Welche Möglichkeiten bei chronischen Schmerzen

Guten Tag, ich leide schon lange an chronischen Schmerzen ( Diagnosen gesichert) sowie dem Fibromyalgie Syndrom, aber auch unter einer Reihe psychischen Erkrankungen, darunter eine PTBS. Das die Psyche sich schmerzverstäkend auswirken kann, verstehe ich und bin regelmäßig in Psychologischer Therapie.

Ich habe bisher keinen Arzt gefunden, der mir großartig wegen meiner Schmerzen helfen konnte. ( Fibromyalgie hat ja auch keine „ Pauschalbehandlung) Jeder Patient muss halt selbst rausfinden was ihm gut tut.
So einiges habe ich für mich rausgefunden, was meine Schmerzen etwas lindert. Zum Beispiel Massagen, Wärme, etwas schwimmen bzw wirklich „soft Sport“, jetzt hatte ich mal auf Empfehlung einer Bekannten Lympmassage ausprobiert, dass empfand ich auch als hilfreich.
Ganz zu Anfang vor ca 5 Jahren bekam ich noch Krankengymnastik und Massage verschrieben ( da lieg es aber wegen unbekannter Diagnosen wegen etlichen HWS, LWS und Schulterbeschwerden.) Seit Diagnosestellung bekomme ich nichts mehr verschrieben, mit der Begründung vom Arzt: bei Fibromyalgie ist keine Heilung zu erwarten und bei Fibromyalgie gibt es keine offizielle Therapie. Schmerzmittel die nicht immer effektiv helfen, ja damit würde ich großartig versorgt werden. Das ist ja aber keine Dauerlösung. Meine Leber macht das nicht mit. Und ich stecke schon mal in einer Schmerzmittelabhänigkeit.
Gibt es überhaupt bei diesem Krankheitsbild Behandlungen die von der KK übernommen werden? Bei Ärzten wird man häufig nur belächelt.
- Was ist mit medizinischen Massagen?
- Sport angepasst auf meine Beschwerden?
- Wärmerherapien?
- Lympmassage
- Krankengymnastik ?


Welche Behandlung kann ich gezielt beim Arzt erfragen, ohne die Aussage zu bekommen: zahlt die Krankenkasse nicht.

Vieles bezahle ich ja privat, aber es muss doch auch anders gehen. Ich mache es ja nicht aus Spaß an der Freude.
Gibt es eventuell neue Erkenntnisse bei Fibromyalgie?

Liebe Grüße

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BARMER Welche Möglichkeiten bei chronischen Schmerzen

Guten Tag Lisa,

vielen Dank für Ihren Beitrag. Gerne möchten wir Sie in Ihrem Anliegen unterstützen.

Bei dem Fibromylagie-Syndrom (FMS) handelt es um eine sogenannte funktionelle Störung, deren Beschwerden mit Hilfe eines biopsychosozialen Krankheitsmodells erklärt wird. In der aktuellen Leitlinie wird darauf basierend unter anderem folgendes empfohlen:

Gemeinsam mit dem Patient soll der mögliche Nutzen und Schaden von nicht-medikamentösen und medikamentösen Therapieoptionen besprochen werden; dies gilt letztlich auch für den Einsatz der angesprochenen Schmerzmitteltherapie.

Die Leitlinie empfiehlt zudem bei schwerer Ausprägung des FMS mit den PatientInnen multimodale Therapien (also verschiedene Therapien) und eine zeitlich begrenzte medikamentöse Therapie zu besprechen. Als "multimodal" ist hier mindestens ein körperlich aktivierendes Verfahren mit mindestens einem psychologsichen/psychotherapeutischen Verfahren benannt.

Es wird zudem empfohlen, dass die Betroffenen in der Langzeittherapie Verfahren einsetzen, welche sie eigenständig im Sinne eines Selbstmanagements durchführen können: zum Beispiel an das individuelle Leistungsvermögen angepasstes Ausdauer- und/oder Krafttraining, Stretching, und Wärmetherapie. Die Verordnung einer krankengymnastischen Therapie durch den Arzt dient in der Regel als sogenannte "Anleitung zur Eigenbeübung", die der Patient dann als ein Element des Selbstmanagements anwenden kann.

Von vielen Betroffenen wird die Teilnahme bzw. der Austausch im Rahmen einer Selbsthilfegruppe als sehr hilfreich im alltäglichen Umgang damit empfunden.

Gerne stehen wir Ihnen für eine persönliche Beratung unter 0800 333 1010 zur Verfügung.

Wir wünschen Ihnen für den weiteren Verlauf Ihrer Behandlung alles Gute.

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