutige Diagnose beziehungsweise ein Vorschlag bezüglich weiterer Therapiemaßnahmen sind jedoch ohne persönliche Untersuchung und Kenntnis der Vorbefunde nicht möglich.
Erfahrungsgemäß spielen bei chronischen Krankheitsbildern sowohl organische wie auch psychische Faktoren in unterschiedlichem Ausmaß eine Rolle, so dass in der Regel physiotherapeutische Maßnahmen in Kombination mit psychologischen Verfahren sinnvoll sind.

Eine sehr erfolgversprechende Möglichkeit ist die Durchführung einer multimodalen Schmerztherapie, wobei ambulant, tagesstationär oder stationär durch ein Team aus Ärzten, Physiotherapeuten und Psychologen ein individuelles Therapiekonzept für Sie zugeschnitten wird.
Gerne können Sie sich für zusätzliche Informationen und Beratung an unseren BARMER Teledoktor wenden. Sie erreichen die Experten unter der Rufnummer 0800 33 33 500 (Anrufe aus den deutschen Fest- und Mobilfunknetzen sind kostenfrei). Bei Bedarf recherchieren die Kollegen auch entsprechende Adressen für Sie.
Wir wünschen Ihnen für den weiteren Verlauf Ihrer Behandlung alles Gute.

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RE: 20 Jahre - mal mehr, mal weniger Schwindel, NIE ganz weg

Mein Schwindel ist noch nicht lange und da es verschiedene Arten von Schwindel gibt beschreibe ich meinen mal: Es ist als würde sich ein dunkles Tuch über meine Augen legen. Da mir die Ärzte oft ratlos vorkommen unsd stumm sind, versuche ich immer selbst herauszufinden, wie es zu dem Schwindel kommt. Im August hatte ich einen schweren Sturz, ich bin gestolpert aus Müdigkeit und wie ein Baumstamm auf meine Vorderseite gefallen, Nase gebrochen, Mittelhandknochen gebrochen. Jetzt, nachdem alles langsam besser wird fing der Schwindel an. Ich bekomme schlecht Luft durch die Nase, trotz Nasenspray und-spülung. je weniger Luft ich bekomme, desto schlimmer ist der Schwindel. Kann es sein, dass mein Gehirn zu wenig Sauerstoff bekommt und dadurch der Schwindel auftritt? Ein MRT wurde auch schon mal gemacht, aber im März vor dem Unfall und wenn mir nicht zufällig die Hausärztin gesagt hätte, dass im Gehirn eine Region nicht richtig durchblutet wird, wäre ich nicht darauf gekommen. Ich bin übrigens 75 Jahre alt.

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BARMER 20 Jahre - mal mehr, mal weniger Schwindel, NIE ganz weg

Guten Tag Frau Schümann,

wir freuen uns über Ihre Anfrage und geben Ihnen dazu gerne Rückmeldung.
Da die Sauerstoffversorgung des Gehirns über das Blut erfolgt, das in der Lunge mit Sauerstoff angereichert wird, gibt es keine Sorge, dass ihr Gehirn aufgrund der verstopfen Nase zu wenig Sauerstoff bekommt. Sie können weiterhin über den Mund genug Luft einatmen.


In Ihrem Fall sollten Sie einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufsuchen, der aufgrund der verstopften Nase weitere Untersuchungen veranlassen kann (gegebenenfalls kann er eine Computertomographie, Magnetresonanztomographie oder einen Ultraschall der Nasennebenhöhlen veranlassen bzw. durchführen). Verstopfte Nasennebenhöhlen können durchaus Symptome verursachen, die Sie beschreiben. Der HNO Arzt kann auch gleichzeitig ihr Gleichgewichtsorgan untersuchen, um häufige gutartige Schwindelursachen auszuschließen.
Des Weiteren sollte bei einer vielleicht vorliegenden Minderdurchblutung im Gehirn eine neurologische Begutachtung erfolgen, um der Ursache auf den Grund zu gehen. Diese kann in Gefäßverengungen bei Arteriosklerose oder aber auch zum Beispiel in Herzrhythmusstörungen liegen. Es sollte mindestens ein Gefäßultraschall der hals- und hirnversorgenden Arterien erfolgen.
Schwindel bei älteren Menschen entsteht häufig durch das Zusammentreffen mehrerer, jeweils oft nur leicht ausgeprägter Störungen an verschiedenen Orten der Gleichgewichtswahrnehmung und Verarbeitung (beispielsweise bei Gefühlsstörungen an den Füßen (Polyneuropathie), Abnahme der Sehstärke, verminderte Muskelmasse, die Angst zu stürzen und vieles mehr). Durch angemessenes Training kann hier eine gute Symptomverbesserung erzielt werden.


Gerne können Sie sich für zusätzliche Informationen und Beratung an unseren Barmer Teledoktor wenden. Sie erreichen die Experten unter der Rufnummer 0800 33 33 500 (Anrufe aus den deutschen Fest- und Mobilfunknetzen sind kostenfrei). Bei Bedarf recherchieren die Kollegen auch entsprechende Adressen für Sie.Wir hoffen, Ihnen einige Anregungen gegeben zu haben und wünschen Ihnen für die Zukunft alles Gute!

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RE: 20 Jahre - mal mehr, mal weniger Schwindel, NIE ganz weg

Hallo.

Ich habe gerade schon zum Benommenheit Schwindel geschrieben.
Gerade Frauen mit Kindern. Das ist die Bws. Bzw nen Bandscheibenvorfall. Der strahlt aus.
LG und gute Besserung.

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